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Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR)

Die Kritik an kurzfristig gewinnorientierter Geschäftspolitik nimmt zu.
Korruption, Klimawandel und Kinderarbeit sind nur einige der Themen, die so manchem Unternehmen aus verschiedensten Branchen verstärkt Ansehen kosten und die sie vor neue Herausforderungen in der Gestaltung des Geschäftsmodells stellen. Die mediale Öffentlichkeit spielt in der Debatte um „Corporate Social Responsibility“ (CSR) aufgrund ihrer Kompromisslosigkeit und der zahlreichen Facetten eine ganz entscheidende Rolle. Außerdem nehmen Gesetzgeber, Mitarbeiter und Konsumenten die Unternehmen immer entschiedener in die Verantwortung. Wer als Unternehmen diese Ansprüche nicht ernst nimmt, riskiert einen Reputations- und damit Wertverlust. Investitionen in Nachhaltigkeit lohnen sich also!

Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales
In der oft sehr emotionsgeladen geführten Debatte um Nachhaltigkeit - oder CSR - geht es nicht zuletzt um die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen durch die Einführung einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die die drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales gleichermaßen erfasst. So wird Klarheit über Handlungsbedarf und Potenziale im Bereich der für das Unternehmen und seine Anspruchsgruppen wichtigen Erfolgsfaktoren (KPIs) geschaffen. Auch besteht ein merklicher Produktivitäts- und Kreativitätszuwachs bei den Mitarbeitern in Unternehmen, die ökologische und soziale Belange ernst nehmen1. Sie schaffen so einen systematischen Mehrwert für das Unternehmen und die Gesellschaft.

Kommunikation (Reporting) als wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Unternehmensführung
Kommunikation schafft Transparenz. Diese ist wichtig für Anspruchsgruppen wie Shareholder, Mitarbeiter, Kunden und Öffentlichkeit, welche direkt oder indirekt den Unternehmenserfolg beeinflussen und ein gesteigertes Interesse an strukturierter Information haben. Es gibt zu diesem Zweck beispielsweise Richtlinien wie die GRI2 Guidelines, die bei der Identifikation relevanter Berichtsthemen unterstützen und Nachhaltigkeitsberichte zueinander besser vergleichbar machen. Mit der steigenden Zahl an Berichten stellt sich immer öfter die Frage nach deren Objektivität und Glaubwürdigkeit. Die Prüfung durch einen unabhängigen, sachverständigen Dritten mit einer Bescheinigung des Prüfergebnisses nach international anerkannten Standards trägt zu diesem bedeutenden Mehrwert bei.

Die nachhaltige Gestaltung der Wertschöpfungskette (Supply Chain) ist unerlässlich.
Nachhaltige Entwicklung findet nur statt, wenn Unternehmen auch von innen heraus überprüfen, wie (öko-/sozial-)effizient Organisationsstrukturen und –abläufe entlang ihrer Wertschöpfungskette gestaltet sind. Sie schützen sich damit vor Angriffen von öffentlichkeit-getriebener Initiativen und laufen nicht Gefahr, unsystematisch und kurzfristig auf die Interessen der Anspruchsgruppen einzugehen. Nur so lässt sich ein umfassendes und konsistentes Nachhaltigkeitsmanagement etablieren.

Nachhaltigkeitsmanagement ist ein Thema von internationaler Dimensionen. 
Ob in der Zusammenarbeit mit internationalen Institutionen, welche Grundlagen für Meinungsführerschaft schaffen, oder bei der Kontrolle von mehrstufigen Lieferantenketten eines Unternehmens, das Thema hat internationale Dimensionen. Das übergeordnete Ziel ist ein Beitrag der Unternehmen zu einer globalen Marktwirtschaft, die mit nachhaltiger Entwicklung innovativ auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit reagiere n kann. Ernst & Young stellt durch die internationale Vernetzung der Länderbüros und die Mitarbeit in wichtigen internationalen Gremien eine Schnittstelle zu österreichischen Unternehmen dar, um länderübergreifende Entwicklungen im Blick zu haben. Insgesamt rangiert Österreich laut einer aktuellen Studie von AccountAbility3, in denen die „Responsible Competitiveness“ von 108 Ländern erhoben wurde, auf dem 16. Rang, was unser kleines Land in die vielversprechende Vorreiterkategorie der „Innovatoren“ einstuft. Das soll auch so bleiben!

Wie nachhaltig sind Entwicklungen in Ihrem Unternehmen?

  • Sie planen eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und sind gefordert Ansatzpunkte und Ausrichtung zu bestimmen?
  • Sie fragen sich, welche Anforderungen Ihr Wettbewerbsumfeld an das Nachhaltigkeitsmanagement stellt?
  • Ihr Unternehmen gibt viel Geld für Umweltbelange aus und Ihnen ist unklar, wie Sie diese Informationen nutzbringend aufbereiten sollen und ob es künftig Kosteneinsparungspotenzial gibt?
  • Sie haben bereits ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem in ihrem Unternehmen etabliert. Sie erstellen einen Nachhaltigkeitsbericht und suchen nach einem externen Prüfer?

1 Vgl. Lavine, Marc Hoffmann; “Employee Interpretation of Corporate Social Performance and its Influence on Individual Commitment, Job Satisfaction and Work Meaningfulness”, Boston 2006
2 Global Reporting Initiative, siehe http://www.globalreporting.org/Home
3 AccountAbility, „The State of Responsible Competitiveness 2007“, Juli 2007




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Mag. Brigitte Frey
Telefon +43 (1) 211 70-1083 

DI Georg Rogl
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