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Ernst & Young Pressemitteilung 2011 - Analyse der Marktkapitalisierung der höchstbewerteten Unternehmen weltweit - Ernst & Young - Österreich

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Exxon bleibt teuerstes Unternehmen der Welt
Analyse der Marktkapitalisierung der höchstbewerteten Unternehmen weltweit

Wien, 4. Juli 2011
  • Konzerne aus USA und China dominieren das Ranking – Österreich nicht in  den Top 300 vertreten
  • Teuerste deutsche Unternehmen: Siemens, BASF und Volkswagen
  • Atomausstieg kostet Energieversorger Plätze im Ranking
  • Bedeutung der BRIC-Länder bleibt konstant

Der Energieriese Exxon bleibt das teuerste Unternehmen der Welt, gefolgt vom Computerhersteller Apple. Damit wird das Firmenranking der teuersten Unternehmen der Welt zum Ende des ersten Halbjahres von zwei US-Unternehmen angeführt. Die USA bleiben damit vor China, Großbritannien und Frankreich an vorderster Stelle. Deutschland steigt vom sechsten auf den fünften Platz. Das sind Ergebnisse einer Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die die Marktkapitalisierung der am höchsten bewerteten Unternehmen weltweit im Halbjahresvergleich untersucht.

 

„Die Ergebnisse beinhalten keine besonders auffälligen Überraschungen, sondern sind schlicht Entwicklungen, die mitunter durch die Ereignisse der vergangenen Monate bedingt sind“, betont Gerhard Schwartz, Partner bei Ernst & Young in Österreich. „Aber eines zeigt sich doch: Der Börsenwert der europäischen Unternehmen aus stabilen Ländern wie Österreich, Deutschland oder Frankreich hat offenbar kaum unter der europäischen Schuldenkrise gelitten.“ Der Anteil europäischer Unternehmen im Top-100-Ranking liegt konstant bei 34.

 

„Österreichische Unternehmen sind zwar auch dieses Jahr wieder nicht unter den Top 300 zu finden“, so Schwartz. Der Wert der teuersten österreichischen Unternehmen habe sich aber kontinuierlich nach oben entwickelt: Bei der ERSTE Group Bank von 10 Mrd. EUR 07/10 über 13,3 Mrd. EUR 12/10 zu aktuellen 13,7 Mrd. EUR, bei Verbund Österreichische Elektrizitätswerke AG von 8 Mrd. EUR 07/10 über 9,7 Mrd. EUR 12/10 zu aktuellen 10,4 Mrd. EUR und schließlich bei der OMV von 7,3 Mrd EUR 07/10 über 9,3 Mrd. EUR 12/10 zu aktuellen 9,8 Mrd. EUR.

 

Exxon kommt auf eine Marktkapitalisierung von knapp 401 Milliarden Dollar, Apple erreicht 310 Milliarden Dollar. Auf den Plätzen drei und vier folgen mit dem Ölkonzern Petrochina und der Industrial and Commercial Bank of China zwei chinesische Konzerne. In den weltweiten Top 10 können sich insgesamt fünf US-Konzerne platzieren – vor sechs Monaten waren es nur drei. Europa ist nur noch mit zwei Konzernen (Royal Dutch Shell und BHP Billiton) vertreten.

 

Teuerste Bank aus China, teuerster Autohersteller aus Japan

Die beiden derzeit teuersten Banken weltweit sind chinesische Banken: die Industrial and Commercial Bank of China sowie die China Construction Bank. Die Deutsche Bank kann sich auf Rang 137 platzieren und belegt unter den teuersten Banken weltweit den 27. Platz.

 

Mit einem Börsenwert von 139 Milliarden US-Dollar ist Toyota der höchstbewertete Automobilkonzern. Trotz der Katastrophen in Japan ist die Marktkapitalisierung des Konzerns nicht gesunken, im Ranking kann er sich um einen Platz auf Rang 33 verbessern. Hinter Toyota folgen mit großem Abstand zwei deutsche Automobilhersteller: Volks-wagen und Daimler, die sich um 26 bzw. sechs Plätze verbessern konnten und derzeit 89 bzw. 80 Milliarden US-Dollar wert sind.

 

Siemens als teuerstes deutsches Unternehmen

Teuerstes deutsches Unternehmen in der Rangliste ist Siemens auf Platz 38. Der Börsenwert des Münchner Konzerns legte im Verlauf des ersten Halbjahres um rund 13 Milliarden Dollar auf gut 126 Milliarden Dollar zu. Siemens kann sich damit im Ranking um sechs Plätze verbessern.

 

BASF, die deutsche Nummer zwei, kommt mit einer Marktkapitalisierung von knapp 90 Milliarden Dollar im weltweiten Ranking auf Platz 65 – nach einem 84. Platz zum Jahreswechsel. Volkswagen erreicht Platz 67 und kann sich damit um 26 Plätze verbessern. Es folgen Daimler (Platz 82) und SAP (90).

 

Vor allem die deutschen Energieversorger hatten im ersten Halbjahr aufgrund des Atomausstiegs einen schweren Stand und verloren an Wert: E.ON rutschte von Platz 114 auf 129 (minus 4 Milliarden Euro), RWE von 220 auf 296 (minus 6 Milliarden Euro).

 

Nicht-zyklische Konsumgüter auf dem Vormarsch

Im vergangenen Jahr haben vor allem Hersteller nicht-zyklischer Konsumgüter (dazu zählen Pharmaunternehmen, Tabakkonzerne oder auch Brauereien) deutlich an Gewicht gewonnen: Die Zahl dieser Unternehmen, die sich unter den Top-100 platzieren konnten, stieg im ersten Halbjahr 2011 von 17 auf 19.

 

Die wichtigste Branche ist aber nach wie vor der Finanzsektor. Die Finanzkrise hatte zu einer vorübergehenden erheblichen Schwächung der Branche an den Weltbörsen geführt, von der sie sich inzwischen aber wieder erholt hat. Während sich Ende 2008 – kurz nach Ausbruch der Krise – nur 16 Unternehmen aus der Finanzbranche in der Liste der Top-100-Unternehmen platzieren konnten, war die Zahl zum Jahresende 2009 schon wieder auf 24 gestiegen. Derzeit liegt sie bei 22.

 

Bedeutung der BRIC-Länder nimmt nicht weiter zu

Die Rolle der sogenannten BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) bleibt konstant: Im Top-100-Ranking konnten sich zum 30. Juni insgesamt 18 Unternehmen aus diesen Ländern platzieren – zum Jahresende waren es 19 gewesen. Indien ist inzwischen mit keinem einzigen Unternehmen mehr im Top-100 Ranking vertreten, Chinas Anteil sinkt von 11 auf 10 Unternehmen.

 

Bei den japanischen Unternehmen haben sich wohl die Folgen der Tsunamie- und Atom-Katastrophe in Japan im Ranking niedergeschlagen: Derzeit können sich vier japanische Unternehmen im Ranking platzieren, vor sechs Monaten waren es noch fünf.

 

 

Kontakte

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Mag. Kristin Posch
Corporate Communications

Ernst & Young
Wagramer Straße 19
A-1220 Wien
Telefon +43 (1) 211 70-1156
E-Mail: presse@at.ey.com

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