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Ernst & Young Pressemitteilung 2011 - Ernst & Young Eurozone Forecast Frühjahr 2011 - Ernst & Young - Österreich

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Ernst & Young Eurozone Forecast Frühjahr 2011: Eurozone wächst 2011 langsamer als 2010 – Österreich mit überdurchschnittlicher Konjunkturentwicklung

Wien, 4. April 2011

 

  • Plus 1,5 Prozent BIP Wachstum für Eurozone 2011 prognostiziert – plus 2,2 Prozent im exportstarken Österreich.

  • Arbeitslosigkeit in der Eurozone bleibt mit 10 Prozent hoch – Österreich mit niedrigster Quote (4,2 Prozent).

  • Kritischer Faktor Inflation: Anhaltender Preisanstieg bei Energie, Rohstoffen und Lebensmitteln.

  • Krise im Nahen und Mittleren Osten und Anstieg der Ölpreise: Risiko für BIP-Wachstum, Inflation und Finanzmärkte.

Laut der Frühlingsausgabe des „Ernst & Young Eurozone Forecast“ (EEF)  wächst die Wirtschaft in der Eurozone langsamer als in dieser Phase der Konjunkturbelebung zu erwarten wäre: Nach einem BIP-Wachstum in der Höhe von 1,7 Prozent 2010 werden dieses Jahr  lediglich 1,5 Prozent und für 2012 wieder 1,7 Prozent prognostiziert.

 

„In Österreich ist dank der guten Exportwirtschaft – insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Stärke des wichtigsten Exportpartners Deutschland – sowie einer guten Entwicklung der heimischen Industrie mit einem deutlich besseren BIP-Wachstum zu rechnen“, so Mag. Helmut Maukner, Country Managing Partner von Ernst & Young Österreich. So rechnet der EEF für Österreich mit einem Wirtschaftsplus von 2,2 Prozent – auch in den kommenden Jahren soll sich die Konjunktur konstant um plus 2 Prozent entwickeln.

 

Insgesamt ist davon auszugehen, dass das BIP-Wachstum in diesem Jahr genau wie im Vorjahr hauptsächlich von Exporten getragen wird. Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung gilt als stabil. Triebfedern sind sowohl die Schwellenmärkte als auch die USA. Doch die rasant steigende Inflation gibt Anlass zur Sorge – im Dezember 2010 überschritt sie zum ersten Mal seit Ende 2008 wieder die 2-Prozent-Marke, und im Februar dieses Jahres ist sie weiter auf 2,4 Prozent gestiegen.

 

„Spätestens seit Veröffentlichung der Februar-Daten der Statistik Austria zur Inflation ist klar, dass dies auch in Österreich Thema ist. Mit 3 Prozent Inflation im Februar liegt Österreich auch klar über dem Eurozonen-Schnitt. Gleichzeitig hat sich die Staatsverschuldung 2010 wie in vielen anderen europäischen Ländern weiter erhöht. Bei Überlegungen zu daraus resultierenden Sparanstrengungen dürfen weder in Österreich noch in Europa mögliche negative Einflüsse auf das weitere Wirtschaftswachstum unterschätzt werden“, so Helmut Maukner.

 

Auch an der hohen Arbeitslosigkeit in der Eurozone wird sich wohl auf kurze Sicht nichts ändern. Selbst für 2015 geht der EEF noch von Arbeitslosenzahlen in Höhe von 14 Millionen aus, die deutlich über den Zahlen von 2007 liegen. Österreich geht hier allerdings mit gutem Beispiel voran und liefert mit einer Arbeitslosenquote in der Höhe von 4,2 Prozent wiederholt das beste Ergebnis der Eurozone.

 

Marie Diron, Senior Economic Advisor für den EEF, zu den Gesamtergebnissen: „Der schwache Aufwind, den wir trotz allem in den nächsten zwölf Monaten in der Eurozone erwarten, könnte durch globale wirtschaftliche Ereignisse oder eine weitere Verschärfung der Schuldenkrise in der Eurozone schnell abflauen.“

 

Der Ölpreis birgt immer noch wesentliches Risiko

Vor allem im Hinblick auf die anhaltenden Spannungen im Nahen und Mittleren Osten bestehen wesentliche Risiken für das BIP-Wachstum und die Inflation. Der EEF schätzt, dass die Inflationsrate in der Eurozone dieses Jahr auf etwa 3 Prozent steigen und auch 2012 noch mehr als 2,5 Prozent betragen würde, falls der Ölpreis weiter anzieht und sich bei 150 US-Dollar pro Barrel halten sollte. Das BIP-Wachstum würde 2011 auf 1,2 Prozent und 2012 auf 1,3 Prozent zurückgehen. Wenn der Ölpreis bis auf 200 US-Dollar pro Barrel klettert und auf diesem Niveau bleibt, würde die Inflation dieses Jahr bei etwa 4 Prozent liegen und 2012 über 3 Prozent bleiben, während das BIP-Wachstum die nächsten zwei Jahre nicht über 1 Prozent hinauskommen würde. Trotz der negativen Implikationen für das Wirtschaftswachstum – sowohl in der Eurozone als auch weltweit – würde die Inflationsrate außerhalb des Energiebereichs in solchen Szenarien vermutlich sinken.

 

Unsicherheiten im Nahen und Mittleren Osten und Lage in Portugal bedrohen Wachstum

Die negativen Auswirkungen der anhaltenden und sich verschärfenden Krise im Nahen und Mittleren Osten könnten größere Ausmaße annehmen, da sie eine Neubewertung der Risiken in allen Finanzmärkten mit einem Einbruch der Aktienkurse und einem Anstieg der Risikoaufschläge bei vielen Anleihen nach sich ziehen könnten. Dies könnte für die Eurozone drastische Folgen haben, falls sich dadurch die Krise bei den Staatsanleihen wieder verschärft. Der EEF hält dieses Szenario zwar für relativ unwahrscheinlich, doch die jüngsten Entwicklungen in Portugal sind besorgniserregend und könnten gravierende Auswirkungen haben.

 

Der Ernst & Young Eurozone Forecast

Der EEF wird quartalsweise von dem renommierten britischen Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics für das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young erstellt. Die Studie basiert auf dem Prognosemodell der EZB und liefert Hintergrundinformationen zu makroökonomischen Entwicklungen in der Eurozone insgesamt sowie in den 16 Einzelstaaten.

 

Weitere Informationen zum Report finden Sie unter www.ey.com/eef.

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Corporate Communications

Ernst & Young
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