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Ernst & Young Pressemitteilung 2011 - Ernst & Young Stadtwerke-Studie 2011: Deutliche Erholung bei Energieversorgungsunternehmen - Ernst & Young - Österreich

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Ernst & Young Stadtwerke-Studie 2011: Deutliche Erholung bei Energieversorgungsunternehmen

Wien, 1. Juli 2011
  • Deutschland, Schweiz und Österreich: 71 Prozent der Energieversorger zeigen sich zufrieden mit ihrer Entwicklung 2010
  • Natürliche Wasserkraftanlagen als neuer Investitionsschwerpunkt von österreichischen Energieversorgern
  • Viele Top-Themen in der Branche, keine spezielle Fokussierung.

Zurück auf die Erfolgsspur, hieß es für Energieversorgungsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Wirtschafts- und Finanzkrise haben die Unternehmen im Energiebereich gut überstanden. Zu diesem Ergebnis kommt die „Stadtwerkestudie 2011“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, im Zuge derer lokale und regionale Energieversorgungsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

 

71 Prozent der Vorstände und Geschäftsführer aller drei Länder bewerten das Geschäftsjahr 2010 mit „gut“ oder „sehr gut“ – das sind um 12 Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Insgesamt
haben sich die Energieversorgungsunternehmen in Österreich seit Einführung der Regulierung 2001 sehr positiv entwickelt und konnten Umsatz und Ergebnis von Jahr zu Jahr steigern“, erläutert Elfriede Baumann, Partnerin bei Ernst & Young Österreich und Expertin für die heimische Energiewirtschaft.

 

Jene Unternehmen, für die 2010 ein weniger erfolgreiches Geschäftsjahr war, nannten insbesondere den zunehmenden Wettbewerbsdruck sowie die gestiegenen Bezugskosten als Ursachen für die negative Entwicklung.

 

Österreich: Überwiegend gute Bewertung der eigenen Entwicklung
Nach dem Umsatz- und Ergebnisrückgang während der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Energiewirtschaft in Österreich im vergangenen Jahr wiederum deutlich erholt. Nur einer der 18 befragten Energieversorger bewertet die geschäftliche Entwicklung als befriedigend. Die anderen Unternehmen stufen sie hingegen als gut oder sehr gut ein. Die wesentlichen Geschäftsfelder, denen Wachstumspotenzial bestätigt wird, sind aus Sicht der Unternehmen erneuerbare Energien, Energiedienstleistungen und Energieeffizienz.

 

Daher soll künftig auch ein Fokus auf technische Dienstleistungen und Energieeffizienz gelegt werden. Zudem sollen die erneuerbaren Energien in den kommenden fünf Jahren einen Schwerpunkt der Investitionstätigkeiten darstellen: 13 der befragten Unternehmen gaben an, auf jeden Fall in diesen Bereich investieren zu wollen. Im Vordergrund stehen dabei in Österreich Wasserkraftanlagen, gefolgt von Photovoltaik-Anlagen. Windkraft spielt nur eine untergeordnete Rolle.

 

Beim Thema „Smart Metering“ (intelligente Zähler) beabsichtigen drei österreichische Energieversorger, neu einzusteigen, vier Unternehmen wollen ihre Aktivitäten verstärken. Insgesamt wird das Thema jedoch von der Mehrheit der befragten Energieversorger skeptisch gesehen: Zehn Unternehmen stufen ein Engagement im „Smart Metering“ als nicht erfolgversprechend, lediglich fünf Unternehmen als erfolgversprechend ein.

 

DL, AUT, CH: Vielzahl an Herausforderungen – kein Thema dominiert
Insgesamt zählen bei den Energie-Unternehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz folgende Aspekte zu den neuen Top-Themen: Die Auswirkungen der Regulierung und Anreizregulierung (19 Prozent), der Einkauf und die Beschaffung von Strom und Gas (16 Prozent), die Einführung/Verbesserung von Produkten und der Aufbau neuer Geschäftsfelder (16 Prozent) sowie erneuerbare Energien/ Umweltschutz/Klimawandel (16 Prozent).

 

In den kommenden zwei bis drei Jahren werden Absatz/Marketing/Kundenbetreuung und CRM, Stromerzeugung und -beschaffung, die Optimierung interner Prozesse sowie betriebliche Reorganisationen im Vordergrund stehen, um weiterhin effizient und effektiv am Markt agieren zu können. „Dem Aufbau neuer Geschäftsfelder bzw. dem Rückzug aus bestimmten Geschäftsfeldern kommt in diesem Jahr zwar eine etwas größere Bedeutung zu, insgesamt fokussieren sich die Energieversorger jedoch nach wie vor mehr auf Themen zur Verbesserung der Effizienz und der eigenen Prozesse als auf Wachstumsthemen“, stellt Baumann fest.

 

Baumanns Fazit zur Studie: „Die Energieversorger in Österreich wollen die Herausforderungen in Handel und Beschaffung insbesondere durch Kooperationen und den Ausbau der eigenen Handels- und Beschaffungsbereiche meistern. Dabei steht die Generierung eines eigenen Handelsergebnisses im Mittelpunkt der Aktivitäten. Ein Ergebnis, das sich von Deutschland, wo konservativere Beschaffungsstrategien dominieren, deutlich unterscheidet.“ 

Kontakte

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Mag. Kristin Posch
Corporate Communications

Ernst & Young
Wagramer Straße 19
A-1220 Wien
Telefon +43 (1) 211 70-1156
E-Mail: presse@at.ey.com

Hier finden Sie die Stadtwerkestudie 2011 (pdf, 2mb) als Download.

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