Please note…

You are now on the ey.com Österreich site. To return to the ey.com United States site or other country site, click on the Österreich (Deutsch) link on the upper right of this page, and select your preferred country site.

x
Skip to main navigation

Ernst & Young Pressemitteilung 2011 - Weihnachtsgeschenke: Weniger Budget, dafür mehr Bücher - Ernst & Young - Österreich

  • Share

Weihnachtsgeschenke: Weniger Budget, dafür mehr Bücher

Wien, 2. November 2011


Ernst & Young Verbraucherumfrage zu den geplanten Weihnachtseinkäufen 2011:

  • 277 Euro wollen Herr und Frau Österreicher für Weihnachtsgeschenke ausgeben – Rückgang um 7 Prozent gegenüber 2010
  • Österreicher planen höhere Ausgaben als deutsche Nachbarn (213 Euro)
  • Deutlicher Konsumrückgang bei den 36- bis 45-Jährigen und Gutverdienern
  • Bücher, Geldgeschenke und Kleidung weiterhin am populärsten
  • Umsatzeinbußen bei Fachgeschäften prognostiziert – Onlinehandel leicht im Aufwind

Deutlich weniger wollen Herr und Frau Österreicher dieses Jahr für Weihnachtsgeschäfte ausgeben. Im Durchschnitt liegt das Weihnachtsbudget pro Kopf nur noch bei 277 Euro – ein Rückgang um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (298 Euro). Damit fällt das durchschnittliche Geschenkbudget der Konsumenten ähnlich aus wie zu Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008.

 

Insbesondere bei den 36- bis 45-Jährigen werden drastische Konsumeinsparungen erwartet. Den Rückgang werden vor allem die Fachgeschäfte zu spüren bekommen, deren Anteil am Weihnachtsumsatz voraussichtlich um 5 Prozentpunkte sinken wird. Online-Händler können sich hingegen auf einen leichten Anstieg bei den Umsätzen einstellen. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young.

 

„Das diesjährige Weihnachtsgeschäft könnte für den heimischen Einzelhandel eine Enttäuschung werden“, so Markus Jandl, Partner bei Ernst & Young in Österreich und Leiter der Branchengruppe Retail und Consumer Products. „Das Weihnachtsbudget von Herrn und Frau Österreicher wird wieder kleiner: Jeder Fünfte will nur maximal 100 Euro ausgeben.“ Diesem Trend stehen die besonders Ausgabefreudigen gegenüber: 4 Prozent der Befragten wollen über 1000 Euro investieren, im Vorjahr waren es nur 2 Prozent.

 

 „Die angespannte wirtschaftspolitische Stimmung lässt auch die Konsumenten nicht unbeeindruckt. Die Menschen zeigen sich in diesem Jahr trotz einer bisher positiven wirtschaftlichen Entwicklung bei ihren Ausgaben deutlich vorsichtiger als noch 2010. Dies lässt sich insbesondere bei der Käuferschicht der 36- bis 45-Jährigen erkennen“, erklärt Jandl.

 

Österreicher planen höhere Ausgaben aus als deutsche Nachbarn

Wie bereits in den Vorjahren geben Herr und Frau Österreicher durchschnittlich mit 277 Euro bedeutend mehr Geld für Weihnachtsgeschenke aus als ihre deutschen Nachbarn mit 213 Euro. Die deutsche Bevölkerung gibt damit um ganze 9 Prozent weniger als im Vorjahr aus. 2010 wollte man noch 233 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben.

 

Deutlicher Konsumrückgang bei 36- bis 45-Jährigen und Gutverdienern

Anders als in den Vorjahren findet sich ein deutlicher Rückgang der geplanten Ausgaben für Weihnachtseinkäufe in fast allen Altersgruppen. Lediglich die 46- bis 55-Jährigen wollen statt 314 Euro nun 322 Euro ausgeben. Besonders drastisch fallen aktuell die Einsparungen bei der Altersgruppe der 36- bis 45-Jährigen aus, die in den vergangenen Jahren traditionell die höchsten Weihnachtsausgaben tätigten. Sie wollen heuer durchschnittlich 280 Euro ausgeben – im Vorjahr waren es noch 334 Euro. „Gerade diese Käuferschicht beschert dem Handel traditionell starke Weihnachtsumsätze. Ein Einbruch in diesem Segment könnte daher schmerzhafte Auswirkungen haben“, meint Jandl.

 

Zudem wollen insbesondere Gutverdiener den Gürtel enger schnallen (minus 19 Prozent). Geringverdiener hingegen beabsichtigen, ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke sogar zu steigern (plus 20 Prozent). Ein deutlicher Einbruch findet sich aber auch bei den Familien, die statt 327 nur noch 273 Euro investieren wollen.

 

Bücher ganz oben auf der Einkaufsliste

Wie im Vorjahr legen die österreichischen Verbraucher am häufigsten Bücher auf den Gabentisch, die nun wieder vor Gutscheinen und Geldgeschenken liegen. Ausgerechnet die an Krisenmeldungen gewöhnte Buchbranche darf sich freuen: Der Anteil der Befragten, die in Belletristik oder Sachbücher investieren wollen, ist von 59 auf 64 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt will jeder Österreicher 34 Euro für Buchgeschenke ausgeben – im Vorjahr waren es noch 29 Euro. 

 

Gutscheine und Geldgeschenke verlieren hingegen etwas an Attraktivität und werden nur noch von 50 Prozent der Befragten (Vorjahr: 62 Prozent) verschenkt – das durchschnittliche Budget für solche Geschenke fällt von 58 auf 49 Euro. Jandl dazu: „Dieses Ergebnis zeigt deutlich eine Wende entgegen dem bisherigen Trend. Nachdem Gutscheine und Geldgeschenke in den vergangenen Jahren kontinuierlich zulegen konnten, zeigt sich nun erstmals wieder eine verstärkte Tendenz hin zu persönlichen Geschenken.“ Weniger populär zeigen sich in diesem Jahr Sportartikel (minus 5 Prozent) und Gesundheitsprodukte (minus 4 Prozent).

 

Divergierendes Kaufverhalten von Herr und Frau Österreicher

Anders als in den vergangenen Jahren geben sich Frauen in ihren Kaufabsichten heuer etwas großzügiger als Männer: Sie wollen 285 Euro ausgeben, die Männer hingegen nur 265 Euro. Und während Frauen besonders viel Geld für Geldgeschenke, Bücher und Kleidung ausgeben wollen, zeigen sich Männer bei Unterhaltungselektronik, Computern und Computerzubehör überdurchschnittlich spendabel.

 

Einbußen für Fachgeschäfte – leichter Aufwind für den Onlinehandel

In die Vertriebswege kommt Bewegung: Der Onlinehandel hat sich als wichtige Vertriebsform nicht nur bei den jungen Verbrauchern etabliert und kann deshalb mit leichten Zuwachsraten von 1 Prozent rechnen. Fachgeschäfte sind zwar weiterhin die erste Anlaufstelle für Geschenke, doch sinkt deren Anteil an den Gesamtausgaben von 61 auf 56 Prozent. Wie im Vorjahr müssen für die österreichischen Verbraucher bei den Geschenken vor allem Qualität (78 Prozent) und Funktionalität (69 Prozent) stimmen. Originelle Ideen sind ebenfalls gerne gesehen. Auch der Umweltschutz ist Herrn und Frau Österreicher bei Weihnachtsgeschenken immer wichtiger.

 

Ernst & Young Verbraucherumfrage zum Weihnachtsgeschäft 2011
Ende Oktober 2011 hat Ernst & Young Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren diesjährigen Weihnachtseinkäufen befragt. In Österreich wurden insgesamt 500 Verbraucher zu geplanten Ausgaben und Geschenksvorlieben befragt. Die Ergebnisse wurden nach Geschlecht, Alter und regionalen Unterschieden aufbereitet. Die Ernst & Young Weihnachtsbefragung wurde erstmals im Oktober 2007 erhoben und wird seitdem jährlich durchgeführt. Die Befragung soll dem Handel als Indikator für das kommende Weihnachtsgeschäft dienen.
 

Kontakte

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Mag. Kristin Posch
Corporate Communications

Ernst & Young
Wagramer Straße 19
A-1220 Wien
Telefon +43 (1) 211 70-1156
E-Mail: presse@at.ey.com

Hier finden Sie die Befragungsergebnisse (pdf, 652kb) der Ernst & Young Verbraucherumfrage zu den Kaufabsichten und -gewohnheiten bei den Weihnachtsgeschenken 2011 in Österreich als Download.

Back to top