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20090706 Zaghafte Aufhellung auf dem weltweiten IPO-Markt im 2. Quartal 2009 Zahl der Boersengaenge steigt wieder - Ernst & Young - Schweiz

Zaghafte Aufhellung auf dem weltweiten IPO-Markt im 2. Quartal 2009: Zahl der Börsengänge steigt wieder

Analyse von Ernst & Young zu Börsengängen im zweiten Quartal 2009: Emissionsvolumen im Vergleich zum Vorquartal versiebenfacht / Deutlich stärkere Aktivitäten in Schwellenländer als in Industrienationen / In Europa keine durchgreifende Besserung in Sicht

ZÜRICH, 06. JULI 2009 - Im zweiten Quartal dieses Jahres haben weltweit 76 Unternehmen den Schritt an die Börse (Initial Public Offering, kurz IPO) gewagt und dabei 9,9 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten Quartal, als bei 52 Börsengängen ein Emissionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro erzielt wurde. Insgesamt sind damit im ersten Halbjahr dieses Jahres 128 Unternehmen an die Börse gegangen, das Emissionsvolumen lag bei 11,3 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr des Vorjahres waren im Vergleichszeitraum allerdings noch 518 Börsengänge mit einem Emissionsvolumen von 79 Milliarden Dollar gezählt worden. Das sind Ergebnisse des vierteljährlich durchgeführten weltweiten IPO-Barometers des Prüfungs- und Beratungs-unternehmens Ernst & Young.

Der deutliche Anstieg des Emissionsvolumens im zweiten Quartal ist vor allem auf einen grossen Börsengang zurückzuführen: Die Visanet SA, ein Anbieter von Abrechnungs-dienstleistungen für Kreditkartentransaktionen, ging im Juni an die brasilianische Börse und erlöste dabei 3.7 Milliarden US-Dollar - der grösste Börsengang, der je in Brasilien durchgeführt wurde. In China fand der mit 1,3 Milliarden US-Dollar zweitgrösste Börsengang des zweiten Quartals statt: Der Aluminiumkonzern China Zhongwang Ltd. Ging im Mai an die Hongkonger Börse; der drittgrösste IPO war der von Vodafone Qatar (0.95 Milliarden US-$).

Die Entwicklung in den meisten Industriestaaten ist nach wie vor sehr schwach: In Europa wurden im zweiten Quartal nur acht Börsengänge gezählt (Deutschland, Grossbritannien, Belgien, Polen, Griechenland, Armenien) - im Vorquartal hatte es europaweit sieben Börsengänge gegeben. Das Emissionsvolumen der europäischen Börsengänge stieg im Quartalsvergleich von 11 auf 198 Millionen US-Dollar. In den USA hingegen stieg die Zahl der IPOs deutlich: von einem im ersten Quartal auf acht im zweiten Quartal.

Wie schon im ersten Quartal wurden auch im zweiten Quartal die meisten IPOs in Südkorea (17) gezählt - es folgen China (13) und Kanada (9). Insgesamt erweisen sich die Schwellenländer weiterhin als wichtigste Säule des weltweiten IPO-Geschäfts: 53 der 76 IPOs fanden in Schwellenländern statt.

“Wir sehen zwar erste Anzeichen, dass die Talfahrt der Weltwirtschaft gestoppt ist - aber die Erholung wird gerade in den Industrieländern lang dauern - und damit auch die Erholung auf dem hiesigen IPO-Markt“, sagt Louis Siegrist, Leiter von Transaction Advisory Services von Ernst & Young Schweiz. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage, die fast alle Branche treffe, stünden IPO-interessierte Unternehmen vor der Herausforderung, eine glaubwürdige, positive „Story“ zu entwickeln und zu vermitteln.

Anders sei die Lage in den Schwellenländern - allen voran China - wo seit Jahresbeginn ein Aktienboom zu verzeichnen ist. „In diesem positiven Umfeld ist ein Börsengang derzeit sehr viel leichter durchzuführen und es ist für Unternehmen einfacher, potenzielle Investoren für die eigene Equity Story zu begeistern“, stellt Louis Siegrist fest.

„Nach wie vor gilt, dass in den Industrieländern nur sehr mutige Unternehmen derzeit den Gang an die Börse wagen - die meisten warten auf bessere Zeiten“, beobachtet Louis Siegrist. Allerdings sehe er ein in jüngster Zeit deutlich gestiegenes Interesse auf Seiten der Unternehmen. „Es gibt zahlreiche Unternehmen, die konkrete Pläne für Börsengänge haben und nur auf eine Belebung der Wirtschaft und ein günstigeres Umfeld warten.“

Die wichtigsten Branchen im zweiten Quartal waren: Industrie (16 IPOs), Rohstoffe (14), High Tech (10) und Finanzen (10). Gemessen an der Zahl der Erstnotierungen liegt die Südkoreanische Börse (Kosdaq, 24 IPOs) an erster Stelle, gefolgt von der Hong Kong Stock Exchange (HKEx, 14 IPOs) und der New York Stock Exchange (NYSE, 7 IPOs).

PDF Icon Download Analyse (PDF, 733.6 kb) 
PDF Icon Download Medienmitteilung "Zaghafte Aufhellung auf dem weltweiten IPO-Markt im 2. Quartal 2009: Zahl der Börsengänge steigt wieder" (PDF, 47.2 kB) 

Kurzporträt von Ernst & Young
Ernst & Young ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern, Transaktionen und Beratung. Unsere 135'000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt verbinden unsere gemeinsamen Werte sowie ein konsequentes Bekenntnis zur Qualität. In der Schweiz ist Ernst & Young ein führendes Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Steuern und Recht sowie Transaktionen und Rechnungslegung an. Unsere 1'900 Mitarbeitenden in der Schweiz haben im Geschäftsjahr 2007/08 einen Umsatz von CHF 563 Mio. erwirtschaftet. Wir differenzieren uns, indem wir unseren Mitarbeitenden, Kunden und Anspruchsgruppen helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website
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