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Entrepreneur des Jahres - Sieger und Finalisten - Die Sieger 2011 - Goodgame Studios - Ernst & Young - Deutschland

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Dr. Kai Wawrzinek und Dr. Christian Wawrzinek, Goodgame Studios, Hamburg

Entrepreneur des Jahres 2011 in der Kategorie Start-up

Dr. Kai Wawrzinek und Dr. Christian Wawrzinek – Spielend die Welt verbinden
Spiele in 22 Sprachen mit 34 Millionen Registrierungen – innerhalb von gut zwei Jahren machen die Brüder Wawrzinek die Goodgame Studios zum Shooting-Star unter den Entwicklern von Social Games

Die Unternehmer
Sie sind genau dort, wo ein Unternehmen für Social Online Games sein muss – in Hamburg, der deutschen Hochburg für Spieleentwickler. Sie sind jung, Quereinsteiger wie viele ihrer Kollegen und brüten gemeinsam mit ihren über 100 Mitarbeitern in einem Büroloft im noblen Altonaer Westend Village an der Entwicklung neuer Spiele – Swimmingpool, Dachterrasse und Fitness-Studio inklusive. Das klingt ganz nach Online-Boom – ins gängige Bild der Grafiker, Entwickler und Programmierer passen die beiden Brüder allerdings nicht. Schon deshalb, weil sie sich einem ethischen Grundsatz verschrieben haben: Mit ihren Goodgame Studios fokussieren sie sich ausschließlich auf die Entwicklung von familienfreundlichen Onlinespielen – so genannten Casual Games. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Menschen auf der ganzen Welt mit fröhlichen Spielen miteinander zu verbinden, so Christian Wawrzinek. „Ganz im Sinne des olympischen Grundgedankens: spielend die Welt verbinden – weltweit Freunde finden.“

Gut möglich, dass dies an der außergewöhnlichen Biographie der beiden Brüder liegt: Kai Wawrzinek – Jahrgang 1976 und verantwortlich für die kaufmännische Geschäftsführung sowie die strategische Ausrichtung der Goodgame Studios – ist promovierter Jurist, Preisträger der Ersten Deutschen Mathematikolympiade und Mitglied im internationalen Hochbegabten-Verein Mensa.
Sein Bruder Christian, Jahrgang 1980 und verantwortlich für die operative Ausrichtung des Unternehmens, kann auf eine ähnlich rasante Laufbahn verweisen: Er studierte Zahnmedizin, legte seine Doktorarbeit im Fachbereich Kieferorthopädie mit magna cum laude ab und ist Preisträger der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie.

Entwicklung
Es sah lange so aus, als würden sich die beiden Brüder in ihrem späteren Leben allenfalls einmal zwischen Praxis und Kanzlei zu einem Mittagessen treffen – 2003 haben sie sich jedoch anders entschieden: Noch während des Studiums gründen Kai und Christian Wawrzinek ihren ersten Betrieb – die LWW Media GbR – und legen mit der Entwicklung von Webseiten und Online-Handel den Grundstein für einen beispiellosen Aufstieg. 2007 rufen sie die Altigi GmbH ins Leben, machen sie innerhalb von zwei Jahren zum drittgrößten Anbieter von kostenlosen Online-Spielen in Deutschland und erweitern 2009 die strategische Ausrichtung des Unternehmens: die Marke Goodgame Studios wird geboren, die Entwicklung von eigenen Spielen zur neuen Mission. 

Das Erstlingswerk der Hamburger übertrifft alle Erwartungen: Innerhalb weniger Monate sprengt „Goodgame Poker“ die magische Grenze von 1 Mio. registrierter Spieler und wird im Februar 2010 zum „Browsergame des Jahres“ gekürt. Das Spiel bietet die Möglichkeit, mit Freunden aus der ganzen Welt zu pokern, zu chatten und zu interagieren. Damit gelingt den Gründern der Einstieg in den umkämpften Markt der Browserspiele auf Anhieb. Seitdem ist das junge Unternehmen stetig gewachsen: Im April 2010 übernehmen die Goodgame Studios den Spieleproduzent spotsonfire, erweitern das Portfolio auf acht familienfreundliche Flash-Spiele und erwirtschaften im Gesamtjahr einen Umsatz von über 2 Mio. Euro.
Heute zählen weltweit mehr als 34 Millionen Menschen aus über 40 Ländern zu den registrierten Nutzern. Eine Entwicklung ganz im Sinne des Gründers: „Unser Ziel ist es, die Goodgame Studios zum größten Anbieter von Onlinespielen in Europa zu machen“, so Christian Wawrzinek. „In Zukunft setzen wir dazu auf Internationalisierung, um neue Kundengruppen zu erschließen. Besonders in Asien und Amerika.“

Innovation
Das Wort Social Game nehmen die Goodgame Studios wörtlich: Im Gegensatz zu anderen Anbietern produzieren sie synchrone Multiplayer-Spiele, in denen Spieler aus verschiedenen Teilen der Welt in Echtzeit interagieren können. So können sich Freunde auf dem virtuellen Marktplatz vieler Goodgame Studios Spiele treffen, miteinander chatten oder sich zu kooperativen Missionen – wie etwa zur gemeinsamen Ernte in dem Spiel „Goodgame Farmer“ – einladen. Und das selbst bei schlechter Internetverbindung. Denn dank der DIPE-Technologie, die erstmalig in dem Jump-and-Run Spiel „Goodgame Jump Jupiter“ zum Einsatz kam, kann die Bewegung der Spielfiguren über komplexe Algorithmen vorausberechnet werden – Verzögerungen ausgeschlossen. Eine Innovation, die unter anderem mit dem „Goldenen Spatz 2010“ der deutschen Kindermedienstiftung ausgezeichnet wurde.

Spiele zu entwickeln ist eine Sache, sie zu verkaufen eine andere. Auch hier gehen Kai und Christian Wawrzinek einen eigenen Weg und setzen auf ein innovatives Vertriebskonzept: Im Gegensatz zur Konkurrenz vermarkten sie ihre Spiele nicht ausschließlich über soziale Netzwerke wie Facebook, sondern durch Kooperationen im gesamten Internet. So konnte das Unternehmen bis dato über 3000 Medienpartner gewinnen. Zum Vorteil aller:
Die Goodgame Studios erreichen viele Spieler, sind unabhängig, und die Partner, die die Spiele in nur wenigen Minuten auf ihren Webseiten platzieren können, erhalten einen Anteil der Umsätze. Geld verdient das Unternehmen mit den sowohl kostenlosen als auch werbefreien Spielen vor allem über den Verkauf virtueller Güter – wie etwa Goldbarren oder Heiltränken, die per SMS, Paypal oder Kreditkarte erworben werden können und dem Gamer Vorteile verschaffen.

Verantwortung
Kai und Christian Wawrzinek legen Wert auf flache Hierarchien und offene Kommunikation in ihrem Unternehmen. „Der Erfolg von Goodgame Studios liegt vor allem in unserem großartigen Team begründet, das mit Intelligenz, Teamfähigkeit und Feuer im Herzen unsere Firma voranbringt“, so Christian Wawrzinek. Dafür bieten die Brüder ihren Mitarbeitern auch einiges: Ein Wellnessangebot, das einen Inhouse-Swimmingpool und einen Fitnessraum umfasst, einen Zuschuss zum öffentlichen Nahverkehr, einen bevorzugten Platz in der Kindertagesstätte auf dem Firmengelände sowie frisches Obst, Getränke, Müsli und nach 18 Uhr auch Bier – alles kostenlos.

Auch wenn sie noch jung sind – Kai und Christian Wawrzinek können bereits auf zehn Jahre Erfahrung als Entrepreneure zurückblicken. Und die möchten die beiden Gründer gerne weitergeben, nicht zuletzt um dem Fachkräftemangel in der Online-Branche zu begegnen. Hierzu unterstützen sie zahlreiche Initiativen: unter anderem die Junge Akademie der Handelskammer Hamburg – ein Programm zur Förderung des Wirtschaftsnachwuchses – sowie den „Girls Day 2011“, bei dem sie 16 Schülerinnen Einblick in den Arbeitsalltag der Online-Welt gewähren. „Dieses Projekt zu unterstützen ist für uns selbstverständlich“, so Christian Wawrzinek.
„Es eröffnet jungen Mädchen neue Perspektiven. Und wer weiß, vielleicht arbeitet eine der Teilnehmerinnen in wenigen Jahren schon bei uns.“ 

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