Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Dienstleistung

Alfred Keschtges und Kai F. Wißler – Ganzheitliche Innovation

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Konzeption, Konstruktion, Fertigung: die beiden Unternehmer an der Spitze der invenio Group bieten alles aus einer Hand: Full-Service-Engineering

Frankfurt, 19. September 2013

Die Unternehmer

„Wie ein Architekt ein Haus plant, so entwickeln wir Teile, Module oder Systeme. Die Form geben die Designer vor und wir entwickeln das Element dann so, dass es produziert werden kann“, so Alfred Keschtges über die Abläufe bei invenio. Der Gründer muss es wissen, er hat gelernt, wie aus einer Idee ein Produkt wird. Denn ehe er seine Firma auf die Beine stellen konnte, hatte der heute 65-Jährige einen langen Weg zu gehen: er machte eine Lehre zum Kfz-Mechaniker, studierte Maschinenbau über den zweiten Bildungsweg und arbeitete als Konstrukteur in der Auto-Industrie. 1986 war es dann so weit und Keschtges rief die invenio GmbH in Rüsselsheim ins Leben. Und zwar ganz nach seiner Überzeugung, eine Firma hochzuziehen, die von exzellenter Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterführung lebt. Die Zahlen – invenio ist derzeit weltweit für rund 1.000 Kunden in allen Entwicklungsschritten von der Konzeption bis hin zur Serienfertigung tätig – sagen, dass das die richtige Strategie war. Der gebürtige Eifler bleibt jedoch bescheiden: „Natürlich freue ich mich über diesen Erfolg. In erster Linie gehört er jedoch den Mitarbeitern. Sie haben den größten Anteil daran.“ 

Heute kümmert sich Keschtges als Aufsichtsratsvorsitzender der 2011 gegründeten invenio AG vorranging um das Auslandsgeschäft. Das jedoch nur, weil er weiß, dass er mit Kai F. Wißler einen Vorstandsvorsitzenden gefunden hat, der ebenbürtig für das nationale Geschäft der Unternehmensgruppe sorgt. Wißler ist 1969 in Freiburg geboren, absolvierte ein Maschinenbau-Studium und kam 1997 nach wissenschaftlicher Karriere an der Universität Stuttgart zu invenio. Hier erwartete ihn ein fabelhafter Aufstieg: „Sein unternehmerisches Spitzengefühl, seine Ausdauer und sein Weitblick“, so Keschtges, machten ihn nach nur zwei Jahren zum Geschäftsführer, schließlich zum Vorstandsvorsitzenden. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Förderer bildet er heute die Doppelspitze des Unternehmens. Und sie liegen mit ihren Prinzipien auf einer Linie: Kundenfokus, Mitarbeiterführung und soziales Engagement. 

Entwicklung

Mit „Diversifikation“ lässt sich in einem Wort ausdrücken, was bei invenio seit mehr als 25 Jahren beherzigt wird. „In der Anfangszeit konzentrierten wir uns auf die Automobilbranche und die klassische Konstruktion, aber um uns nicht abhängig zu machen und Risiken zu reduzieren, haben wir uns breiter aufgestellt“, erklärt Keschtges. Der Gründer setzte also auf Expansion, sowohl geographisch als auch leistungsbezogen. Eine Strategie, die aufgeht: heute beschäftigt invenio über 1.000 Mitarbeiter in 12 nationalen Niederlassungen sowie an internationalen Standorten in Australien, Polen, der Slowakei, Spanien, Tschechien und in den USA. Nicht weniger breitgefächert als das Netz der Geschäftsstellen ist das Portfolio der Rüsselsheimer. So ist invenio neben der Automobilbranche in unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen wie dem Maschinenbau, der Haushaltsgeräte- und Elektroindustrie oder der Medizintechnik beheimatet und bietet Leistungen in allen Entwicklungsschritten von der Konzeption bis zur Serienfertigung.

Wenn es nach Keschtges und Wißler geht, darf das so bleiben. „Wir möchten in den kommenden Jahren unsere Marktposition als Premiumanbieter ausbauen und Wunschpartner gleichermaßen von Kunden wie auch Mitarbeitern bleiben“, erklärt Wißler mit einem Blick in die Zukunft. Das geplante Wachstum ist ambitioniert, aber in Rüsselsheim steht für den Höhenflug alles in den Startlöchern: das Unternehmen will durch Investitionen in den Bereichen Entwicklung, Industrialisierung, Software und Beratung die Positionierung stärken und zudem von Synergien profitieren. Das jedoch nicht auf Kosten der invenio-Familie. Der Zusammenhalt der Mitarbeiter soll Hand in Hand mit der Expansion durch umfassende Kommunikationsarbeit und lokationsübergreifende Veranstaltungen wie Sporttuniere und gemeinsame Sommer- und Weihnachtsfeiern gesichert werden.

Innovation

Wenn ein Unternehmer auf Expansion setzt, muss er etwas haben, was andere nicht haben – geographisch oder auch inhaltlich. Also benötigt er Wissen über künftige Marktentwicklungen und zugleich den Mut, um mit neuen Produkten oder Leistungen marktfähige Wege zu erschließen. Bei invenio heißt das: ganzheitliche Innovation. Und diese Verknüpfung aus Wissen und Mut bestimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens seit über 25 Jahren. Schritt für Schritt erweiterte das Führungsduo in diesem Takt das Full-Service-Engineering Portfolio invenios, entweder durch neuartige Produkte oder Gründungen und Zukäufe. So führten die Rüsselsheimer zum Beispiel 1993 als erster Anwender in Europa das Rapid Prototyping Verfahren ein, das Entwicklungszeiten sowie –kosten für Modelle, Prototypen und Musterteile reduziert und der Firma über Jahre einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sicherte. Oder 2011. Da entwickelte, patentierte und fertigte invenio ohne Kundenbudget ein Kugelgelenk für Zugstangen im Kfz-Bereich, das heute an Haltbarkeit alle Produkte der Konkurrenz in den Schatten stellt.       

Solche innovativen Höchstleistungen sind nur durch engagierte Mitarbeiter möglich, darin ist sich das Duo an der Spitze des im vergangenen Jahr zum „Top Arbeitgeber Ingenieure 2012“ ausgezeichneten Unternehmens einig. Und das zeigt sich an überdurchschnittlicher Förderung von Fachkräften und langjährigen Leistungsträgern ebenso wie durch einen hohen Gestaltungsspielraum innerhalb der Firma. Zum Beispiel an der so genannten iSEKs-Kultur, wozu nicht nur flache Strukturen und gute Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein Newsletter, sondern auch der so genannte iSEKs-Spiegel gehören. Mit diesem Befragungswerkzeug können sich Führungskräfte wie auch Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Arbeitsweisen und Einstellungen selbst hinterfragen. „Der iSEKs-Spiegel soll ein positives und konstruktives Arbeitsklima schaffen, das sowohl das menschliche Miteinander als auch den Kundenservice fördert,“ so Wißler. Dazu gehöre auch die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsumgebung und –zeitmodelle.    

Verantwortung

Das weitreichende soziale und gesellschaftliche Engagement, das Keschtges und Wißler bei invenio vorleben, fand in 2012 Ausdruck durch den Beitritt der Firma zum Global Impact der Vereinten Nationen – einem Pakt zwischen Unternehmen und der UN, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. In diesem Sinne unterstützt das Unternehmen nicht nur die Berufsorientierung von jungen Menschen durch kostenfreie CAD-Kurse und fördert soziale Einrichtungen wie die Bärenherz-Stiftung für schwerstkranke Kinder, sondern setzt sich seither auch „offiziell“ für die Verbesserung von Arbeits- und Menschenrechten sowie den Umweltschutz und die Förderung von Nachwuchskräften ein. „Den Mitarbeiter als Mensch mit all seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten zu integrieren und Talente zu fördern, sind Kernanliegen unseres Engagements“, so Wißler. 

Privat stehen die beiden Vorstandsvorsitzenden dem in nichts nach – jeder auf seine Art. Alfred Keschtges gründete 2011 die „Alfred Keschtges Stiftung“ und fördert insbesondere die Ausbildung sozial benachteiligter Kinder, mit dem Ziel ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Und Kai F. Wißler liegt das verantwortungsvolle Unternehmertum in Deutschland am Herzen. So engagiert er sich im Stifterverband für die deutsche Wirtschaft – der Verband propagiert die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft – und gehört seit 2012 dem Senat der Wirtschaft an, der sich für die Schärfung des Bewusstseins einer ökosozial verantwortungsvollen Unternehmensführung einsetzt. Eben für diese Werte, die bei invenio längst praktiziert werden.    

Der Wettbewerb

Die Auszeichnung „Entrepreneur des Jahres“ honoriert unternehmerische Spitzenleistungen durch eine unabhängige Jury in verschiedenen Kategorien – weltweit in 60 Ländern, in Deutschland 2013 zum 17. Mal. Der von EY organisierte Wettbewerb wird von namhaften Unternehmen und Medien unterstützt: Dazu gehören DZ BANK, Jaguar, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Manager Magazin. Neben der Auszeichnung erfolgreicher Unternehmerpersönlichkeiten fördert EY mit dem Programm „Entrepreneur of the Year Junior Academy“ unternehmerischen Nachwuchs.

EY im Überblick

EY* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist EY deutscher Marktführer. EY beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 1,22 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 167.000 Mitarbeitern der internationalen EY-Organisation betreut EY Mandanten überall auf der Welt.

EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte folgender Internetseite: http://www.de.ey.com

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