Life Sciences

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Health 3.0: Kooperative und patientenorientierte Veränderungen in der Gesundheitsversorgung

Am 3./4. Dezember 2013 fand die von EY geförderte Health 3.0 Konferenz in Düsseldorf statt. Führende Köpfe und Entscheider aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, der pharmazeutischen und medizintechnischen Industrie sowie der Politik sind vergangene Woche auf der Health 3.0 Konferenz zusammen gekommen, um offen über aktuelle Herausforderungen und Lösungen im deutschen Gesundheitswesen zu diskutieren. Schwerpunkte waren dabei die kritischen Themen Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit in der Gesundheitsversorgung in Deutschland und in der Modell-Region NRW.

Das deutsche wie auch das internationale Gesundheitswesen befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation. Demografische und epidemiologische Veränderungen lassen die Krankheitslast extrem ansteigen, während neue Technologien wie Telemedizin und Social Media das traditionelle Arzt-Patienten-Verhältnis zunehmend verändern.

Neue, bislang marktfremde Anbieter, wie Technologiefirmen, Datenanbieter, Telekommunikationsunternehmen, drängen in den Markt und eröffnen neue Möglichkeiten. Laut Gerd W. Stürz, Managing Partner Life Sciences, Healthcare & Chemicals bei EY, hat dies bereits zu einer positiven Erweiterung des traditionellen Systems geführt, indem Gesundheitsleistungen nicht mehr nur in der Arztpraxis oder im Krankenhaus, sondern auch im Alltag der Patienten – zuhause, unterwegs, im Auto – möglich sind.

Auch die Rolle des Patienten wandelt sich zunehmend, hin zum mündigen Patienten. Zahlreiche Internet- und Smartphone-Anwendungen unterstützen den Patienten bereits dabei, versetzen ihn durch umfassende Informationen und Erfahrungsaustausch in die Lage Diagnose und Therapie zu verstehen, konstruktiv mitzuwirken und eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Gerd W. Stürz: „Im Idealfall werden Patienten durch Informationen und Anreize zu einem proaktiven Teil der Wertschöpfungskette.“

Diese Entwicklungen bieten die Möglichkeit, radikale Veränderungen in der medizinischen Versorgung umzusetzen. Diese sogenannten „Disruptive Innovations“ in Märkten geschehen in der Regel, wenn Werte und Technologien sich neu zusammenfügen, um die Wertschöpfung effizienter zu gestalten. Um eine solche radikale Veränderung im Gesundheitswesen zu erreichen, so Frank Kumli, Director Advisory Services bei EY, muss Gesundheitsversorgung als ganzheitliche Versorgungskette betrachtet werden - von der Prävention über die Früherkennung bis zur Therapie und weiterführenden Behandlung.

Die Komplexität dieser Aufgabe erfordert eine sektorübergreifende Zusammenarbeit, bei der jeder Bereich seine Expertise entlang der Versorgungskette mit einbringt. Dabei muss der Fokus der Veränderung konsequent auf den Patienten und seine Bedürfnisse ausgerichtet sein.

Deutschland - und NRW als Modell-Region - treibt diese Veränderung bereits durch eine Vielzahl von Projekten und Pilotmodellen voran. Nun muss nun die flächendeckende Umsetzung dieser Projekte folgen, kooperativ und sektorübergreifend.

 

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