Power & Utilities

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EY-Studie: Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler

Empfehlung eines Energiewende-konformen Rollouts intelligenter Messsysteme und intelligenter Zähler in Deutschland

Am 30. Juli 2013 stellten Dr. Helmut Edelmann, Director Utilities, und Thomas Kästner, Executive Director und Sector Leader Power & Utilities Transaction Advisory Services (TAS) die umfangreiche EY-Studie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vor.

Hintergrund ist die EU-Richtlinie zur Einführung von intelligenten Messsystemen und Zählern. Bis 2022 sollen grundsätzlich 80 Prozent der Haushalte damit ausgestattet sein. Alternativ können die Mitgliedsländer untersuchen, welche Art des intelligenten Messens und welcher zeitliche Rahmen für sie wirtschaftlich vertretbar sind. Es steht ihnen frei, einen eigenen Weg zu verfolgen, um den Verbraucher aktiv am Stromversorgungsmarkt zu beteiligen.

BMWi sowie rund 120 geladene Unternehmensvertreter wurden detailliert die Ergebnisse der Studie informiert. Danach ist das EU-Szenario für Deutschland nicht geeignet. Die Kosten übertreffen die zu erwartenden Einsparungen bei weitem und sind für den Endkunden nicht zumutbar. Besonders Kleinverbraucher werden überproportional belastet.

Das Gutachten betont, dass die Situation in Deutschland mit dem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien eine maßgeschneiderte Lösung erfordert. Der Rollout intelligenter Messeinrichtungen muss Energiewende-konform gestaltet werden. Intelligente Messsysteme sind geeignet, das Stromnetz zu stabilisieren, indem Einspeisungen aus regenerativen Energien, wie z.B. Photovoltaikanlagen, gesteuert werden. Hierfür sind gesetzliche Änderungen erforderlich, die im Gutachten skizziert werden.

Ein verpflichtender Einbau von intelligenten Messsystemen für alle Endverbraucher ist dagegen zu teuer und unverhältnismäßig, da die Kosten deutlich die durchschnittlich zu erzielenden Einsparmöglichkeiten übersteigen. Für viele private Haushalte reicht es zunächst vollkommen aus, die schon jetzt auf dem Markt vorhandenen elektronischen Zähler zu verwenden, die Energieverbrauch und Nutzungszeit anzeigen. Ein Upgrade auf Messsysteme mit Hilfe eines Smart Meter Gateways zur Kommunikation im Netz ist jederzeit möglich. Voraussetzung ist, dass die Zähler dem Schutzprofil und den technischen Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entsprechen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wie auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßten die Ergebnisse.

Download:

EY-Studie: Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler (2,4 MB)

EY-Studie: Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einsatz intelligenter Zähler - Englisch (820 KB)

 

Ansprechpartner:

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Helmut Edelmann
Graf-Adolf-Platz 15
40213 Düsseldorf
Telefon +49 211 9352 11476
E-Mail Helmut Edelmann

 

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Thomas Kästner
Arnulfstraße 59
80636 München
Telefon +49 89 14331 17544
E-Mail Thomas Kästner

 

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