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The Master CFO Series - A tale of two markets - 10 lessons for CFOs - EY - Deutschland

The Master CFO Series: Klug geteilt10 Ratschläge für CFOs

Die Begeisterung für schnell wachsende Märkte und die Ansicht, dass diese die wichtigste Quelle für langfristiges, nachhaltige Wachstum sind, kann Unternehmen dazu verleiten, zu einseitig auf Emerging Markets zu setzen.

Jedes Unternehmen muss einen goldenen Mittelweg finden zwischen entwickelten und stark wachsenden Märkten. Diese Balance richtet sich nach der Branche, der Unternehmensstrategie und den Wachstumsaussichten. Darüber hinaus muss die Unternehmensstrategie so kommuniziert werden, dass die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse verschiedener Investoren befriedigt werden.

Und obwohl die Informationen natürlich an verschiedene Investitionsarten und Wege der Investorenkommunikation angepasst werden müssen, gibt es eine ganze Reihe von wertvollen Ratschlägen, die in fast jedem Unternehmen angewendet werden können.

1. Stimmen Sie die Ressourcenverteilung auf die Wachstumserwartungen Ihres Unternehmens ab.
CFOs sollten bei der Entscheidung über die Verteilung der Ressourcen die größte Finanzdisziplin walten lassen und sicherstellen, dass das Investitionsbudget den Wachstumserwartungen des Unternehmens in den jeweiligen Märkten entspricht. Wenn CFOs diese Parameter beständig überwachen, erhalten sie einen objektiven Maßstab für die Umverteilung der Investitionsanteile.

2. Vernachlässigen Sie die entwickelten Märkte nicht.
Die Begeisterung für schnell wachsende Märkte und die Ansicht, dass sie die wichtigste Quelle für langfristiges, nachhaltige Wachstum sind, kann Unternehmen dazu verleiten, zu einseitig auf Emerging Markets zu setzen. Entwickelte Märkte werden in absehbarer Zukunft eine Hauptquelle für Erträge und Chashflows bleiben. Sie müssen also ausreichende Ressourcen erhalten, um weiter zu wachsen.

3. Priorisieren Sie die Märkte und halten Sie sich Möglichkeiten offen, Ressourcen umzuverteilen.
Kein Unternehmen kann jede Investitionschance wahrnehmen. Deshalb müssen CFOs eine entscheidende Rolle bei der Priorisierung der Märkte für die Unternehmen spielen. Hierbei muss die Investitionsbereitschaft und -fähigkeit ebenso berücksichtigt werden wie die Eignung von Emerging Markets in Bezug auf die Unternehmensstrategie.

CFOs sollten aber auch darauf achten, dass dieses Vorgehen Alternativen zulässt. Das Unternehmen sollte in der Lage sein, den Investoren aufzuzeigen, dass es flexibel auf Chancen und Risiken reagieren und Investitionen entsprechend erhöhen oder reduzieren kann.

4. Berücksichtigen Sie, dass sich das Risikoprofil eines Investments verändern kann.
Viele Unternehmen verwenden höhere Abzinsungssätze für Investitionen in schnell wachsenden Märkten, um den größeren Risiken Rechnung zu tragen. Dieser Ansatz birgt unter anderem das Problem, auf der Annahme zu beruhen, dass die Höhe der Risiken über den gesamten Zeitraum der Investition gleich bleibt. Dies kann Wettbewerbsnachteile für das Unternehmen mit sich bringen.

Alternativ kann ein Konzernkapitalkostensatz festgelegt werden, der auf dem angestrebten Anlageportfolio in entwickelten und schnell wachsenden Märkten sowie dem Verschuldungsgrad durch weltweite Finanzierungsquellen basiert. So kann das Unternehmen die Cashflows an die Risiken anpassen, anstatt den internen Zinssatz zu ändern.

5. Investitionen zu verringern kann genauso schwierig sein wie sie zu erhöhen.
Eine verstärkte Zuteilung von Ressourcen in schnell wachsenden Märkten bedeutet oft gleichzeitig geminderte Investitionen in entwickelten Märkten. Die Festlegung der Vermögenswerte, bei denen die Ressourcen verringert werden, erfordert genauso viel Sorgfalt wie die Entscheidung, bei welchen die Ressourcen erhöht werden sollen.

Die Senkung der Zuteilung von Ressourcen an langsam wachsende Märkte bringt zudem Herausforderungen für das Management mit sich. CFOs müssen ihre Entscheidungen vor internen Stakeholdern begründen und sicherstellen, dass die Manager die übergeordneten Gründe für eine Umverteilung der Ressourcen verstehen.

6. Verändern Sie die Anreize in schnell wachsenden Märkten.
In Schwellenlänger fokussieren Unternehmen vor allem auf Wachstum und Marktanteile. Aber wenn sich diese Investitionsprojekte weiterentwickeln, sollte sich dieser hin zu Kennzahlen verschieben, die die Effizienz als Anreiz abbilden.

Ein guter Orientierungsmaßstab ist, darauf zu achten, dass die Investitionen bei gleichen Umsatzzahlen jedes Jahr weniger Kosten verursachen.

7. Räumen Sie Investor Relations eine höhere Priorität ein.
Investoren wollen Klarheit über das Risikoprofil, so dass dies bei der Entscheidung berücksichtigt werden kann. Hier wird besonders deutlich, wie wichtig es ist, regelmäßiger mit den Investoren zu kommunizieren. Diese werden über eine kontinuierliche Kommunikation in die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie mit einbezogen und können Entscheidungen besser verstehen.

8. CFOs sollten sich der unterschiedlichen Anforderungen der Investoren bewusst sein und eine Lösung finden können, die alle zufrieden stellt.
Investoren unterscheiden sich stark hinsichtlich ihrer Risikobereitschaft, Zeithorizonte und Ziele. Einige möchten von den Unternehmen über einen Aktienrückkauf ihre Mittel zurück, andere sind auf der Suche nach längerfristigen Investitionen in schnell wachsenden Märkten.

CFOs können es nicht jedem Investor recht machen. Dennoch müssen sie die unterschiedlichen Anforderungen veschiedener Investorengruppen kennen. Auf dieser Grundlage können sie dann ein Portfolio zusammenstellen, das verschiedene Typen von Investoren so gut wie möglich zufriedenstellt.

9. Einheitliche Maßstäbe bei der Ressourcenverteilung vermindern die Wahrscheinlichkeit von Überraschungen.
Investoren erwarten Einheitlichkeit bei der Entscheidungsfindung der Unternehmen zur Ressourcenverteilung.

Ein CFO, der eine gewählte Unternehmensstrategie begründen und die Investitionskriterien und Zielsetzungen klar erklären kann, gibt den Investoren Sicherheit und die Gewissheit, dass so wenige Überraschungen wie möglich auf sie warten.

10. Erwägen Sie gründlich, welche Informationen Sie offenlegen.
Mit zunehmender Beteiligung an schnell wachsenden Märkten wollen Investoren besser über die wichtigsten Chancen und Risiken informiert werden. CFOs müssen allerdings vorsichtig sein, wie viele Informationen sie preisgeben.

Zu wenige Informationen können Investoren beunruhigen und bei unerwarteten Nachrichten negativ reagieren lassen. Zu viele Informationen bergen hingegen die Gefahr, dass unnötige Schwankungen des Aktienkurses eintreten und sensible, wettbewerbsrelevante Angaben offengelegt werden.


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