6. Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz 2013

Assekuranz: Risikobereitschaft nimmt wieder zu

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Immobilienquote wird von 7,0 auf 7,6 Prozent erhöht/ Deutschland bleibt mit Abstand der wichtigste Investmentmarkt, Nordamerika gewinnt an Bedeutung / B-Städte für Wohninvestments attraktiv / Core-Plus- und Value-Added-Anlagen nehmen zu

Frankfurt, 4. Juni 2013 – Aufgrund eines knappen Angebots in Core-Lagen, verbunden mit einer im Durchschnitt auf 7 Prozent gestiegenen Immobilienquote, tendiert die Assekuranz auch wieder zu risikoreicheren Immobilieninvestitionen. Dies ist ein Ergebnis des Trendbarometers Immobilienanlagen der Assekuranz 2013 von EY Real Estate. Über drei Viertel der befragten Teilnehmer wollen 2013 auch in Core-Plus-Anlagen investieren, 45 Prozent in Value-Added-Anlagen. „Allerdings nicht un­bedingt, um bessere Renditen zu erzielen, sondern um überhaupt in Immobilien investieren zu können. Immobilien sind und bleiben ein großes Thema in der Branche“, so Dietmar Fischer, Partner bei der Ernst & Young Real Estate GmbH. Themen wie die strategische Optimierung der Immo­bilien­portfolios, das aktuelle Marktumfeld in Europa, Portfolio­di­ver­sifi­kation und auch der Vergleich zu anderen Anlageklassen stehen für die Studien­teilnehmer im Fokus. „Dabei ist der Renditeanspruch der Investoren sogar gesunken“, erklärt Fischer weiter. Wurden 2012 noch durchschnittlich 5,2 Prozent für direkte und 5,8 Prozent für indirekte Investments erwartet, sind es 2013 nur noch 4,9 beziehungsweise 5,5 Prozent. Auch dies sei ein Beleg dafür, dass es den Verantwortlichen vor allem um ein gut gestreutes Portfolio mit einer weiter steigenden Immobilienquote gehe. Nicht zuletzt ist auch die Einhaltung der Garantieverzinsung für rund 70 Prozent der Befragten ein Beweggrund für Immobilieninvestitionen.

Ganz nah oder ganz fern
Dementsprechend planen die Unternehmen der Assekuranz 2013 wieder verstärkt zu investieren: Im Durchschnitt wollen die Teilnehmer der Studie jeweils für rund 350 Millionen Euro einkaufen, nur für rund 120 Millionen Euro soll jeweils durchschnittlich verkauft werden. Dabei planen 91 Prozent der Studienteilnehmer Investitionen in Deutschland. „Damit ist Deutschland mit großem Abstand Liebling der befragten heimischen Investoren“, sagt Fischer. Nach Deutschland wird insbesondere die Region Europa Core/ Core+ von An­legern favorisiert, die Nachfrage ist jedoch von 70 Prozent im Vorjahr auf 57 Prozent zurückgegangen. „Besonders überrascht hat uns das ge­stiege­ne Interesse an der Region Nordamerika mit 52 Prozent. Im vergangenen Jahr wollten hier lediglich 25 Prozent investieren“, so Fischer. Opportuni­täten in südeuropäischen Krisenmärkten spielen bei den befragten Unter­nehmen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Ausländische Immobilienspezialfonds legen zu
Neben Direktbestand sind Spezialfonds nach deutschem Investmentgesetz weiterhin die favorisierte Anlageform. Während die Direktanlage allerdings etwas an Bedeutung verloren hat und nur noch bei 58 Prozent der Befrag­ten im Investitionsfokus steht, bekennt sich die Assekuranz auch in diesem Jahr zur indirekten Immobilienanlage. „Neu ist aber, dass auch Vehikel nach jeweiligem Landesrecht ins Blickfeld rücken“, beobachtet Fischer. Das Thema Real-Estate-Debt bleibt für die befragten Unternehmen der Asse­kuranz weiter interessant. Aufgrund der Veränderungen im regulatorischen Umfeld erwarten über 75 Prozent von ihnen eine Verlagerung der Immo­bilienfinanzierungen von Kreditinstituten auf Versicherungen. Die Hälfte plant, ihre Aktivitäten in diesem Bereich auszubauen.

Einzelhandel, Büro und Wohnen bleiben die Lieblinge der Assekuranz
Auch bei der Frage nach der beliebtesten Assetklasse sind die Studien­teilnehmer ihren Antworten aus dem Vorjahr treu geblieben. Fast 90 Prozent haben Einzelhandelsimmobilien auf ihrer Einkaufsliste; rund drei Viertel der befragten Investoren planen Käufe von Büro- und Wohnimmobilien. „Aufgrund attraktiver Renditen und eines begrenzten Angebots in den Metropolregionen wird die Nachfrage nach Wohn­investments in B-Städten steigen. 80 Prozent der Befragten sehen dies ebenso“, so Fischer.

Zur Studie
Das aktuelle Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz ist die sechste Ausgabe der jährlich durchgeführten Studie. Die teilnehmenden Unternehmen decken rund 80 Prozent der Immobilienanlagen der deutschen Assekuranz ab. Sie halten ein durchschnittliches Immobilienvermögen von 2,6 Milliarden Euro.

Kurzporträt von EY
EY* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungs­organisationen. In der Steuerberatung ist EY deutscher Marktführer. EY beschäftigt rund 7.700 Mitarbeiter an 22 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Umsatz von 1,22 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 167.000 Mitarbeitern der glob alen EY-Organisation betreut EY Mandanten überall auf der Welt.

EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuer­beratung, Rechtsberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immo­bilien­beratung.

Kurzporträt EY Real Estate GmbH
Die EY Real Estate GmbH ist ein international tätiges Immobilienberatungsunternehmen in Deutschland. Ihre Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Real Estate Due Diligence und Bewertung, Beratungsleistungen bei der Veräußerung oder Akquisition großer Immobilienportfolios, Immobilienmanage­ment für Unternehmen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand sowie integrative Beratungs­leistungen im Rahmen großer Projektentwicklungen. Die Gesellschaft ist in Deutschland an sieben Standorten vertreten und beschäftigt rund 200 Mitarbeiter.

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte folgender Internetseite: www.de.ey.com/realestate