EY Bericht für das Geschäftsjahr 2013

EY übertrifft eigenes Wachstumsziel

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1,31 Milliarden Euro Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr / Neuer Name und neuer Marktauftritt / Advisory Services schließen zu etablierten Beratungshäusern auf / sechs Prozent Umsatzwachstum in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres

Frankfurt, 9. Dezember 2013. Die deutsche EY-Gruppe (früher Ernst & Young-Gruppe) hat ihr ambitioniertes Wachstumsziel für das vergangene Geschäftsjahr übertroffen: Im Geschäftsjahr 2012/2013 ist der Gesamtumsatz des Unternehmens um 9,2 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro gestiegen. Die Gesamtleistung stieg um 8,1 Prozent auf 1,30 Milliarden Euro. Damit liegt der Zuwachs gut 2 Prozent über der ursprünglich angepeilten Umsatzsteigerung von 7 Prozent. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 setzte sich diese erfreuliche Entwicklung mit einem Umsatzplus von 6 Prozent fort. Für das Gesamtjahr 2013/2014 rechnet EY mit einem Zuwachs von etwa 7 Prozent.

„Wir wachsen stark und nachhaltig. Dieses Wachstum ist das Ergebnis einer tief greifenden Neuausrichtung der Marktbearbeitung bei EY“, sagt Georg Graf Waldersee, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland und Managing Partner der Region Deutschland, Schweiz und Österreich. EY habe sowohl in Deutschland als auch weltweit Führungsstrukturen geschaffen, die die fachlichen und geografischen Grenzen der verschiedenen Beratungsbereiche überwinden. Dadurch könne das Unternehmen auch über Ländergrenzen hinweg sehr individuell und flexibel multidisziplinäre Teams zusammenstellen, die Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung, Managementberatung und tief gehendes Branchenwissen miteinander verbinden. „Auf diesen ganzheitlichen Beratungsansatz ist die sehr erfreuliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und der vielversprechende Start ins neue Jahr in besonderer Weise zurückzuführen“, fügt Graf Waldersee hinzu.

Positive Entwicklung in fast allen Geschäftsbereichen
Der größte Geschäftsbereich von EY, die Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung, steigerte seinen Umsatz gegen den Branchentrend um knapp 10 Prozent auf 476 Millionen Euro. „In dem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld der Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahen Beratung haben wir bei großen und mittelständischen Unternehmen neue Mandate gewonnen“, so Graf Waldersee. Auch die klassische Wirtschaftsprüfung habe im abgelaufenen Geschäftsjahr neben den prüfungsnahen Beratungsleistungen und den forensischen Dienstleistungen zum Wachstum beigetragen. „Wirtschaftsprüfung ist eine hochkomplexe Dienstleistung. Ihre Bedeutung für das Vertrauen von Unternehmen, Anteilseignern, Kapitalgebern und Aufsichtsbehörden, also für einen funktionierenden Kapitalmarkt, war noch nie so groß wie heute. Das ist auch vielen Unternehmen wieder klar geworden“, stellt Graf Waldersee fest. Nachdem in den vergangenen Jahren bei den Preisen für die Wirtschaftsprüfung der Bodensatz erreicht worden sei, sei nun eine deutliche Trendwende bei der Preisbildung erkennbar.

Der Umsatz in der Steuerberatung stieg um 6,6 Prozent auf 458 Millionen Euro. Damit hat EY seine führende Position auf dem deutschen Steuerberatungsmarkt gefestigt. „Spezialisierung und globale Vernetzung unserer hoch qualifizierten Experten – das sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für unsere Steuerberatung“, betont Graf Waldersee. Wichtige Wachstumstreiber waren die Beratung rund um die Entsendung von Mitarbeitern, die Vergütungsberatung und die Beratung bei Transformationsprojekten im Personalbereich. Darüber hinaus hat sich die Steuerberatung bei Unternehmenstransaktionen trotz des negativen Markttrends sehr positiv entwickelt. Laufende Restrukturierungsprogramme zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit beflügelten die Nachfrage nach spezialisierten Beratungsleistungen in den Bereichen Umsatzsteuer und Zölle, grenzüberschreitende Konzernsteuerberatung, Verrechnungspreise und Complianceprojekte.

Das Geschäftsfeld Advisory Services verzeichnete ein Umsatzwachstum von 37,1 Prozent auf 166 Millionen Euro. „Der Bereich Advisory Services hat sich zu einer umfassenden Managementberatung entwickelt“, fasst Graf Waldersee zusammen. In Bezug auf Größe, Marktposition und Analystenbewertung habe die EY-Managementberatung im vergangenen Geschäftsjahr zu den etablierten Beratungshäusern aufgeschlossen. Die Kombination von betriebswirtschaftlicher, steuerlicher und rechtlicher Kompetenz sorge für eine klare Abgrenzung zu Mitbewerbern in der Consulting Branche. Im laufenden Jahr sei ein ähnlich hohes organisches Wachstum geplant. „Darüber hinaus gehende Wachstumsimpulse erwarten wir von der Übernahme der J&M Management Consulting AG, eines Spezialisten für Supply-Chain-Management-Beratung“, so Graf Waldersee. Denn die Neuerwerbung werde erstmals im laufenden Geschäftsjahr konsolidiert.

Die Transaktionsberatung konnte ihren Umsatz etwa auf dem Vorjahresniveau halten und erwirtschaftete in einem von starker Zurückhaltung geprägten Transaktionsmarkt einen Umsatz von 262 Millionen Euro.1 „Wir haben unsere führende Position in den Bereichen Operational Transaction Services, Private Equity und Sell-Side behauptet. Auch im Geschäft mit chinesischen M&A-Transaktionen haben wir unsere Marktführung gefestigt“, stellt Graf Waldersee fest. Der Transaktionsmarkt habe sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres zwar nur moderat entwickelt, im Jahr 2014 werde sich der Markt aber voraussichtlich wieder fangen. „Wir rechnen in der Transaktionsberatung insgesamt mit einem leichten Umsatzwachstum“, so Graf Waldersee.

Neuer Name und neuer Marktauftritt
Das abgelaufene Geschäftsjahr hat für EY weltweit wie auch in Deutschland eine besondere Bedeutung, denn es hat den Grundstein für das neue Selbstverständnis von EY gelegt. Dafür stehen neben anderem ein neues Leitbild, „Building a better working world“, sowie ein neuer Marktauftritt unter „EY“ als neuen Markennamen. „Wir freuen uns darauf, mit diesem neuen Selbstverständnis unseren Auftritt am Markt zu gestalten“, betont Graf Waldersee. „Das neue Leitbild ‚Building a better working world‘ unterstreicht, wofür die Menschen bei EY sich tagtäglich einsetzen: nämlich das Vertrauen in die Finanzmärkte und die Wirtschaft insgesamt zu stärken. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, neue Märkte zu erschließen und in bestehenden noch erfolgreicher zu sein. Damit leisten wir einen Beitrag für die Gesellschaft, indem wir den wirtschaftlichen Austausch stärken und die wirtschaftliche Stabilität stützen. Und schließlich bilden wir junge Menschen aus und fördern sie in ihren Ideen und ihrem Engagement, die Welt von heute und von morgen aktiv zu gestalten. Denn wenn die Wirtschaft erfolgreich ist, funktioniert auch vieles in der Welt besser“, so Graf Waldersee.

200 neue Stellen – weitere Einstellungen geplant
Das starke Wachstum von EY bringt auch einen Ausbau der Personalstärke mit sich: Die Zahl der Beschäftigten stieg zum Stichtag 30. Juni 2013 auf 7.918, so dass EY knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr beschäftigt als im Vorjahr. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.200 neue Mitarbeiter eingestellt – und für das laufende Geschäftsjahr sind ähnlich viele Neueinstellungen geplant. „Eine stabile konjunkturelle Entwicklung vorausgesetzt, werden wir im laufenden Geschäftsjahr insgesamt bis zu 1.500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen“, kündigt Graf Waldersee an.

EY weltweit mit Umsatzplus
Weltweit erwirtschafteten rund 174.800 Mitarbeiter einen Umsatz von 25,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent in US-Dollar (7,7 Prozent in lokalen Währungen). Die EMEIA-Area, zu der auch Deutschland gehört, verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 7,0 Prozent in lokalen Währungen (4,6 Prozent in US-Dollar).

1 Dieser Anteil beinhaltet Umsätze von Transaction Tax, die sowohl der Steuerberatung als auch der Transaktionsberatung zugeordnet sind.