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Steuer-Ticker

Unser Steuer-Ticker informiert Sie laufend über aktuelle Trends und Entwicklungen im Steuerrecht. 

  • BMF: Ausfuhrnachweis für umsatzsteuerliche Zwecke

    29. Januar 2015

    Um die Umsatzsteuerbefreiung bei Ausfuhrlieferungen nach § 4 Nr. 1 Buchstabe a i. V. m § 6 UStG in Anspruch nehmen zu können, muss der Unternehmer die Ausfuhr durch Belege nachweisen. Die §§ 9 ff. UStDV regeln hierzu Näheres und koppeln dabei im Wesentlichen an den „Ausgangsvermerk“ und den „Alternativ-Ausgangsvermerk“ des zollrechtlichen ATLAS-Ausfuhrverfahrens an (vgl. Abschnitt 6.6 Abs. 1 und Abschnitt 6.7 Abs. 1 UStAE).

    Das BMF teilt in seinem aktuellen Schreiben vom 23. Januar 2015 nun mit, dass es neben dem allgemeinen „Ausgangsvermerk“ und dem „Alternativ-Ausgangsvermerk“ jetzt auch weitere Ausgangsvermerke, die im ATLAS-Verfahren durch die Ausfuhrzollstelle übermittelt werden, als Ausfuhrnachweis anerkennt. In diesem Zusammenhang wurde der UStAE bereits um einen Abschnitt 6.7a ergänzt.

    Die Grundsätze dieses Schreibens sind in allen noch offenen Fällen anzuwenden.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line Value Added Tax stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BFH: Übertragung eines Mitunternehmeranteils bei vorheriger Veräußerung von Betriebsvermögen

    Stand: 29. Januar 2015

    Für eine Buchwertfortführung nach § 6 Abs. 3 EStG bei der Übertragung eines Mitunternehmeranteils kommt es nach der Rechtsprechung des BFH auf die Übertragung des gesamten Betriebsvermögens an, das im Übertragungszeitpunkt existiert. Eine vorherige Übertragung zum Buchwert von wesentlichen Betriebsgrundlagen des Sonderbetriebsvermögens nach § 6 Abs. 5 EStG steht der Buchwertfortführung nach § 6 Abs. 3 EStG nicht entgegen.

    In seinem Urteil vom 9. Dezember 2014 (IV R 29/14) hat der BFH diese Grundsätze nun auf die vorherige Veräußerung von Wirtschaftsgütern ausgeweitet. Danach ist ein zeitlicher Zusammenhang der Aufdeckung stiller Reserven durch Veräußerung oder Entnahme eines im Sonderbetriebsvermögen befindlichen Grundstücks mit einer Übertragung eines Mitunternehmeranteils nach § 6 Abs. 3 Satz 1 EStG für die Buchwertfortführung unschädlich.

    Weder Veränderungen im Umfangs des Betriebsvermögens durch Zugang oder Abgang noch dessen tatsächliche Nutzung bzw. Nichtnutzung in der betrieblichen Einheit im Zeitpunkt vor der Übertragung spielen nach dem BFH für die Anwendung des § 6 Abs. 3 Satz 1 EStG eine Rolle. Soweit also Wirtschaftsgüter vorab veräußert oder entnommen worden sind, stellen diese entsprechend keinen Bestandteil des zum Buchwert übertragenen Betriebsvermögens mehr dar.

    Der Anwendungsbereich des § 6 Abs. 3 Satz 1 EStG war im Entscheidungsfall eröffnet, weil die Übertragung des Mitunternehmeranteils gegen Versorgungsleistungen erfolgte, was nach ständiger Rechtsprechung als unentgeltliche Übertragung zu werten ist. Den Einwand der Finanzverwaltung, dass nach der Gesamtplanrechtsprechung die beiden Transaktionen zusammengefasst zu betrachten seien, hielt der BFH für unzutreffend.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line Country Tax Advisory stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

     
  • BFH: Betriebliche Veranlassung von Darlehen einer KG an ihre Kommanditisten

    Stand: 29. Januar 2015

    Nach der Verlustverrechnungsbeschränkung i. S. d. § 15a EStG darf der einem Kommanditisten zuzurechnende Anteil am Verlust der KG weder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden, soweit ein negatives Kapitalkonto des Kommanditisten entsteht oder sich erhöht. Das Entstehen bzw. die Erhöhung eines negativen Kapitalkontos hängt u.a. davon ab, ob und in welchem Umfang das Kapitalkonto bereits durch Entnahmen gemindert war.

    Als Entnahme zu behandeln ist bspw. auch eine nicht betrieblich veranlasste Darlehensgewährung einer Personengesellschaft an ihre Gesellschafter. Ein solches Darlehen ist zwar privatrechtlich als Gesamthandsvermögen anzusehen, gehört jedoch nicht zum steuerlichen Betriebsvermögen.

    Im Urteilsfall vom 16. Oktober 2014 (IV R 15/11) hatte der BFH Darlehen auf ihre betriebliche Veranlassung zu untersuchen, welche eine KG an ihre Kommanditisten zur Finanzierung der Beiträge ihrer Lebensversicherungen gewährt hatte. Diese Lebensversicherungen dienten wiederum der Absicherung betrieblicher Schulden der KG.

    Da die Darlehensgewährung eine Reaktion auf die schlechte Umsatz- und Ertragssituation der KG darstellte und der Verbesserung ihrer bilanziellen Situation diente, bejahte der BFH eine betriebliche Veranlassung. Weder die Darlehensvaluta noch die Zinsen durften somit als Entnahme behandelt werden, die Darlehen gehörten vielmehr zum steuerlichen Betriebsvermögen der Personengesellschaft.

    Den Kriterien des Fremdvergleichs in Bezug auf Verzinslichkeit und Besicherung des Darlehens komme nach Auffassung des BFH im Rahmen der Gesamtwürdigung lediglich indizielle Bedeutung zu. Dabei sei es ebenfalls unerheblich, ob es sich um ein Darlehen aufgrund besonderer Vereinbarung oder um ein auf einem aktivischen Gesellschafterverrechnungskonto ausgewiesenes Darlehen handele.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line  Country Tax Advisory stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BMF: USt – Erweiterung der Nichtbeanstandungsregelung bei Metalllieferungen

    Stand: 22. Januar 2015

    Mit Schreiben vom 22. Januar 2015 erweitert das BMF die Nichtbeanstandungsregelung bei der Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Metalllieferungen.

    Unternehmen, die bereits auf Grundlage des sog. Kroatiengesetzes ihre ERP-Systeme auf die bis zum 31. Dezember 2014 geltende Rechtslage umgestellt hatten, und durch die Änderungen im Rahmen des ZollkodexAnpG Zeit für eine erneute Umstellung benötigen, können demnach für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 30. Juni 2015 ihre Umsätze auf der Basis der Rechtslage nach dem Kroatiengesetz netto berechnen.

    Für Unternehmen, die bislang noch überhaupt nicht auf das Reverse-Charge bei Lieferungen von Metallen umgestellt haben und daher ihre Lieferungen nach altem Recht (= vor dem 1. Oktober 2014 geltendes Recht) behandeln, gewährt das BMF bereits eine Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. Juni 2015 (Schreiben vom 5. Dezember 2014).

    Die im Sommer 2014 durch das Kroatiengesetz eingeführte Erweiterung der Umkehr der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfängers bei der Lieferung von Edelmetallen, unedlen Metallen, Selen und Cermets im Inland (§13b Abs. 2 Nummer 11 UStG), welche seit 1. Oktober 2014 anwendbar ist, wurde aufgrund erheblicher Praxisprobleme zum Jahresende 2014 mit dem ZollkodexAnpG mit Wirkung zum 1. Januar 2015 nochmals überarbeitet. Damit geht eine Änderung von § 13b Abs. 2 Nr. 11 UStG sowie der Anlage 4 zu § 13b Abs. 2 Nr. 11 UStG einher.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line Value Added Tax stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BFH: Verlustverrechnung gemäß § 15a EStG bei einer vermögensverwaltenden KG

    Stand: 22. Januar 2015

    Nicht ausgeglichene oder abgezogene Verluste eines Kommanditisten einer gewerblich tätigen Kommanditgesellschaft mindern in späteren Wirtschaftsjahren Gewinne, die dem Kommanditisten aus seiner Beteiligung an der Gesellschaft zugerechnet werden. Maßgebend für die Höhe dieses verrechenbaren Verlustes ist grundsätzlich das Kapitalkonto der Steuerbilanz der Kommanditgesellschaft.

    Diese Verlustverrechnungsbeschränkung des § 15a EStG ist nach § 21 Abs. 1 Satz 2 EStG sinngemäß auch auf vermögensverwaltende Kommanditgesellschaften anzuwenden. Da die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung jedoch zu den Überschusseinkunftsarten gehören, kann hier nur das Kapitalkonto jedes einzelnen Gesellschafters maßgebend sein.

    Aus dieser Feststellung folgert der BFH in einem Urteil vom 2. September 2014 (IX R 52/13), dass damit alle Überschüsse, die der Kommanditist erzielt – unabhängig von der Einkunftsart – verrechenbar sein müssen. Entscheidend sei lediglich, dass sie mit der Beteiligung im Zusammenhang stehen.

    Im Rahmen dieser Gesetzesauslegung waren im Urteilsfall auch positive Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften gemäß § 23 EStG um die in der Kommanditgesellschaft erzielten verrechenbaren Verluste aus Vermietung und Verpachtung zu mindern. Die Gewinne resultierten aus der Veräußerung eines im Gesamthandsvermögen befindlichen Grundstücks.

    Der Einwand der Finanzverwaltung, Überschüsse aus privaten Veräußerungsgeschäften oder Kapitalvermögen dürften nicht mit Verlusten aus Vermietung und Verpachtung verrechnet werden, galt wegen des Vorrangs der Verrechnungsvorschrift des § 15a EStG nicht.

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  • BMF: Von Dritten gewährte Rabatte

    Stand: 22. Januar 2015

    Zwischen der Finanzverwaltung und dem BFH herrschte bisher hinsichtlich der steuerlichen Behandlung der Rabatte von dritter Seite Unstimmigkeit. Der BFH entschied in seinem Urteil vom 18. Oktober 2012 (VI R 64/11), dass eine Mitwirkung des Arbeitgebers an der Verschaffung der Rabatte zwar unter Umständen darauf hindeuten könnte, jedoch für sich genommen nicht ausreiche, Arbeitslohn zu begründen.

    Das BMF hat sich in einem Schreiben vom 20. Januar 2015 dazu entschieden, die Rechtsprechung des BFH über den Einzelfall hinaus anzuwenden. Entsprechend stuft die Finanzverwaltung Preisvorteile von dritter Seite dann als Arbeitslohn ein, wenn die Rabatte im Zusammenhang mit einem Dienstverhältnis stehen und sich für den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit für den Arbeitgeber darstellen.

    Ein aktives Mitwirken des Arbeitgebers an der Verschaffung dieser Preisvorteile spreche für die Einstufung als Arbeitslohn. Bei einem betrieblichen Eigeninteresse oder einer marktüblichen Rabattierung (z. B. Mengenrabatte) liege kein Arbeitslohn vor.

    Dieses Schreiben ist in noch allen offenen Fällen anzuwenden und ersetzt damit das BMF-Schreiben vom 27. September 1993.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line  Country Tax Advisory stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BFH: Keine fünfprozentige gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei Schachteldividenden an Organgesellschaft

    Stand: 15. Januar 2015

    Gewinnausschüttungen, die unter das gewerbesteuerliche Schachtelprivileg (§ 9 Nr. 2a, Nr. 7 GewStG) fallen, unterliegen bei der diese Schachteldividenden empfangenden Kapitalgesellschaft grundsätzlich zu fünf Prozent der Körperschaft- und der Gewerbesteuer.

    Im Fall einer gewerbesteuerlichen Organschaft war streitig, ob bei der Organträgerin eine Hinzurechnung von fünf Prozent nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben nach § 8b Abs. 5 KStG wegen einer im Gewerbeertrag der Organgesellschaft enthaltenen Gewinnausschüttung vorzunehmen ist.

    Dazu hat der BFH im Revisionsverfahren entschieden, dass eine an die Organgesellschaft ausgeschüttete Schachteldividende insgesamt zu 100 Prozent gewerbesteuerfrei bleibt (I R 39/14) und damit das Urteil der Vorinstanz FG Münster (Urteil vom 14. Mai 2014, 10 K 1007/13 G) bestätigt.

    Mit dem Urteil stellt sich der BFH gegen die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung, wonach die Nichtanwendung des § 8b Abs. 5 KStG im Rahmen der Ermittlung des Gewerbeertrags der Organgesellschaft auf Ebene der Organträgerin nachzuholen und der Gesamtgewerbeertrag der Organträgerin entsprechend um fünf Prozent fiktiv nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zu erhöhen wäre (OFD Münster vom 4. September 2006, Fallbeispiel 3.1).

    Das Urteil ist bisher noch nicht schriftlich ergangen. Bescheide, in denen in vergleichbaren Fällen eine fünfprozentige Hinzurechnung vorgenommen worden ist, sollten – nach Prüfung der im Einzelfall entstehenden Steuerfolgen – angefochten werden. Analog sollte die fünfprzentige Schachtelstrafe für Gewerbesteuerzwecke ebenfalls nicht auf von einer Organgesellschaft empfangene vororganschaftliche Mehrabführungen anfallen.

    Unsere erfahrene Steuerberater der Service Line Country Tax Advisory stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BFH: Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung des Teilabzugsverbots i. d. F. des JStG 2010

    Stand: 8. Januar 2015

    Das Teilabzugsverbot des § 3c Abs. 2 EStG greift im geltenden Recht auch dann, wenn tatsächlich keine (teilweise nach § 3 Nr. 40 oder 40a EStG steuerfreien) Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen erzielt wurden, aber die Absicht dazu bestanden hat.

    Aktuell hat sich der BFH zu der Verfassungsmäßigkeit des § 3c Abs. 2 Satz 2 EStG i. d. F. des JStG 2010 geäußert (Urteil vom 2. September 2014, IX R 43/13). Beim Kläger entstand im VZ 2011 ein Verlust aus der Auflösung der GmbH. Hierbei urteilt der BFH, dass bei der Ermittlung des Verlusts nach § 17 EStG aus der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft oder der Auflösung der Gesellschaft die Anschaffungs- und die Veräußerungskosten im Rahmen des Teilabzugsverbots nur zu 60 Prozent abgezogen werden dürfen.

    Der Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 GG werde durch das Teilabzugsverbot nicht verletzt. Es liege keine Verfassungswidrigkeit des § 3c Abs. 2 Satz 2 EStG vor.

    Unsere erfahrenen Steuerberater der Service Line Country Tax Advisory  stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BFH: Zurechnung von Grundstücken bei aufschiebend bedingten Grundstückskaufverträgen

    Stand: 8. Januar 2015

    Die grunderwerbsteuerlichen Tatbestände des § 1 Abs. 2a, 3 und 3a GrEStG knüpfen die Steuerbarkeit eines Anteilsgeschäftes u. a. an die Voraussetzung, dass ein Grundstück zum Vermögen der betreffenden Gesellschaft gehört. Das „Gehören“ des Grundstücks zum Vermögen der Gesellschaft bestimmt sich allein nach grunderwerbsteuerlichen Grundsätzen. Für die grunderwerbsteuerliche Zurechnung genügt es dabei nicht, wenn ein Erwerbsvorgang i. S. d. § 23 GrEStG verwirklicht wurde, vielmehr muss er i. S. d. § 38 AO verwirklicht sein, d. h. die Grunderwerbsteuer muss bereits entstanden sein.

    Die Grunderwerbsteuer entsteht bei einem aufschiebend bedingten Rechtsgeschäft jedoch erst mit Bedingungseintritt. Dies hat der BFH mit Urteil vom 11. Dezember 2014 (II R 26/12) für einen Fall des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG bestätigt, in dem Grundstückskaufverträge unter mehreren aufschiebenden Bedingungen standen, die Auflassung für die Grundstücke aber schon vor Bedingungseintritt erklärt wurde.

    Die Auflassung stellte keinen für die Frage des Gehörens maßgeblichen grunderwerbsteuerlichen Vorgang gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 2 GrEStG dar, da der Kaufvertrag – obwohl aufschiebend bedingt – dieser vorausging. Die Entstehung der Grunderwerbsteuer aus einem Kaufvertrag richte sich aber laut BFH nicht nach dessen Abschluss, sondern nach dem Zeitpunkt, in dem die Bedingungen des Kaufvertrages eintreten, d. h. die grunderwerbsteuerliche Leistungspflicht eintrete.

    Der BFH führt aus, dass dieselben Grundsätze auch bei der aufschiebend bedingten Veräußerung von Grundstücken durch eine Gesellschaft gelten: Demnach gehören die Grundstücke grunderwerbsteuerlich solange zum Vermögen der Gesellschaft, bis die Bedingungen des Kaufvertrages eingetreten sind.

    Unsere erfahrenen Steuerberater der Service Line Country Tax Advisory stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • BMF: Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren

    Stand: 8. Januar 2015

    Für Unternehmensbewertungen nach dem vereinfachten Ertragswertverfahren, das sowohl für erbschaftsteuerliche als auch für ertragsteuerliche Zwecke zur Anwendung kommen kann, hat das BMF den Basiszinssatz für alle Bewertungen des Jahres 2015 auf 0,99 Prozent festgelegt (BMF-Schreiben vom 2. Januar 2015). Der Abzinsungsfaktor beträgt somit 5,49 Prozent.

    Dies ergibt einen Kapitalisierungsfaktor im Jahr 2015 von 18,21. Für 2014 lag der Kapitalisierungsfaktor bei 14,10.

    Unsere erfahrenen Steuerberater der Service Line Familienunternehmen stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

  • Bundeskabinett beschließt Bürokratieentlastung und Kfz-Steuerreform

    Stand: 19. Dezember 2014

    Anfang November waren Informationen für ein Bürokratieentlastungsprogramm des BMWi an die Öffentlichkeit gelangt. Von den damals diskutierten 25 Punkten haben es letztendlich 21 Punkte in einen aktuellen Eckpunktebeschluss der Bundesregierung vom 11. Dezember 2014 geschafft. Weggefallen sind u. a. die Anhebung des Grenzwerts für geringwertige Wirtschaftsgüter, Erleichterungen bei der sogenannten Pool-Abschreibung sowie die Anhebung des Schwellenwerts für die Ist-Besteuerung bei der Umsatzsteuer.

    Im Eckpunktebeschluss der Bundesregierung ist nun insbesondere eine Anhebung der Grenzwerte für die handels- und steuerrechtlichen Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten auf 600.000 Euro Umsatz bzw. 60.000 Euro Gewinn steuerlich relevant. Spätestens zum 30. Juni 2015 soll in Deutschland darüber hinaus das „one in, one out“-Prinzip eingeführt werden. Danach sollen künftig bei der Einführung neuer Belastungen für Bürger und Wirtschaft stets in gleichem Umfang Belastungen an anderer Stelle abgebaut werden (Ausnahme: 1:1-Umsetzung EU-Vorgaben). Welche Auswirkungen dieses Prinzip auf die Steuergesetzgebung haben wird, ist unklar.

    Das Bürokratieentlastungspaket soll im ersten Quartal 2015 in den Bundestag eingebracht und der entsprechende Gesetzentwurf bis zur Sommerpause in Gesetzesform verabschiedet werden.

    Zusammen mit der Infrastrukturabgabe/PKW-Maut hat das Bundeskabinett am 17. Dezember 2014 den Entwurf eines „Zweiten Verkehrssteueränderungsgesetzes“ beschlossen. Das Gesetz, das nun zur weiteren Beratung an Bundesrat und Bundestag übermittelt wird, soll korrespondierend zur neuen Infrastrukturabgabe die Kfz-Steuer senken.

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  • BMF: Leistungsort bei elektronischen Dienstleistungen

    Stand: 19. Dezember 2014

    Der Leistungsort für elektronische, an Nichtunternehmer erbrachte Dienstleistungen, verlagert sich ab dem 1. Januar 2015 in das Land des nichtunternehmerischen Leistungsempfängers (§ 3a Abs. 5 UStG n. F.). Zuvor waren diese Lieferungen grundsätzlich am Ort des die Leistung erbringenden Unternehmers der Umsatzsteuer zu unterwerfen.

    Flankierend zu dieser Neuregelung, welche mit dem Kroatiengesetz eingeführt wurde, hat das BMF aktuell ein Schreiben veröffentlicht, mit dem der Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE) entsprechend angepasst wird (BMF-Schreiben vom 11. Dezember 2014). Das Schreiben macht dabei auch Ausführungen zu dem neu eigeführten sog. Mini-One-Stop-Shop (MOSS). Dieser ermöglicht es in Deutschland ansässigen Unternehmen, die entsprechenden Umsätze einheitlich gegenüber dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu erklären, anstatt sich in jedem Zielland der EU zu registrieren und lokale Umsatzsteuermeldungen abgeben zu müssen.

    Des Weiteren wird aus Vereinfachungsgründen eine Nichtbeanstandungsregelung in den Fällen gewährt, in denen ein Unternehmer das Entgelt für nach dem 31. Dezember 2014 zu erbringende Leistungen bereits vor dem 1. Januar 2015 vereinnahmt hat. Hier beanstandet es die Finanzverwaltung nicht, wenn der Unternehmer bei der endgültigen Abrechnung der Leistung diese Zahlungen nicht berichtigt.

    Unter anderem im Zusammenhang mit der Änderung des Leistungsortes bei elektronischen Dienstleistungen und dem MOSS hat die EU-Kommission in letzter Zeit Leitfäden und Informationen zur praktischen Umsetzung veröffentlicht. Mit Schreiben vom 17. Dezember 2014 stellt das BMF klar, dass die Veröffentlichungen der EU-Kommission keine rechtlichen Bindungswirkungen entfalten. Maßgeblich sind nach Auffassung der Finanzverwaltung das UStG, die UStDV sowie die Verwaltungsauffassung gemäß dem UStAE.

    Geändert wird der UStAE darüber hinaus mit einem weiteren BMF-Schreiben vom 10. Dezember 2014. Die Finanzverwaltung passt den UStAE damit zum Jahresende 2014 an ergangene und noch nicht berücksichtigte Rechtsprechung an und nimmt redaktionelle Änderungen vor.

    Unsere erfahrenen Steuerberater der Service Line Value Added Tax stehen Ihnen gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung./p>

 

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Martina Ortmann-Babel
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E-Mail Martina Ortmann-Babel 

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