Press release

EY Luxemburg meldet starkes Umsatzwachstum von 12% und erzielte EUR 147,3 Mio. für das zum 30. Juni 2013 abgelaufene Geschäftsjahr

Luxembourg, 17 October 2013

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EY Luxemburg gab bekannt, dass die von der luxemburgischen Praxis für das zum 30. Juni 2013 abgelaufene Geschäftsjahr erwirtschafteten Nettoumsätze sich auf EUR 147,3 Mio. beliefen. Damit bewegen sie sich um 12% über dem Vorjahresniveau von EUR 131,7 Mio.

Finanzen

„Ich bin sehr stolz bekanntgeben zu können, dass EY Luxemburg mit rund 12% für das zum 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr eine zweistellige Wachstumsrate verzeichnen konnte. Dies ist ein Rekordwachstum für EY und hat sich im Vergleich zu den drei Vorjahren mit einem Wachstum von rund 6% verdoppelt, wobei bereits die Vorjahreszahlen in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld eine starke Performance aufwiesen. Sowohl das diesjährige Wachstum als auch das ununterbrochene Wachstum der vergangenen vier Jahre sind ein Beweis für den konsequenten und kontinuierlichen Einsatz der EY-Mitarbeiter in allen Bereichen sowie für ein enges Kundenverhältnis, das auf Qualität gründet, für kompetente und umgehende Beratung sowie für ein Verhältnis, das auf Transparenz und Vertrauen aufbaut”, erläutert Alain Kinsch, Country Managing Partner von EY Luxemburg.

„Von all unseren Bereichen weist der Steuerbereich die höchste Wachstumsrate von 16% auf. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung unserer Steuerabteilung und spiegelt unsere Investitionen der vergangenen Jahre zum Beispiel in den Bereichen internationales Steuerrecht, Transferpreise, Mehrwertsteuer, Human Capital und Transaktionssteuern wider. Dieses Wachstum zeigt aber auch, dass unser Land weiterhin eine äuβerst attraktive Plattform für die Strukturierung internationaler Transaktionen sowie für grenzüberschreitende Investitionen bildet. Unser Wirtschaftsprüfungsbereich erzielte in diesem Jahr eine zweistellige Wachstumsrate von 12% und ist damit, gemessen am Umsatz, unverändert die zweitgrößte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Luxemburg. Aufgrund unserer wichtigen Investitionen im Bereich Advisory und unseres Dienstleistungsangebots dieses Jahr erwarten wir im kommenden Jahr – nach einem Jahr geprägt von einer Konsolidierung - wieder höhere Wachstumsraten.

EY meldete vergangene Woche weltweit erzielte Umsätze in Höhe von USD 25,8 Mrd. für das zum 30. Juni 2013 abgelaufene Geschäftsjahr. Dies stellt ein Plus von 7,7% in Landeswährungen im Vergleich zu den Vorjahren dar – die höchste Wachstumsrate von EY seit 2008 (in USD ausgedrückt stiegen die Umsätze um 5,8%). Mit 175.000 Mitarbeitern weltweit hat EY einen historischen Höchststand erreicht. Sowohl alle EY-Bereiche und –Märkte als auch die Mitarbeiterzahl verzeichneten trotz uneinheitlicher Marktbedingungen in weiten Teilen der Welt weiterhin ein Wachstum.

Mitarbeiter

Auch dieses Jahr im September hat EY Luxemburg wieder über 150 neue Mitarbeiter eingestellt. Damit steigt die Zahl der Mitarbeiter auf knapp 1.100 aus 47 Ländern.

“Diese Integration ist ein Beweis für unser Engagement, die gröβte Vielfalt an Talenten in unserem Unternehmen anzuziehen und zu halten und von diesem Unterschied zu profitieren. In einer multikulturellen Welt stellt Vielfalt eine Möglichkeit dar, die die Chance bietet, im Hinblick auf unsere Mandanten, Mitarbeiter und Stakeholder reaktionsfähiger und innovativer zu sein. Da wir beabsichtigen, in den kommenden Jahren exponentiell Mitarbeiter einzustellen, möchten wir zeigen, wie sehr wir uns engagieren, in unsere Mitarbeiter zu investieren und in jeder Hinsicht auf unsere Innovationsfähigkeit zu achten. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, in unserem Verständnis für Unternehmen weiterzugehen und es Führungskräften zu ermöglichen, vorausschauende Entscheidungen zu treffen. Mit unserer Vision 2020, in der wir ein weitreichendes Ziel build a better working world angenommen und formuliert haben, sind wir bestrebt, die besten Talente der unterschiedlichen und spezifischen Fachgebiete aus der ganzen Welt zu gewinnen. Vor allem jedoch möchten wir ihnen die Möglichkeit bieten, ihr Potenzial zum Nutzen unserer Mandanten zu entfalten”, sagt Alain Kinsch.

„Wir engagieren uns sehr für den Aufbau und den Erhalt einer unverwechselbaren High-Performance-Kultur bei EY. Als Teil multidisziplinärer und grenzenloser Teams, die mit verschiedenen Unternehmen und Entscheidungsträgern in Kontakt kommen, erlangen EY-Mitarbeiter fundierte und branchenspezifische Kenntnisse, durch die sie das Tagesgeschäft verstehen. Des Weiteren werden wir von unserem integrierten globalen Netzwerk bei der Beratung unserer Mandanten unabhängig von deren Sitz in dem erforderlichen Umfang unterstützt, wodurch wir eine enge und hochwertige Beziehung zu unseren Mandanten aufbauen und jederzeit internationale Fachkräfte hinzuziehen können. Unser globales Netzwerk unterstützt uns des Weiteren, multikulturelle Teams zu bilden, deren gemeinsames Ziel in der Zusammenarbeit und dem Austausch bewährter Praktiken und neuesten Tendenzen insgesamt besteht. In diesem Zusammenhang möchten wir nicht nur die Mobilität unserer Fachleute bei der Entwicklung wichtiger und innovativer Lösungen für unsere Mandanten vor Ort und weltweit fördern, sondern auch weiterhin in die Ausbildung und Entwicklung unserer Mitarbeiter investieren. In einem gröβeren Rahmen streben wir für unsere Mitarbeiter die Schaffung eines Arbeitsumfeldes an, das zur Entwicklung und persönlichen Verwirklichung eines jeden beiträgt. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter bei der Ausübung ihrer Tätigkeit, die in einem motivierenden Arbeitsumfeld erfolgen soll, stolz sind”, fügt Olivier Lemaire, People Partner bei EY Luxemburg, hinzu.

Aus diesem Grund wurde EY zum attraktivsten Arbeitgeber in der Dienstleistungsbranche - und im vergangenen Monat zum zweitattraktivsten Arbeitgeber insgesamt – im jährlichen Ranking des World’s Most Attractive Employer von Universum ausgezeichnet.

„Wir sind sehr stolz, auch in diesem Jahr weiterhin so viele Mitarbeiter eingestellt zu haben. Dies stellt die Stärke und Attraktivität unserer Marke und unseres Unternehmens bei jungen Hochschulabsolventen und erfahrenen Fachleuten in unserer Branche unter Beweis. Da wir unsere Teams mit Konsequenz und Mut führen und uns ihre Vielfalt und Unterschiede zu Nutze machen, sind wir entschlossen, weiterhin herausragenden Kundenservice zu bieten – unabhängig vom Sitz unserer Mandanten – und möchten dadurch zur Attraktivität Luxemburgs beitragen“, sagt Alain Kinsch.

Auf die Stärke unseres globalen Netzwerks aufbauen… mit dem Auftrag build a better working world

„Mit 175.000 Mitarbeitern in 137 Ländern und einer Vielzahl von Nationalitäten in den einzelnen Büros ermöglicht uns das integrierte globale Netzwerk von EY die Bildung multikultureller Teams, den effektiven Einsatz von Experten rund um den Globus einschlieβlich unserer Fachleute in Luxemburg sowie die Bewältigung der Probleme unserer Mandanten weltweit, auch in Luxemburg. Kurz gesagt können unsere Fachleute als Botschafter während ihres Auslandsaufenthaltes für Luxemburg auftreten und ihre Talente mit unseren Mandanten teilen, unabhängig von deren Sitz weltweit. Unsere Mitarbeiter können nach ihrer Rückkehr nach Luxemburg ihre Fähigkeiten und ihr Wissen, das sie im Ausland an anderen führenden Finanzplätzen und Wirtschaftszentren erworben haben, teilen“, sagt Alain Kinsch.

Am 1. Juli hat EY seinen neuen Namen, sein neues Logo sowie Building a better working world als sein neues Ziel und seinen neuen Slogan enthüllt.

„Dies bedeutet, dass täglich jeder EY-Mitarbeiter unseres globalen Netzwerks sich für eine Welt einsetzt, in der wir alle besser zusammenarbeiten – für unsere Mandanten, unsere Gemeinschaft und unsere Familien. Wir sind der Ansicht, dass alles, was wir tun – jede Prüfung, jede Steuererklärung, jede Beratung, jede Interaktion mit einem Mandanten oder Kollegen – zu einer Welt, in der wir besser zusammenarbeiten, beiträgt“, sagt Alain Kinsch.

Ein globales Kompetenzzentrum… in Luxemburg

„Gleichzeitig haben wir unsere Schlagkraft erhalten und sogar ausgeweitet. Die Luxemburger Partner haben Führungsrollen auf EMEIA-Ebene. Die EMEIA-Führungskräfte für Regulated Funds (Michael Ferguson), Real Estate Funds (Mike Hornsby), Private Equity Funds (Alain Kinsch), für die Telekommunikationsbranche (Olivier Lemaire) sowie die weltweite Führungskraft für Telecom Tax (Bart Van Droogenbroek) sind beispielsweise Partner der luxemburgischen Praxis, die das globale Kompetenzzentrum dieser Branchen nach Luxemburg gebracht haben. Zusätzlich zur Anerkennung Luxemburgs als wichtiger Finanzplatz für Investoren aus der ganz Welt sind wir auch sehr stolz, durch Mitarbeiter mit herausragenden Profilen, die wertvolle Erfahrungen in unseren Sektoren und Branchen lokal und international gesammelt haben, zur Attraktivität unseres Landes beitragen zu können“, fügt Alain Kinsch hinzu.

 

PERSPEKTIVEN

Schwerpunkt auf der AIFM-Richtlinie und alternativen Investitionen

Luxemburg festigt weiterhin seine Spitzenposition als Domizil der Wahl für globale Private Equity-, Immobilien- und Hedge-Onshore-Fonds mit grenzüberschreitendem Vertrieb. Im vergangenen Jahr haben zahlreiche globale sowie kleinere spezialisierte Dienstleister beschlossen, ihr Kompetenzzentrum für alternative Investmentfonds in Luxemburg zu etablieren. Des Weiteren haben viele Fondsmanager ihre Präsenz in Luxemburg durch ihre Genehmigung durch die CSSF als Manager alternativer Investmentfonds (AIFM) verstärkt.

Sowohl Fachleute im Bereich alternativer Investmentfonds als auch die CSSF haben sich sehr bemüht, dass die Umsetzung der AIFM-Richtlinie in nationales Recht so reibungslos wie möglich erfolgt. Ziel ist die Maximierung neuer Möglichkeiten durch die Richtlinie. Dazu gehören z.B. die Effizienz beim Fondsvertrieb sowie die Konsolidierung und Rationalisierung von Back- und Middle-Office-Plattformen in ganz Europa. Die AIFM-Richtlinie wird von harmonisierten Bestimmungen in ganz Europa für in diesem Bereich tätige Depotbanken profitieren sowie die Herausforderungen der Richtlinie praktisch und proportional bewältigen.

Luxemburg gehörte zu den ersten Ländern, die die AIFM-Richtlinie verabschiedeten. Sowohl diese Vorreiterrolle als auch das pragmatische Vorgehen bei der Umsetzung der Richtlinie fördern sicherlich das positive Marktumfeld für alternative Investmentfonds in Luxemburg. Des Weiteren hat Luxemburg eine Reihe von Maβnahmen umgesetzt – sowohl auf der Produktseite als auch im steuerlichen Bereich – die dazu beitragen, den Bereich der alternativen Anlagen langfristig auszubauen. Beispielsweise haben Manager mittlerweile die Möglichkeit, eine spezielle Unternehmensstruktur einzusetzen, die auf einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Vorbild basiert. Dies sollte für viele Private Equity-Manager ein schlagkräftiges Argument bei der Erwägung Luxemburgs als Onshore-Fondsdomizil mit einer Objektgesellschaft sein, die in der Branche allgemein bekannt ist.

„Das Alternatives Team von EY Luxemburg mit über 250 Fachleuten in den Bereichen Private Equity, Immobilien- und Hedgefonds waren im vergangenen Jahr mit der Unterstützung vieler Akteure im Alternative Investment Market beschäftigt, damit diese die Anforderungen der AIFM-Richtlinie erfüllen. Der Bereich Advisory hat erfolgreich europaweit Zielbetriebsmodelle für Depotbanken implementiert, richtige Strukturen und Organisationen verschiedener Fondsmanager definiert, diese bei ihren Organisations- und Handlungsmodellen sowie bei der Auslegung und Umsetzung neuer Arbeitsaufgaben wie z.B. Risikomanagement und Berichterstattung unterstützt. Im vergangenen Jahr wurden viele der Entwicklungen der EY-Experten im Rahmen des AIF-Clubs ausgetauscht und diskutiert. Der AIF-Club kann ein Rekordjahr im Hinblick auf die Zahl der Veranstaltungen und die Zahl der Teilnehmer vermelden“, sagt Kai Braun, Leiter der EY Alternative Investments Advisory Group.

Vermögensverwaltung

“Sowohl traditionelle als auch alternative Investmentfonds verzeichnen wieder starke Mittelzuflüsse. Die Mittelzuflüsse in traditionelle Produkte wurden zunächst durch festverzinsliche Produkte, danach aber auch durch Aktienanlagen erzielt. Alternative Investmentfonds, die über einen langen Zeitraum langsam aber stetig gewachsen sind, konnten jüngst ebenfalls ein stärkeres Wachstum verzeichnen.

Dies sind insgesamt erfreuliche Nachrichten für die Vermögensverwaltungsbranche. Luxemburg ist durch die OGAW-Plattform und die aufstrebenden alternativen Investmentfonds hervorragend positioniert, um von diesem Wachstum zu profitieren. Das von in Luxemburg domizilierten Fonds verwaltete Vermögen hat mit USD 3,3 Billionen zum 30. Juni 2013 einen historischen Höchststand erreicht. Auf OGAW entfallen davon USD 2,7 Billionen, auf alternative Investmentfonds USD 0,6 Billionen. Viele Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Es stellt sich die Frage, ob die wesentlichen Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert wird, auf der Tagesordnung nach unten rutschen oder gar wegfallen, wobei Anleger ihr Vertrauen anscheinend erneut aussprechen.

Eine der gröβten Herausforderungen, mit der die Branche heute konfrontiert wird, ist das immer anspruchsvollere regulatorische Umfeld. Die Beherrschung der Regulierungsvorschriften wird in den kommenden Jahren für Vermögensverwalter eine Quelle für tatsächliche Wettbewerbsvorteile darstellen. Die Regulierungskosten werden letztendlich kleinere Vermögensverwalter und Dienstleister vom Markt drängen, wodurch die Wahlmöglichkeit eventuell beschränkt wird, was zu höheren Kosten führt. Die weltweit führenden Akteure prüfen Möglichkeiten, diese Kosten auf Kunden aufzuteilen und ergänzende Serviceangebote zu entwickeln.

Neben der Performance fordern Anleger eine breitere Anlagenstreuung und Risikobegrenzung. Vermögensverwalter reagieren, indem sie Leistungen, die bisher separat von traditionellen und alternativen Vermögensverwaltern erbracht wurden, miteinander verbinden. Dies wird die Annäherung von traditionellen und alternativen Vermögensverwaltern weiter vorantreiben. Gleichzeitig werden niedrige Kosten und transparente Produkte wie z.B. Exchange Traded Funds (ETFs) weiterhin ein starkes Wachstum verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurde in Luxemburg eine Vielzahl dieser Produkte geschaffen.

Ein Blick in die Zukunft zeigt insgesamt, dass sich das Produktangebot grundlegend verändern muss. Langfristig orientierte Anleger bedürfen einer gröβeren Sicherheit, dass der Anlageerfolg ihren Anforderungen entspricht; dies wird eine erhebliche Neugestaltung der Produkte sowie eine gröβere Konzentration auf Techniken, wie z.B. Anlagen, die sich an Verbindlichkeiten orientieren, nach sich ziehen. Diese Target-Date-Investmentfonds werden auch in Luxemburg entwickelt und vertrieben. Dies bedeutet für die Zukunft eine stärkere Angleichung der an Fondsaufleger und Fondsanbieter gezahlten Vergütung und dem endgültigen Ergebnis für den Anleger.

Die Branche erwirtschaftet weiterhin vergleichsweise hohe Margen. Die wirkliche Debatte betrifft die Frage, wie diese Margen zwischen Fondsaufleger und Fondsanbieter aufgeteilt werden sollen; der Fondsanbieter „verfügt“ in der Regel über die Kundenbeziehungen. Fondsaufleger suchen weiterhin nach Möglichkeiten, sich aus dem Würgegriff hinsichtlich des Vertriebs groβer Banken und Versicherer in Kontinentaleuropa zu befreien – bisher jedoch mit begrenztem Erfolg. In einigen Ländern wird das Provisionsmodell durch ein gebührenbasiertes Modell ersetzt; dies könnte bedeuten, dass die „offene Architektur“ lediglich ein „Entwurf“ bleibt. Die Kernfrage lautet: Führt das Verbot einer Provision zu dem gewünschten Ergebnis, dass Anleger das richtige Produkt zu einem angemessenen Preis erhalten – oder führt es dazu, dass Anleger kein einziges Produkt kaufen, da sie nicht bereit sind, die Gebühr für die Beratung zu zahlen? Aus praktischer Luxemburger Sicht gab es zur Unterstützung der Vertriebslandschaft mehrere Änderungen an Produkten. Dazu gehören die sogenannten „sauberen” und „supersauberen” Anteilsklassen der verschiedenen Vertriebskanäle.

Dies ist eine nie endende Diskussion. Es wurde viel unternommen, um die Klarheit und Transparenz von Investmentfondsprodukten zu verbessern. Aber es bleibt noch viel zu tun. Die Einführung des Key Investor Information Document (KIID) stellt einen echten Fortschritt dar, auch wenn es nicht perfekt ist. Die eigentliche Frage, um die es hier geht, betrifft die tatsächliche Auswirkung und den endgültigen Mehrwert für den Anleger.

Die Schulung von Anlegern muss in der Zukunft vorrangig sein. Zu den Kernfragen gehören: wie soll sie vermittelt werden, wer soll sie vermitteln und natürlich wer soll sie finanzieren? Die Vermittlung von Finanzwissen durch die Verankerung in schulischen Lehrplänen scheint für die junge Generation der Weg in die Zukunft zu sein. Schulung ist jedoch ein viel weitreichenderes Thema; sie muss sich auch auf den Fondsanbieter (der Retail Distribution Review (RDR) aus Groβbritannien könnte als Vorbild herangezogen werden), den Fondsaufleger und die Presse konzentrieren”, sagt Michael Ferguson, EMEIA Regulated Funds Leader und Asset Management Leader bei EY Luxemburg.

Private banking

Die weltweite Vermögensverwaltungsbranche wird zunehmend komplexer. Dadurch, dass die reiferen Volkswirtschaften der “Alten Welt” und die aufstrebenden Volkswirtschaften der “Neuen Welt” sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen, setzen sich Vermögensverwalter in den verschiedenen Regionen mit komplexen Problemen auseinander. Im Wesentlichen besteht die wichtigste Herausforderung in der Alten Welt darin, wie man das meiste aus dem moderaten Wachstum, das von traditionellen Märkten erwartet wird, machen kann, während Akteure in der Neuen Welt versuchen, einen beträchtlichen Teil des geschaffenen Vermögens zu erobern. Unterschiedliche Strategien werden auf beiden Seiten für den Erfolg sowie für die Stabilisierung des von der Industrie in den vergangenen zwölf Monaten realisierten Wachstums erforderlich sein.

Unabhängig von ihrem Heimatmarkt oder ihrer wichtigsten Tätigkeitsregion haben Vermögensverwalter weltweit gleichzeitig vieles gemeinsam. Alle müssen Wege finden, neues Vermögen zu gewinnen, neue Umsätze zu generieren, Kosten zu verwalten, die IT-Kompetenz zu maximieren, die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen und ertragreiche Investitionslösungen zu finden, die zu einer tiefen und langjährigen Kundenbeziehung führen. Der Kampf um den Erfolg in dieser zunehmend komplexen Branche wird sich im Laufe des Jahrzehnts noch intensivieren.

Tatsächlich wurde die Branche seit 2008 mit einer Reihe von Herausforderungen im Zusammenhang mit der stark angestiegenen Volatilität an den Kapitalmärkten, dem niedrigen Zinsniveau und dem zunehmenden Geltungsbereich von Verordnungen in den USA, Europa und anderswo konfrontiert. Die Auswirkungen dieser Faktoren zeigen, dass die Ertragslage der meisten Privatbanken weltweit weit unter dem Vorkrisenniveau liegt. Was viele Branchenbeobachter als zyklische Veränderungen beschrieben haben, sind nun strukturelle Veränderungen, für die wesentliche Veränderungen der traditionellen Geschäftsmodelle erforderlich sind.

Für das vierte Jahr in Folge sahen sich viele Privatbanken 2012 groβen Herausforderungen ausgesetzt, unabhängig von ihrem Sitz oder ihrem Geschäftsmodell. Obwohl die Kapitalmärkte wachstumstreibend im Bereich des verwalteten Vermögens (assets under management (AUM)) gewirkt haben, bleibt das Umsatzwachstum gedämpft. Dies führte dazu, dass die Akteure sich auf das aktive Kostenmanagement konzentrierten, um die Profitabilität zu erhalten oder zu steigern. Privatbanken sehen sich ähnlichen Erwartungen aufgrund eines weit komplexeren operativen Umfelds gegenüber, unabhängig davon, wo sie tätig sind. Eine Vielzahl von Entwicklungen wird die Zukunft des Private Banking mitgestalten. Dazu gehören: die Wachstumsverlagerung und Gewinngemeinschaften in Schwellenländer; die Notwendigkeit, das Wertschöpfungsportfolio und das Vertriebsmodell zu ändern, um die spezifischen Anforderungen der neuen Kundengeneration besser zu erfüllen; die Erfordernis, das Vertrauen in die tatsächlichen Fähigkeiten von Privatbanken wiederherzustellen, um eine herausragende Anlageberatung zu erbringen. Verbunden mit diesen Anforderungen ist eine rasche Vervielfältigung der lokalen steuerlichen und regulatorischen Maβnahmen. Des Weiteren tritt all dies ein, da eine Intensivierung des Wettbewerbs die Grenzen zwischen Onshore- und Offshore-Märkten verwischt. Dadurch müssen Privatbanken bei ihrem geographischen Rahmen, ihrer Kundenstruktur und den angebotenen Dienstleistungen noch selektiver sein. Wir sind der Ansicht, dass das traditionelle Wertschöpfungsportfolio für die meisten Privatbanken tatsächlich schwindet. Um ein profitables Wachstum in Zukunft zu erzielen, müssen Privatbanken aus unserer Sicht definieren, was sie von ihren Konkurrenten unterscheidet und dies mit einer hohen Ausführungsqualität kombinieren.

„Bei EY Luxemburg haben wir umfangreiche Erfahrung bei der Unterstützung groβer, mittlerer und kleiner Vermögensverwalter und der Entwicklung ihrer grenzüberschreitenden Rahmenvereinbarungen. Wir haben Mandanten mit Buchungszentren international beraten und haben regulatorische, auf Risiken ausgerichtete, Transaktions-, Steuer- und Beratungsdienstleistungen erbracht. Unsere Erfahrung steht Kunden im Hinblick auf die Herausforderungen in diesem Bereich unterstützend zur Seite und trägt zur Entwicklung von führenden Rahmenbedingungen bei. Wir können Sie bei der Entwicklung einer grenzüberschreitenden Rahmenvereinbarung unterstützen, die eine Markt- und Dienstleistungsanalyse im Zielland beinhaltet. Unsere Analyse kategorisiert Risiken und informiert bei strategischen Entscheidungen über die Art des Marketings und des Dienstleistungsangebots/der Dienstleistungsprodukte für den jeweiligen Zielmarkt. Die Analyse unterstützt bei der Entwicklung und Umsetzung einer geeigneten Organisationsstruktur“, erläutert Bernard Lhoest, Banking and Capital Markets Leader bei EY Luxemburg.

Technologie, Medien und Telekom (TMT)

Der Technologie-, Medien- und Telekomsektor ist nach wie vor einer der Schlüsselsektoren von EY Luxemburg mit über 100 Mitarbeitern und einem Umsatzwachstum von 35% im Vergleich zum Vorjahr.

„Wir sind weiterhin bestrebt, unsere Aktivitäten im TMT-Sektor zu stärken und der Luxemburger Regierung eine gröβtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen, um sich im europäischen Wettbewerb erfolgreich zu behaupten und sich für internationale ICT- und TMT-Aktivitäten richtig zu platzieren. Trotz anstehender Änderungen der steuerrechtlichen Vorschriften sind wir weiterhin von den Vorteilen Luxemburgs sowie der Qualität seiner ICT-Infrastruktur überzeugt, um TMT-Unternehmen zu gewinnen. In diesem Zusammenhang haben wir zusammen mit anderen Partnern Europe 4 Start Up (E4S) gegründet, eine Plattform, die vielversprechende eBusiness- und Multimedia-Unternehmen dabei unterstützt, ihre unternehmerischen Vorhaben in Europa aus Luxemburg durch die anfänglich kostenlose Erbringung von Dienstleistungen in Gang zu bringen oder auszubauen. Das erste Jahr von E4S war mit zehn Existenzgründern, die in das Programm aufgenommen wurden, sehr erfolgreich. Wir gehen nun in das zweite Jahr und werden ungefähr zwölf Existenzgründer in das Programm aufnehmen. Des Weiteren investieren wir weiterhin in den USA, insbesondere im Silicon Valley, wo unsere ausländischen Niederlassungen mit Experten von EY Luxemburg Luxemburg vertreten und weiterhin mit amerikanischen Unternehmen aus der Technologie- und ebusiness-Branche beim Aufbau ihrer internationalen Aktivitäten in Luxemburg zusammenarbeiten. Schlieβlich spielen die meisten unserer TMT-Partner auch in Zukunft eine zentrale Rolle in unseren Kompetenzzentren, die es uns ermöglichen, die Sichtbarkeit Luxemburgs als Standort für TMT-Unternehmen zu erhöhen”, sagt Olivier Lemaire, Technology, Media and Telecommunications Sector Leader bei EY Luxemburg.

KMU

Der Auftakt zur vierten Veranstaltung des „Entrepreneur of the Year” fand dieses Jahr in Luxemburg statt. EY ist stolz, dieses Programm zu organisieren, das den Beitrag und den Grundgedanken von Unternehmern, die in Luxemburg und weltweit tätig sind, würdigt.

„Das hohe Unternehmerpotential wird als ein wesentlicher Faktor unserer Wirtschaft anerkannt. In den vergangenen Jahren haben wir kleine und mittlere Wachstumsunternehmen begleitet, die sich zu groβen multinationalen Unternehmen entwickelt haben. Unser Engagement für diese Unternehmer hilft uns sicherzustellen, dass wir heute mit den weltweit führenden Unternehmen von morgen zusammenarbeiten.

Des Weiteren erkennt EY, dass Familienunternehmen ganz eigene Bedürfnisse im Vergleich zu groβen multinational agierenden Konzernen haben. Wenn es sich bei den Hauptaktionären um Familienmitglieder handelt, besteht das wichtigste Anliegen in der langfristigen Existenz des Unternehmens, damit ein besseres als das geerbte Unternehmen übergeben werden kann. Dies bedeutet, dass Themen wie Finanzierungssituationen und Liquiditätsverhältnisse oder Kapitalmanagement durch Berücksichtigung der Refinanzierung oder Umstrukturierung oder gar privater oder öffentlicher Kapitalzuführung wichtige Faktoren des Geschäftsmodells sind. Auβerdem sind dauerhaftes Wirtschaftswachstum und Profitabilität, Nachfolgeplanung, gezieltes Steuermanagement, Risikoausgleich sowie die Unternehmenskultur und die Verantwortung tragende Säulen dieses Modells”, sagt Yves Even, SME & Family Enterprises Sector Leader bei EY Luxemburg.

EY Luxemburg hat in den vergangenen 15 Jahren ein erfahrenes und kompetentes Team zusammengestellt, das sich auf die Anforderungen von Familienunternehmen sowie kleinen und mittleren Betrieben konzentriert. Dieses Team setzt sich aus Fachleuten der Wirtschaftsprüfung, der Steuerabteilung und dem Bereich Advisory zusammen. Des Weiteren gehören zu diesem Team Luxemburger Partner mit kultureller Kompetenz und Fachkenntnis über den lokalen Markt und Familienunternehmen.

Die Partner dieses Teams stehen direkt mit dem internationalen EY-Kompetenzzentrum für kleine und mittlere Unternehmen in Verbindung.

Steuern

Auf dem Gebiet des internationalen Steuerrechts gab es in den vergangenen zwölf Monaten viel Bewegung. Ein auβergewöhnliches Medien- und öffentliches Interesse stellt die Frage, ob multinationale Unternehmen ihren fairen Steueranteil bezahlen, in den Mittelpunkt. Angesichts dieser öffentlichen Debatte hat die OECD im Februar dieses Jahres ihren vielbeachteten Bericht über Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen (Base Erosion and Profits Shifting, kurz: BEPS) gefolgt von einem umfassenden Aktionsplan im Juli 2013 veröffentlicht. Ziel dieser OECD-Initiative ist letztendlich die Anpassung der leitenden Grundsätze des internationalen Steuerrechts an eine globalisierte Wirtschaft, in der die Verantwortung für die Besteuerung auf nationaler Ebene verblieb.

Im Steuerbereich war das vergangene Jahr in Luxemburg selbst nicht weniger ereignisreich, vor allem im Hinblick auf die Ankündigung des Premierministers am 10. April, vom derzeitigen Quellensteuersystem ab 2015 auf den automatischen Informationsaustausch überzugehen. Neben der teilweisen Lockerung des Luxemburger Bankgeheimnisses für in der EU Ansässige sah sich die luxemburgische Regierung zwei weiteren wichtigen Entscheidungen im Steuerbereich gegenüber: zum einen, ob sich Luxemburg an der EU-Finanztransaktionssteuer beteiligen soll oder nicht und zum andern, welches Modell im Rahmen des sogenannten US FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) angewandt werden soll.

„Luxemburg musste dieses Jahr mehrere Entscheidungen von strategischer Bedeutung für das weitere nachhaltige Wachstum und die Entwicklung des Landes treffen. Dies betraf insbesondere das sich wandelnde Geschäftsmodell seines Banken- und Finanzzentrums. Die von der Luxemburger Regierung 2013 eingeleiteten Schritte werden es dem Land ermöglichen, seinen Platz sowie seine Wettbewerbsposition in einem harmonisierten Rahmen international anerkannter Standards zu finden”, erläutert Marc Schmitz, Tax Leader bei EY Luxemburg.

EMEIA*: Europa, Naher und Mittlerer Osten, Indien und Afrika

 

Über EY

EY ist einer der Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Managementberatung. Mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Leistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Wirtschaft und die Finanzmärkte. Dafür sind wir bestens gerüstet: mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern, starken Teams, exzellenten Leistungen und einem sprichwörtlichen Kundenservice. Unser Ziel ist es, Dinge voranzubringen und entscheidend besser zu machen – für unsere Mitarbeiter, unsere Mandanten und die Gesellschaft, in der wir leben.

Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited. Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten. Weitere Informationen zu unserer Organisation finden Sie auf ey.com.

Diese Pressemitteilung wurde von EYGM Limited, einem Mitgliedsunternehmen der internationalen EY-Organisation, veröffentlicht. Auch dieses Unternehmen erbringt keine Leistungen für Mandanten.

Weitere Informationen zu EY Luxemburg finden Sie unter www.ey.com/lu.