EY-Jahresrückblick

EY steigert Umsatz in Österreich um 30 Prozent auf 131 Millionen Euro – 140 neue Stellen geschaffen

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  • Starkes Wachstum wird getrieben durch Managementberatung (+76%) und Transaktionsberatung (+62%) – auch Wirtschaftsprüfung (+25%) und Steuerberatung (+12%) mit deutlichen Zuwächsen
  • Globaler Umsatz steigt um fast acht Prozent auf 31,4 Milliarden US-Dollar
  • Mitarbeiterzahl in Österreich wächst um 17 Prozent – 140 neue Stellen im Geschäftsjahr 2017
  • Investitionen in digitales Know-how – 21.000 Weiterbildungsstunden
  • Diversität als unternehmerisches Leitbild: EY setzt auf vielfältige Teams
  • Strategischer Fokus auf Automatisierung und Ausbau der Branchenkompetenz

Der Umsatz von EY Österreich ist im Geschäftsjahr 2016/2017 um gut 30 Prozent auf rund 131 Millionen Euro gewachsen. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Umsatz von EY Österreich unter der Leitung von Helmut Maukner damit im Jahr durchschnittlich um 10,3 Prozent. Mit Anfang des neuen EY-Geschäftsjahres am 1. Juli 2017 übernahm Gunther Reimoser neben seiner bisherigen Funktion als Leiter der Managementberatung auch die geschäftliche Gesamtverantwortung von EY Österreich. Weltweit erwirtschaftete EY im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 31,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von acht Prozent.

„EY blickt in Österreich auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 30 Prozent auf 131 Millionen Euro zurück. Das starke Wachstum zieht sich durch alle Bereiche des Unternehmens. Mein Vorgänger Helmut Maukner hat gemeinsam mit dem Führungsteam wichtige strategische Weichenstellungen wie den Ausbau der Management- und Transaktionsberatung oder der Bereiche Cybersecurity und Fraud Investigation and Dispute Services vorgenommen. In Kombination mit der fortschreitenden Automatisierung unserer eigenen Services und hohen Investitionen in das Branchen-Know-how sind wir hervorragend aufgestellt, um diesen Wachstumskurs fortzuführen. Unser Ziel ist es, EY als die erste Anlaufstelle für österreichische Unternehmen bei allen ihren Herausforderungen der digitalen Transformation und des nachhaltigen Wachstums zu etablieren.“, so Gunther Reimoser, Country Managing Partner bei EY Österreich.

Management- und Transaktionsberatung treiben Wachstum – auch Prüfung und Steuerberatung legen zu
Getrieben wurde das starke Wachstum vor allem durch die Management- und Transaktionsberatung. Dort stiegen die Umsätze um 76 bzw. 62 Prozent. Auch die Wirtschaftsprüfung und die Steuerberatung verzeichnen mit Zuwächsen von 25 bzw. 12 Prozent ein starkes Jahr.

In der Wirtschaftsprüfung konnte EY in Österreich trotz eines schwierigen Marktumfelds um 25,7 Prozent zulegen – global gab es einen Anstieg um 4,0 Prozent. Gerhard Schwartz, Leiter Wirtschaftsprüfung bei EY Österreich: „Wir prüfen bereits jetzt ein Viertel der ATX-Prime-Unternehmen. Mit der EU-Audit-Reform werden in den nächsten Jahren große Prüfmandate frei, die wir gewinnen wollen. Mit unserem kompromisslosen Fokus auf qualitativ hochwertige Prüfungen und Investitionen in neue digitale Tools wie Robotics und Artificial Intelligence sind wir dafür sehr gut aufgestellt. Im Bereich Fraud Investigation and Dispute Services haben wir mehrere große Aufträge in Österreich und in Deutschland gewonnen. Unsere forensischen Spezialisten sind mittlerweile auch im Ausland stark gefragt.“

Der Umsatz in der Steuerberatung stieg im vergangenen Jahr um 12,2 Prozent, weltweit gab es ein Plus von 7,9 Prozent. Andreas Stefaner, Leiter Steuerberatung bei EY Österreich: „Der Bedarf nach Unterstützung beim Erfüllen steuerlicher Vorgaben ist eindeutig im Steigen. Regierungen verlangen mehr Transparenz, viele Länder reformieren ihr Steuersystem – das hat gerade auch für exportorientierte österreichische Unternehmen Folgen. Für unsere Kunden wird das Management von neuen Technologien, Big Data und digitaler Verwaltung im Steuerbereich immer wichtiger. Wir investieren deshalb global und national stark in den technologischen Fortschritt in diesen Bereichen.“

In der Transaktionsberatung stieg der Umsatz in Österreich stark um 62 Prozent an, weltweit gab es ein Plus um 15,5 Prozent. „Der Übernahme-Appetit in Österreich ist aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds weiterhin groß. Ein weiterer Wachstumstreiber war die Ausweitung unseres Leistungsspektrums um Post-Merger-Integration und die Stärkung des Bereichs Real Estate. EY ist in Österreich mittlerweile führend bei der Begleitung von Unternehmensverkäufen durch Vendor Due Diligence“, so Eva-Maria Berchtold, Leiterin Transaktionsberatung bei EY Österreich. EY hat im vergangenen Geschäftsjahr sieben der zehn größten M&A-Deals der Welt begleitet.

Das stärkste Wachstum gab es in der Managementberatung – dort legte der Umsatz in Österreich um 76 Prozent und weltweit um 10,4 Prozent zu. Dazu Gunther Reimoser, Leiter Managementberatung bei EY Österreich: „Die Managementberatung ist der stärkste Wachstumstreiber in Österreich. Durch den Zusammenschluss mit Contrast Management Consulting ist die größte Managementberatung Österreichs mit mittlerweile rund 200 Mitarbeitern entstanden. Die Nachfrage nach unseren ganzheitlichen Beratungsleistungen von der Strategie über die technologische Umsetzung bis hin zur Organisations- und Kulturentwicklung nimmt erheblich zu. In wichtigen Zukunftsbereichen wie Blockchain haben wir richtungsweisende Pilotprojekte zum Beispiel für die Energiewirtschaft oder die Stadt Wien gestartet“.

EY schafft 140 neue Stellen in Österreich – Mitarbeiterzahl steigt um 17 Prozent
EY hat im vergangenen Jahr seine Mitarbeiterzahl um 17 Prozent erhöht und alleine in Österreich 140 neue Stellen geschaffen. Weltweit stellte EY mehr als 65.000 Mitarbeiter ein, insgesamt bewarben sich mehr als zwei Millionen Menschen. Die Mitarbeiterzahl stieg um 7,3 Prozent auf rund 250.000.

„Unser Erfolg und unsere Qualität stehen und fallen mit unseren Mitarbeitern. Wir freuen uns sehr, dass die EY-Familie in Österreich weiter gewachsen ist. Wir werden noch in diesem Geschäftsjahr die 1.000-Mitarbeiter-Marke überschreiten. Wir investieren sehr viel in die laufende Weiterentwicklung und das digitale Know-how unserer Mitarbeiter: Alleine im letzten Geschäftsjahr haben sie über 21.000 Weiterbildungsstunden in Anspruch genommen“, so Gunther Reimoser.

Die Attraktivität von EY als Arbeitgeber und Recruiter wurde im vergangenen Geschäftsjahr durch mehrere Top-Platzierungen in Ranglisten und Umfragen bestätigt. Bei der UNIVERSUM-Umfrage unter 11.000 Studierenden zu den attraktivsten Arbeitgebern Österreichs verbesserte sich EY im Ranking um vier Plätze auf Rang 18 unter Wirtschaftsstudenten. Bei der trendence-Umfrage zum Wunscharbeitgeber unter 12.000 abschlussnahen Studierenden machte EY sieben Plätze gut und belegt Platz 12 bei Wirtschaftsstudenten. Im uniforce-Ranking der besten Praktikumsplätze Österreichs schaffte es EY auf den dritten Platz in Österreich.

„Hervorragende Mitarbeiter entscheiden sich für hervorragende Arbeitgeber. Wir arbeiten deshalb Jahr für Jahr sehr intensiv daran, die Attraktivität von EY als Arbeitgeber weiterzuentwickeln. Wir sind in diesen Bemühungen sehr erfolgreich. Das zeigen neben zahlreichen Top-Platzierungen in Rankings unter anderem fast 5.000 Bewerbungen im letzten Geschäftsjahr. Für unseren ganzheitlichen Beratungsansatz brauchen wir hochqualifizierte Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Disziplinen. Neben den klassischen Qualifikationen wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater stellen wir deshalb auch vermehrt Mathematiker, Informatiker und Ingenieure ein. Weltweit haben wir zum Beispiel mittlerweile 18.000 Data-Analytics-Mitarbeiter, davon 2.100 Data Scientists“, so Reimoser.

Diversität als unternehmerisches Leitbild: EY setzt auf vielfältige Teams
„Nur vielfältige Teams mit unterschiedlichen Backgrounds können vielfältige Aufgaben für Unternehmen lösen. Diversität ist deshalb fest in unserem unternehmerischen Leitbild verankert: Alleine in Österreich arbeiten Menschen aus 25 Nationen für EY, die 45 Sprachen sprechen. Auf Führungsebene liegt der Frauenanteil momentan bei 43 Prozent – wir sind also schon fast bei einer ausgeglichenen Mischung von Männern und Frauen in unserem Management“, so Gunther Reimoser.

Insgesamt liegt der Frauenanteil bei EY Österreich bei 57 Prozent. Das Durchschnittsalter beträgt 32,3 Jahre.

Investitionen in digitales Know-how und Automatisierung
„Unsere Kunden erleben im heutigen Marktumfeld Umbruch, Innovation oder gar Disruption. Wir haben solche Veränderungen in unserer DNA und wollen unsere Kunden als digitaler Transformationspartner ihres Vertrauens bei ihrer Transformation ganzheitlich begleiten. Wir beraten und begleiten unsere Kunden mit hochaktuellen Serviceangeboten, ohne dass wir die Verlässlichkeit und die Stabilität einer Prüfungs- und Beratungsgesellschaft aus den Augen verlieren“, so Gunther Reimoser.

Um die für diesen Beratungsansatz nötige eigene Transformation voranzutreiben, investiert EY derzeit massiv in Know-how und Technologien, beispielsweise in die Rekrutierung und die Ausbildung von Spezialisten für digitale Wertschöpfung oder in Big-Data-Analyse-Labore. In Österreich verstärkt EY insbesondere Investitionen in den Bereichen Analytics und Automatisierung – speziell auch in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung.

Gunther Reimoser dazu: „Ein wichtiger Trend, der mit der Digitalisierung zusammenhängt, ist die Erhöhung der Qualität der Abschlussprüfung, aber auch der Steuerberatung. Wer riesige Datenmengen verarbeiten kann, wird künftig Unterlagen eines Unternehmens komplett prüfen können. Die Stichprobenprüfung wird also der Vergangenheit angehören und die Abschlussprüfung wird erheblich an Qualität gewinnen. Auch die Steuerberatung wird profitieren, denn die Analyse großer Datenmengen hilft, Steuerrisiken zu erkennen.“

EY baut Branchenkompetenz aus – Neuausrichtung der Organisationsstruktur
Um die spezifischen Chancen und Risiken, die die anstehende Transformation für Unternehmen unterschiedlicher Branchen birgt, beurteilen und mit ihnen umgehen zu können, braucht es eine stark ausgeprägte Branchenkenntnis. Ein weiterer Eckpfeiler der EY-Strategie ist daher die Fokussierung auf Schlüsselbranchen. In Österreich legt EY einen besonderen Fokus auf die Finanzbranche, die Industrie, den Energiesektor, Handel & Konsumgüter, den Immobilien- sowie den öffentlichen Sektor.

„Unser multidisziplinärer Beratungsansatz braucht Teams mit herausragendem Branchen-Know-how. Nur wenn wir die spezifischen Herausforderungen unserer Kunden in ihrer Branche verstehen, können wir Lösungen mit Mehrwert bieten. Wir haben bereits im vergangenen Geschäftsjahr die Ausrichtung der Gesamtorganisation auf Branchen verstärkt. Mit dieser strategischen Ausrichtung und den gezielten Investitionen in den Ausbau unserer Expertise ist EY hervorragend für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt“, so Erich Lehner, Managing Partner Markets und Verantwortlicher für die Koordination der Sektoren bei EY Österreich.