Building a better working world

Frischer Wind in Sachen Energie

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Windwasserstoff kann zum innovativen Schlüssel für die Energiewende werden. Wie das funktioniert und sich auch rechnen kann, hat EY in der Metropolregion Hamburg gezeigt.

Wind gehört zu den alternativen Energiequellen der Zukunft − allerdings mit einem großen Handicap: Je nach Windstärke gibt es mal zu wenig, mal zu viel Strom. Bislang gab es keine Möglichkeiten, gerade in windreichen Gegenden die überschüssige Energie zu speichern. Wenn die Stromnachfrage gedeckt war, wurden die Windräder abgeschaltet.

Das kann sich mit Hilfe geeigneter Elektrolyseanlagen und Kavernenspeicher, die die überschüssige Windenergie in Form von Wasserstoff speichern und dann wieder abgeben, schon bald ändern.

Dabei kann der Wasserstoff besonders vielseitig eingesetzt werden: Er lässt sich wieder in Strom verwandeln, kann Autos antreiben und zu Erdgas methanisiert werden. Darüber hinaus ist er ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie.

Doch auch diese Lösung hat einen Haken: die Frage nach den Kosten.

„EY hat mit seiner Studie einen praxistauglichen Fahrplan für eine better working world vorgelegt. Die Studie zeigt, was getan werden muss, um die Energiewende zu schaffen.“ Renate Klingenberg, ChemCoast-Initiative

„Und hier sollten wir für Klarheit sorgen“, sagt Managementberater Rainer Scholz aus dem Hamburger EY-Büro. „Die Metropolregion Hamburg wollte wissen, wie teuer es ist, ein Kilogramm grün produzierten Wasserstoff beim Verbraucher anzubieten. Denn potenzielle Abnehmer gibt es in der Region genug ‒ angefangen von der chemischen Industrie bis hin zum öffentlichen Nahverkehr.“ So will der Hamburger Senat beispielsweise bis 2020 nur noch emissionsfreie Busse einsetzen.

Innerhalb von nur drei Monaten untersuchte das fachübergreifend aufgestellte EY-Team in der Unterelbregion die gesamte Wertschöpfungskette – vom Windrad bis zur Steckdose ‒ und kam zu einem klaren Ergebnis: Die grüne Energie kann zum Schlüssel für die Energiewende werden.

„Aber dafür müssen Staat und Industrie zunächst einmal in eine Verteil-Infrastruktur investieren, um so einen gemeinsamem Markt für den Windwasserstoff aufzubauen“, erklärt Rainer Scholz, „wobei sich hierfür exzellent öffentlich-private Partnerschaften anbieten.“

Die Metropolregion Hamburg war von den fundierten Studienergebnissen beeindruckt. „Mit seinem fachübergreifenden Ansatz hat EY wirklich alle Aspekte unter die Lupe genommen, die es bei der Nutzung der Windwasserstoffenergie zu berücksichtigen gibt“, betont Renate Klingenberg von der ChemCoast-Initiative. Hier haben sich Wirtschaft und Politik zusammengeschlossen, um die Elbregion wirtschaftlich noch weiter nach vorne zu bringen.

„Der vorgelegte Fahrplan zur Realisierung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe ist zugleich ein Fahrplan in eine better working world“, so Renate Klingenberg. „Denn er zeigt nicht allein, wie Wirtschaft, Politik und die öffentliche Hand in Zukunft zusammenarbeiten müssen, um etwas zu bewegen. Er sagt auch, was getan werden muss, um die Energiewende zu schaffen.“