EY, Guardtime und Branchenteilnehmer starten die weltweit erste Blockchain-Plattform für Transportversicherer

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  • Bisher einmalige Plattform für Versicherungsbranche basierend auf Technologie von Microsoft Azure
  • Blockchain-Technologie verbindet Kunden, Makler und Versicherer
  • Versicherer können Kosten sparen und Effizienz verbessern, da Transparenz erhöht und Verwaltungskosten verringert werden

Stuttgart, 13. September 2017. EY und Guardtime präsentieren die weltweit erste Blockchain-Plattform für die Transportversicherungsbranche. Die Blockchain-Plattform bringt der Versicherungsbranche enorme Vorteile: Sie sieht sich einem komplexen internationalen Umfeld gegenüber, das viele Beteiligte, Bürokratie, große Transaktionsvolumen und länderübergreifende Abstimmungsprozesse mit sich bringt. Dies kann dazu führen, dass die Anforderungen im Hinblick auf Transparenz, Compliance und ein sorgfältiges Risikomanagement nicht erfüllt werden können. Die Blockchain-Plattform führt getrennt gespeicherte Daten und Prozesse zusammen, um das Risiko von Abstimmungsdifferenzen und Fehlern zu minimieren.

Versicherer können dank der für die Branche bisher einmaligen Blockchain-Plattform außerdem ihre Kapitalausstattung verbessern und Effizienzvorteile erzielen, da die Transparenz erhöht und Verwaltungskosten verringert werden.

Dem Start der Plattform, die von A.P. Møller-Maersk A/S, ACORD, Microsoft, MS Amlin, Willis Towers Watson und XL Catlin gemeinschaftlich initiiert wurde, ging eine 20-wöchige Proof-of-Concept-Phase voraus. Die Plattform basiert auf der Global Cloud-Technologie von Microsoft Azure.

Die weltweite Blockchain-Plattform verbindet Kunden, Makler, Versicherer und Dritte. Die Plattform kann Daten über Vermögenswerte von mehreren Parteien erzeugen und pflegen, Daten mit Versicherungsverträgen verknüpfen, Informationen empfangen und darauf reagieren (z. B. in Form einer Tarifänderung oder Änderung eines Geschäftsprozesses), Kundenvermögen, Transaktionen und Zahlungen miteinander verbinden sowie erstmalige und weitergehende Schadenmeldungen erfassen und auswerten.

Teilnehmer sind sich einig, dass die Blockchain die Versicherungsbranche grundlegend verändern wird
„Es war immer klar, dass die Blockchain das Potenzial hat, das gesamte Versicherungswesen zu transformieren. Mit unserer Arbeit haben wir dazu beigetragen, dass aus dem Potenzial Realität wird. Mit der von uns erprobten Lösung, die bereit für den kommerziellen Einsatz ist, kann die Transportversicherungsbranche erstmals von der Transparenz, Sicherheit und Standardisierung der Blockchain profitieren. Wir freuen uns darauf, diese Technologie in der Schiffsversicherung einzusetzen und herauszufinden, wie die Erfahrungen und Erkenntnisse in anderen Märkten für Spezialversicherungen und in anderen Bereichen angewendet werden können“, EY-Partner Oliver Netz.

Lars Henneberg, A.P. Head of Risk and Insurance bei A.P. Møller-Maersk A/S, erklärt dazu:
„Der Einsatz von Technologie zur Verschlankung und Automatisierung unserer Interaktionen mit dem Versicherungsmarkt hat für uns oberste Priorität. Versicherungsgeschäfte sind bislang viel zu langwierig und umständlich. Der Abstand zwischen Risiko und Kapital ist einfach zu groß. Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, die gewünschte und längst fällige Entwicklung zu erleichtern.“

Mike Gault, CEO von Guardtime, erläutert:
„Die KSI® Blockchain Stack ist eine bewährte Technologie zur Sicherung der physischen Lieferketten sowie der Software- und Informations-Lieferketten, auf die sich Unternehmen stützen, um die Integrität ihrer Geschäftsaktivitäten sicherzustellen. Durch die Zusammenarbeit mit EY können wir den Einsatz unserer Technologie zur Lösung praktischer Probleme von Kunden weiter ausdehnen. Die Technologie von Guardtime und die Fachkompetenz von EY ist eine starke Kombination für Kunden, die schwierige Probleme mit der Blockchain-Technologie lösen wollen.“

„Es ist großartig, dass wir bei dieser innovativen Blockchain-Lösung für die Versicherungsindustrie mit EY zusammenarbeiten können. Unser Pionierprojekt hat das Potenzial, den Zeitaufwand, die Kosten und die Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Versicherungsbranche deutlich zu reduzieren. ACORD freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, denn wir wollen, dass unsere Mitglieder von den Vorteilen aus der Nutzung der Blockchain profitieren können“, betont Bill Pieroni, President und CEO von ACORD, einer weltweiten Organisation, die internationale Standards für die Versicherungsbranche entwickelt.

Mark Russinovich, Chief Technology Officer von Microsoft Azure, erklärt:
„Microsoft ist davon überzeugt, dass die Blockchain eine Transformationstechnologie ist, die Reibungsverluste im Geschäftsverkehr deutlich verringern kann, insbesondere durch die Verschlankung von Geschäftsprozessen, die von mehreren Unternehmen geteilt werden. Die Transportversicherung ist ein Paradebeispiel für einen komplexen Geschäftsprozess, der mit der Blockchain optimiert werden kann. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Unternehmen von der Blockchain profitieren können. Wir freuen uns, gemeinsam mit EY, Guardtime und anderen Branchenkenner an der Entwicklung und Einführung von Blockchain-Lösungen, die auf Technologien von Microsoft Azure aufbauen, arbeiten zu können.“

„Wir begannen mit dieser Arbeit im Jahr 2016, weil wir davon überzeugt waren, dass die Blockchain-Technologie den Transportversicherungsmarkt revolutionieren könnte. Es ist ein großartiger Erfolg, dass wir bereits in der Lage sind, eine konkrete Plattform zu testen, über die wir Transaktionen auf ganz neue Weise abwickeln werden. Mit unserem MS Amlin EDGE-Programm verfolgen wir das Ziel, die Chancen zu nutzen, die sich aus strategischen und radikaleren Möglichkeiten der digitalen Disruption und Geschäftsmodellinnovation ergeben“, erklärt Dr. Paul Taffinder, Director of Strategy and Innovation bei MS Amlin.

„Für die Weiterentwicklung der Versicherungsbranche ist es unabdingbar, den Versicherungsprozess völlig neu zu gestalten. Diese Initiative kann Versicherungsgeschäfte dank neuartiger Technologien straffen und vereinfachen und dadurch effizienter gestalten – ein wichtiger Entwicklungsschritt für die Versicherungsbranche“, betont Simon Gaffney, Chief Data Officer von Willis Towers Watson.

„Dieses erfolgreiche Proof of Concept ist wegweisend. Während die Versicherungsindustrie die Blockchain bislang als Möglichkeit betrachtet hat, einige Prozesse zu revolutionieren und die Effizienz zu steigern, wird unsere Lösung zu praxisrelevanten Innovationen führen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir dabei gewinnen, werden wir in anderen Versicherungssparten anwenden können und so für unsere Kunden in der ganzen Branche einen Mehrwert schaffen,“ stellt Martin Henley, Chief Information Officer von XL Catlin, fest.

 

Nähere Informationen finden Sie unter ey.com/insurance_blockchain
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