Die Verkehrswende muss gemeinsam gestaltet werden

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  • Die Beratungsunternehmen IFOK und EY machen in ihrem neusten Papier deutlich, wie die Verkehrswende in Deutschland gelingen kann.

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Verkehrswende „made in Germany“

(PDF – 764,48 KB, 8 Seiten)

Stuttgart, 6. Februar 2018. Unser Verkehrssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Angetrieben von Digitalisierung, technischen Entwicklungen und hohen Anforderungen an Klima- und Gesundheitsschutz kommen strukturelle Veränderungen auf uns zu. Wie das zukünftige Mobilitätssystem aussehen soll, ist strittig. Noch strittiger ist jedoch, wie der Transformationsprozess im Bereich Mobilität gestaltet werden soll. Das von EY und IFOK erarbeitete Diskussionspapier „Verkehrswende ‚made in Germany‘ – Wie Deutschland den Umstieg schafft“ zeigt Lösungsansätze, wie die Verkehrswende in Deutschland gemeinsam gemeistert werden kann. Das zentrale Element: das „Forum Verkehrswende“. Durch einen solchen Diskussionsraum ist es möglich die Verkehrswende mit unterschiedlichsten Akteure gemeinsam zu gestalten – aus Sicht der Autorinnen und Autoren der einzig richtige Weg.

Das Verkehrssystem im komplexen Wandel
„Der Wandel im Verkehrssektor hat begonnen und strukturelle Umbrüche stehen bevor. Es wird Zeit, dass das Thema Verkehrswende auf der politischen Agenda nach vorn rückt “, so Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Leiter des Bereichs Government & Public Sector für Deutschland, die Schweiz und Österreich bei EY. Der Verkehrssektor steht unter Veränderungsdruck: technologische Entwicklungen und Anforderungen verändern den Fahrzeugmarkt stark. Alternative Antriebe und Kraftstoffe sowie neue digitalisierte Verkehrskonzepte verändern die Fahrzeuge selbst und das Verkehrssystem als solches. Ausgehend von diesen Entwicklungen steht ein wirtschaftlicher Strukturwandel an, welcher die Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland zum Reagieren zwingt. Hinzu kommen die eingegangenen Verpflichtungen im Umwelt- und Klimaschutz, welche starken Druck auf den Verkehrssektor ausüben. Jörg Hönemann, Leiter des Bereichs Automotive und Transportation bei EY macht deutlich: „Es ist wichtig, dass der Transformationsprozess als Ganzes gedacht und betrachtet wird. Insbesondere in Bezug auf die Antriebswende bedarf es einer Technologieoffenheit, um nicht vorzeitig Antriebsformen auszuschließen, die sich später noch als zukunftsfähig erweisen.“

Für eine nachhaltige Verkehrswende müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenarbeiten
Mit dem veröffentlichten Papier leisten IFOK und EY einen Beitrag zur Debatte darüber, wie die sozial und ökologisch nachhaltige Umgestaltung des Verkehrssystems verträglich für die Volkswirtschaft gelingen kann. „Bei allen Herausforderungen der deutschen Automobilbranche bietet sich gleichzeitig ein Gelegenheitsfenster: Mit den kombinierten Kompetenzen aus Energiewende, Digitalisierung und Mobilitätslösungen kann sich Deutschland an die Spitze der Bewegung im Bereich Verkehrswende setzen“, so Henning Banthien, Sprecher der Geschäftsführung von IFOK.

„Forum Verkehrswende“ als neutrale Dialogplattform
Doch wie kann ein solches Projekt gelingen? Die Verkehrswende sollte überparteilich gesteuert, transparent gestaltet und unter Beteiligung aller relevanten Ebenen realisiert werden – nur dann wird sie zum Erfolg. Ein „Forum Verkehrswende“ könnte die Voraussetzungen hierfür schaffen und als starker Treiber agieren, um die Wende aktiv zu gestalten. Das Forum bietet einen Raum, um Verständnis für die Verkehrswende zu schaffen und gemeinsam geeignete Lösungen für den Strukturwandel zu erarbeiten. Das „Forum Verkehrswende“ ist somit der erste Schritt in die neue Mobilitätswelt. „Vielleicht noch mehr als bei der Energiewende gilt bei der Verkehrswende, dass sie nur als Gemeinschaftswerk gelingen kann. Die Komplexität der Faktoren für eine erfolgreiche Wende kann nur in einem strukturierten Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Fachleute und den Bürgerinnen und Bürgern in einen fruchtbaren Zusammenhang gebracht werden“, so Banthien.