EY-Studie Smart Cities Österreich 2018

Mehr als jeder zweite Österreicher befürwortet „Smart City“-Angebote – freies WLAN und Routenoptimierung bei Staus beliebteste Services

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  • 56 Prozent stehen Smart-City-Angeboten befürwortend gegenüber – ein Drittel (36%) ist unschlüssig, nur acht Prozent lehnen Smart City ab
  • Österreicher assoziieren den Begriff Smart City primär mit Verkehr, Infrastruktur und Energie
  • Am bekanntesten ist das freie WLAN-Angebot an öffentlichen Plätzen (77%) – Online-Lernplattformen oder nachhaltiges Ressourcenmanagement sind als Schlusslichter nur jedem fünften Befragten ein Begriff (23%)
  • Die Befragten können sich vorstellen, folgende Angebote zu nutzen: freies WLAN (61%), Routenoptimierung bei Staus (33%), Online-Zugang zu Bibliotheken (32%) und Car Sharing (31%)

„Smart City“ steht für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Der Sammelbegriff Smart City ist mehr als der Hälfte der Österreicher (52%) jedoch nicht geläufig – 15 Prozent der Befragten haben sich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt, 37 Prozent hörten den Begriff im Zuge der Umfrage zum ersten Mal.

Das sind einige Ergebnisse der EY-Studie Smart Cities Österreich 2018 der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY, einer repräsentativen Umfrage unter 1.002 Österreichern ab 18 Jahren zum Wissen und der Einstellung der Österreicher zu Smart-City-Angeboten.

Die spontanen Assoziationen zu den Angeboten von Smart City sind sehr unterschiedlich: Zwölf Prozent denken bei der Nennung des Sammelbegriffes spontan insbesondere an öffentlichen Verkehr, Verkehrskonzepte, -leitsysteme oder -apps. Andere Nennungen umfassen die Vereinfachung der Behördenwege (9%), Elektrotankstellen (7%) oder Vernetzung/Digitalisierung, z. B. im Gesundheitssystem (6%). Weitere Assoziationen – von Abfallvermeidung über Nahversorgung, Wohnen, Bildung oder Stadtentwicklung – fallen nur jeweils unter fünf Prozent der Befragten spontan zu Smart City ein.

„Obwohl jeder zweite Befragte angibt, mit dem Begriff Smart City nicht viel anfangen zu können, ist die Gruppe der Befürworter von Smart-City-Angeboten groß: 56 Prozent der Österreicher sind dezidiert für Angebote, ein Viertel ist unschlüssig oder neutral, nur acht Prozent sind eher ablehnend eingestellt – aus Desinteresse, wegen der gefühlten Störungsanfälligkeit oder auch aus Angst vor Überwachung“, erklärt Christoph Harreither, Sector Leader Government und Public Services bei EY Österreich. Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen beinhaltet die stärksten Befürworter – 64 Prozent sind pro Smart City eingestellt.

Digitale Freizeitmöglichkeiten sind am bekanntesten
Kostenloser Zugang zu Internet an öffentlichen Plätzen und in gesamten Städten (77%) sowie Car Sharing (70%) sind die bekanntesten Smart City-Leistungen in Österreich. Immerhin über 40 Prozent sind mit Smart Meter (45%), Urban Gardening (44%), Online-Zugang zu Bibliotheken (42%) sowie Routenoptimierungen bei Staus (ebenfalls 42%) vertraut. Am wenigsten im Bewusstsein der Österreicher verankert sind die Angebote zu nachhaltigem Ressourcenmanagement und Bildung durch Online-Lernplattformen (23%).

„Bekanntheit von Smart-City-Angeboten heißt nicht gleich Nutzung – hier ergibt sich ein ganz anderes Bild. Es gilt, die Angebote nicht nur bekannter zu machen, sondern die Bürgerinnen und Bürger auch dazu zu bringen, sie wirklich aktiv zu nutzen“, so Christian Horak, Partner bei Contrast EY.

Freies WLAN am beliebtesten – Car- oder Bike-Sharing für jeden Dritten interessant
Das beliebteste Smart City-Angebot ist laut Aussage der Befragten freies WLAN – 61 Prozent würden diese Leistung sofort in Anspruch nehmen. Jeweils etwa ein Drittel (31%) würde Car- oder Bike-Sharing (31%), Routenoptimierung (33%) oder Online-Zugang zu Bibliotheken (32%) nutzen. Wenig interessant für die Österreicher sind dagegen Bildungsangebote über Online-Lernkurse sowie autonomes Fahren in Form von Taxis oder öffentlichen Verkehrsmitteln – diese Angebote zu nutzen können sich derzeit nur jeweils 15 Prozent vorstellen, Urban Gardening ist nur für 16 Prozent interessant.