Kapitalinvestitionen in börsenkotierte Schweizer Biotech-Firmen auf neuem Hoch und ausgezeichnete Erfolgsgeschichten

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Swiss Biotech Report 2019
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BASEL, 7. MAI 2019 – 2018 konnte die Schweizer Biotechindustrie erneut Umsätze, Liquidität, Exporte und Forschungsinvestitionen steigern. Damit legt die Industrie eine solide Basis für weiteres Wachstum und Entwicklung in der Zukunft. Die Kapitalinvestitionen haben sich auf dem Vorjahresniveau gehalten, mit einer eindrücklichen Steigerung der Investitionen in börsenkotierte Biotech-Firmen. Der Börsengang von Polyphor 2018 mit einer Neugeldaufnahme von rund CHF 155 Millionen war einer der erfolgreichsten europäischen Börsengänge.

Der Swiss Biotech Report 2019 widmet sich dem Thema «Wandel gestalten» und demonstriert, dass die Schweizer Biotech-Branche mit steigenden Forschungsinvestitionen (+ 32%), hoher Liquidität (+ 14%) und einem wertvollen Patentportfolio (53% der Schweizer Biotech-Patente sind «World-Class Patente») für die anstehenden Paradigmenwechsel und globalen Herausforderungen gewappnet ist.

Die Schweizer Biotech-Branche konnte 2018 erneut mit ihren Leistungen überzeugen – die Beschäftigtenzahl der 249 Biotechunternehmen und 63 Zulieferfirmen ist um rund 4% auf über 14‘300 gestiegen und die Branchenumsätze konnten um rund 6% auf CHF 4 Milliarden gesteigert werden. Die Kapitalinvestitionen sind auf dem gleichen Niveau verblieben, mit einer massiven Steigerung der Investitionen in börsenkotierte Biotech-Unternehmen.

Innovation im Zentrum der Biotech-Industrie
Die Schweizer Biotech-Branche investiert massiv in Forschung und Entwicklung. Von den 2018 erzielten Kapitalinvestitionen und Umsätzen wurden über 30% in Forschung investiert. Die Schweizer Biotech-Branche besteht mehrheitlich aus kleinsten und mittleren Unternehmungen (Pharmaunternehmen wie Roche oder Novartis werden nicht mitgezählt), die eine beachtliche Pipeline an Wirkstoffen in der präklinischen oder frühen klinischen Forschung weitertreiben. Diese Forschung ist risikoreich, langwierig und kostspielig – bestärkt wird die Schweizer Biotech-Branche durch die Kapitalinvestitionen, das Interesse internationaler Unternehmen an Kooperationen und die Erfolge in nationalen und internationalen Projektförderungsprogrammen (Innosuisse, Horizon 2020, internationale Trusts und Stiftungen).

Herausragende Branchenerfolge am Swiss Biotech Day honoriert
Die Swiss Biotech Association zeichnete wiederum Schweizer Biotech-Firmen für ihre nachhaltigen Beiträge zur Biotechindustrie mit den Swiss Biotech Success Stories Awards aus. Nach ihrer Nomination 2018 nahmen Biogen, Okairos, Roche Glycart, Selexis und Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma die Trophäen entgegen.

Für 2019/2020 wurden der Nobelpreisträger Werner Arber, Actelion, Debiopharm, Helsinn, VentureLab, Venture Kick und die Venture Foundation nominiert.

Preisträger des Swiss Biotech Success Stories Awards (in alphabetischer Reihenfolge)
Biogen, ein Biotech-Pionier, wird für die zahlreichen Schweizer Elemente in seiner Erfolgsgeschichte geehrt. In der Schweiz gegründet ist Biogen heute ein weltweit führendes Biotech-Unternehmen mit über 7‘000 Mitarbeitenden.

Glycart (heute Roche Glycart) ist Vorreiter beim Antikörper-Engineering in der Krebsimmunotherapie. Das erste auf dieser Technologie basierende Medikament wurde 2013 zur Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie zugelassen.

Okairos (heute GSK) entwickelte innovative Impfstoffe auf T-Zellen-Basis zur Behandlung der wichtigsten Infektionskrankheiten wie Malaria, Hepatitis C, HIV und Ebola. 2013 übernahm GSK das Unternehmen für EUR 250 Mio.

Selexis bestimmt seit mehr als einem Jahrzehnt das Innovationstempo in der Proteinexpression und setzt neue Massstäbe in der Bioproduktion. Selexis’ Spitzentechnologie wird weltweit von über 100 Partnern genutzt.

Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma, ist ein transformatorisches Joint-Venture zwischen Vifor Pharma und Fresenius. Eine Partnerschaft, die ein weltweit führendes Unternehmen mit Therapien zur Behandlung von Nierenleiden etablierte.

Die Nominierten für die Swiss Biotech Success Stories Awards 2019/2020
Erstmals hat die unabhängige Jury eine Einzelperson für die Auszeichnung nominiert: Prof. Dr. Werner Arber erhielt 1978 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Mit seiner bahnbrechenden Forschung im Bereich der Molekulargenetik hat er die Entwicklung der Biotechnologie in vielfältiger Weise über Jahrzehnte mitgeprägt.

Weiter wurden drei Stiftungen nominiert, die seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich Biotech Startup-Firmen fördern und damit wesentlich zum Wachstum der Industrie beigetragen haben. Venture Foundation, Venturelab und Venture Kick decken unterschiedliche Aspekte der Startup-Förderung ab und ergänzen sich optimal. Sie haben effiziente Selektionsprozesse etabliert, können Startup-Finanzierungsmittel zur Verfügung stellen und die Firmen in der Startphase auch operativ unterstützen.

Drei herausragende und kommerziell erfolgreiche Biotechfirmen wurden ebenfalls nominiert: Actelion, Debiopharm und Helsinn. Actelion ist Teil des Pharmakonzerns J&J und der weltweit führende Anbieter von Medikamenten zur Behandlung von Lungenhochdruck. Debiopharm hat ein Geschäftsmodell aufgebaut, mit dem erfolgsversprechende Produktkandidaten optimiert, in der klinischen Entwicklung getestet und schliesslich an Pharmapartner lizenziert werden. Helsinn hat ihre Produkte zur Marktreife gebracht, eigene Produktions- und Forschungskapazitäten aufgebaut und ist im Tessin zu einem wichtigen Arbeitgeber geworden.

Mehr Informationen
Der Swiss Biotech Report 2019 beleuchtet die wichtigsten Trends, Innovationsfaktoren und Innovationsquellen und fasst Themen und Fakten zur Entwicklung der Schweizer Biotech-Industrie zusammen. Der Report ist digital erhältlich.

Auf der Swiss Biotech-Website finden Sie weitere Informationen zu den Swiss Biotech Success Stories.

Medienkontakt
Swiss Biotech Association
Sabine Bamert
Kommunikation
press@swissbiotechday.ch swissbiotech.org/media


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