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Ökosysteme in der Pharmaindustrie

Die Life-Science-Industrie im Umbruch

Haben früher nur wenige Akteure (Pharmahersteller und Kliniken) die Entwicklung und Verabreichung von Medikamenten dominiert, so verlangen Patienten heute Zugang zu mehr Informationen und die Möglichkeit, die Art und Weise ihrer Behandlung zu steuern oder mitzugestalten. Dieser Paradigmenwechsel in der Sichtweise von Patienten und Kostenträgern auf optimale Gesundheitsergebnisse führt zu einem weitreichenden Wandel in der Entwicklung und Distribution von Arzneimitteln. Ein produktzentriertes System gehört damit der Vergangenheit an. Die Zukunft liegt darin, auf Gesundheitsdaten zugreifen und diese auswerten zu können.

Um diesen radikalen Wandel zu bewältigen, nimmt die Bedeutung von Ökosystemen im Gesundheitswesen zu. Diese Ökosysteme schaffen zunächst Räume für den Markteintritt neuer Unternehmen. Der Fokus liegt auf der Datenanalyse und dem Datenmanagement, um nicht nur Informationen direkt mit Patienten und anderen Gesundheitsdienstleistern austauschen, sondern auch Verbesserungen bei der Entwicklung künftiger Medikamente angehen zu können.

Im weiteren Verlauf aber werden diese Ökosysteme zu weitaus umfassenderen Lösungen heranwachsen. Sie verändern die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Arzneimitteln und gleichzeitig die Rolle der traditionellen Funktionen innerhalb der Pharmaunternehmen. Ökosysteme, die verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Branchen auf einen definierten Gesundheitszweck ausrichten, konkurrieren miteinander und dienen gleichzeitig als Anker für die Branchenkonvergenz.

Sobald die Ökosysteme ausgereift sind, können die Forschung automatisiert, die Produktion individualisiert und die Pharmazeutika selbst zu Werkzeugen der Datenerhebung gemacht werden. Dadurch wird die Menge der verfügbaren Gesundheitsdaten erheblich erhöht.

Life-Science-Unternehmen in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich haben begonnen, an diesem Übergang zu arbeiten. Viele investieren derzeit in Ökosysteme, um dem Patienten einen Mehrwert zu bieten. Zwar in einem frühen Entwicklungsstadium und in vielen Fällen noch produktbezogen, lässt sich allerdings schon jetzt erkennen, dass sich die Branche aufteilt in Participants, Pilots, Profiteers und Principals.

Die richtige Strategie: wie Pharmaunternehmen in Ökosysteme investieren und sie steuern

EY - Die richtige Strategie

Die Zukunft der Ökosysteme – ein Ausblick bis 2030

Pharmafirmen befinden sich gegenwärtig noch in einem frühen Stadium mit Blick auf Ökosysteme. Die Zukunft der Branche – wo Wert geschaffen wird und wer von diesem Wert profitiert – wird sich noch entscheiden.

Die Strategien, die Pharmaunternehmen jetzt in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich anwenden, werden allerdings die Weichen für ihre Positionierung im nächsten Jahrzehnt stellen, in dem neue Marktteilnehmer sowie der Druck von Patienten und Kostenträgern das traditionelle Geschäftsmodell maßgeblich verändern werden.

Um den zukünftigen Umfang der Wertschöpfung des Pharmamarktes in diesen drei Ländern zu prognostizieren, haben wir ein ökonometrisches Modell entwickelt. Dieses Modell wurde unter Verwendung von Daten von Eurostat und dem Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) über die Größe der Wertschöpfung in jedem einzelnen Land sowie von Schlüsseldaten aus den Jahresberichten der Pharmaunternehmen erstellt. Die Wachstumsraten wurden basierend auf den Wachstumsdaten von 2000 bis 2015 festgelegt, wobei kleine Zuwachsraten hinzugefügt wurden, um die positiven Auswirkungen der Ökosysteme zu berücksichtigen. Dies führte dann zur Gesamtgröße der Wertschöpfung in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich im Jahr 2030.

EY - Prognosen für den Pharma-Sektor in Milliarden (Eurowerte von 2018)

Abbildung 1.
Prognosen für den Pharma-Sektor in Milliarden (Eurowerte von 2018)

Szenarien wurden anhand von M&A-Aktivitäten als Leitfaden für Investitionen entwickelt, um aufzuzeigen, wohin aktuelle Strategien beim Aufbau von Ökosystemen führen und wie sich Änderungen der Strategie marktseitig auswirken könnten.

2015 belief sich die Wertschöpfung in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich laut Eurostat- und BFS-Daten auf rund 62 Milliarden Euro1, wobei der Großteil des Wertes im klassischen Pharmageschäft lag, d.h. in der Herstellung und im Verkauf von Medikamenten. Health IT und Technologien bzw. Kooperationen, die Ökosysteme auszeichnen, waren eine relativ kleine Komponente.

Bis 2030 wird die Wertschöpfung in allen drei Ländern bei fast 130 Milliarden Euro liegen – die Branche wird in diesen 15 Jahren ihren Anteil an der Wertschöpfung also mehr als verdoppeln. In Deutschland, dem größten Markt, wird sie von 32 auf knapp 65 Milliarden Euro wachsen – dicht gefolgt von der Schweiz, deren Markt von knapp 27 auf rund 60 Milliarden Euro steigen wird. Der Wert, der von österreichischen Firmen produziert wird, nimmt von drei auf über fünf Milliarden Euro zu.

Dieser Anstieg der Wertschöpfung wird in Bereichen wie Datenanalyse und nicht-pharmazeutischen Anwendungen im Gesundheitswesen am stärksten sein. Die Wertschöpfung im Jahr 2030 wird sich daher aus Einnahmen aus den traditionellen Pharmaumsätzen sowie aus Quellen speisen, die in vielerlei Hinsicht von Ökosystemen beeinflusst werden und in den breiteren Netzwerken angesiedelt sind.

Während der traditionelle Pharmabereich im Jahr 2030 immer noch den Löwenanteil der Branche ausmachen wird, wird sich dieses Marktsegment unter den am „Pillen-Ökosystem“ beteiligten Firmen aufteilen. Ihre Fähigkeit, maßgeschneiderte und ständig verbesserte Lösungen für den Behandlungserfolg des Patienten zu liefern, wird dabei entscheidend sein.

Damit Pharmafirmen diesen zukünftigen Markt optimal nutzen können, müssen die Chancen, die durch das Engagement in Ökosystemen entstehen, genutzt werden. Andernfalls werden neue Marktteilnehmer die Bereiche der Datenerfassung und -analyse sowie den Wert, den diese Systeme schaffen, abgreifen.

Wir haben drei Zukunftsszenarien entwickelt, um die Wertschöpfung der Marktteilnehmer zu prognostizieren (Zahlenwerte in den drei Szenarien in Mrd. EUR).

Szenario 1 – reduzierte Investitionen in Ökosysteme

EY - Szenario 1 – reduzierte Investitionen in Ökosysteme
  • Profiteer-Ansatz
  • Fokus auf Effizienz und Verbesserung der Wertschöpfungskette
  • Innovation wird von außen und nicht durch die Pharmaindustrie in das Ökosystem eingetragen

Szenario 2 – Fortsetzung des Status quo

EY - Szenario 2 – Fortsetzung des Status quo
  • Pilot-Ansatz
  • Wenig Aktivität in Entwicklung und Ausbau des Ökosystems

Szenario 3 – steigende Investitionen in Ökosysteme

EY - Szenario 3 – steigende Investitionen in Ökosysteme
  • Principal-Ansatz
  • Prozess- und Organisationsstruktur des gesamten Unternehmens zielen auf Kontrolle und Gestaltung des Ökosystems ab
  • Durch das aktiv vorwärts getriebene Ökosystem wächst auch der Umsatz von Dienstleistern und Disruptoren

1Die genannten Zahlen entsprechen der Wertschöpfung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Betrag ist nicht als Umsatzzahl aus den drei Ländern zu verstehen. Der Wert setzt sich zusammen aus den erzielten Verkaufspreisen abzüglich der getätigten Investitionskosten. Hinweis: Der Betrag inkludiert nur die erwirtschaftete Wertschöpfung innerhalb des jeweiligen Landes und nicht die in ausländischen Werken erzielte, d.h. die Wertschöpfung eines Unternehmens aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz in einer z.B. chinesischen Produktionsstätte wird nicht berücksichtigt. Die Wertschöpfung ist damit quasi Messgröße für das Bruttoinlandsprodukt der jeweiligen Branche.

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Stimmen aus der Branche

Sander Ruitenberg

„Ökosysteme mit Fokus auf Kunden werden zukünftig wahrscheinlich weiterhin von traditionellen Pharmaunternehmen dominiert – möglicherweise in Partnerschaft mit Technologieunternehmen.“

Sander Ruitenberg, Worldwide Franchise Digital Head, Immunology, Hepatology & Dermatology, Novartis, im Interview.

Download (PDF – 112 KB, 2 Seiten)

Dr. René Buholzer

„Durch einfachere Interaktionen zwischen Unternehmen und Patienten bilden sich Ökosysteme heraus, durch die Akteure neue Formen der Gesundheitsversorgung entwickeln.“

Dr. René Buholzer, CEO Interpharma, im Interview.

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Marco Odoardi

„Durch die Digitalisierung und unsere Ökosysteme hoffen wir, auch unsere Gesamtkosten reduzieren zu können.“

Marco Odoardi, Head of Global Warehousing and Distribution, Merck KGaA, im Interview.

Download (PDF – 121 KB, 2 Seiten)

Embryonic – maβgeschneiderte Lösungen für Life-Science-Ökosysteme

 

EY Life Sciences Services

Unser Life-Sciences-Team aus weltweit über 5.000 Branchenfachleuten verfügt über umfangreiche Erfahrungen in unseren Kernbereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern, Transaktionsberatung und Advisory Services.

Durch unser integriertes globales Netzwerk können wir unsere Mitarbeiter gezielt einsetzen. So sind wir zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort – und können Sie dabei unterstützen, Ihre Unternehmensziele zu erreichen.

Durch einen branchenorientierten Ansatz und die weltweite Verfügbarkeit helfen wir unseren Mandanten, Herausforderungen anzunehmen und in einem sich stetig verändernden Umfeld weiter zu wachsen.

Download der Studienergebnisse

EY - From Participants to Principals

From Participants to Principals (PDF – 2,87 MB, 78 Seiten)

Kontakt

EY - Gerd W. Stürz

Ernst & Young GmbH
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Gerd W. Stürz
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