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Arbeitswelt 2030 - ein branchenspezifischer Ausblick in die Arbeitswelt von morgen

Wie sich Wirtschaft und Gesellschaft verändern und wie wir uns darauf vorbereiten können

Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz – all diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich unsere bisherige Arbeitswelt massiv verändert und der Bedarf an menschlicher Arbeitskraft in traditionellen Produktionsbereichen stark abnimmt.

Insbesondere das, was wir unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ zusammenfassen, sowie die weitergehende Vernetzung von Menschen und Maschinen werden für eine völlig neue Arbeitswelt sorgen. Die Auswirkungen werden nach wie vor unterschätzt.

Die Arbeitswelt der Zukunft

Wir haben einen Ausblick in das Jahr 2030 gewagt und beleuchtet, wie sich Digitalisierung und Industrie 4.0 auf die Arbeitswelt auswirken. Dafür haben wir eine Reihe verschiedener plausibler Szenarien gebildet und Wege erkundet, wie wir diesen neuen Herausforderungen bestmöglich begegnen können.

Auch wenn wir für die Herausforderungen, vor denen unsere Arbeitswelt steht, keine schnellen oder einfachen Lösungen liefern können, sollen unsere Vorschläge als Basis für einen Diskurs darüber dienen, wohin die Reise gehen könnte und welche Weichen jetzt gestellt werden müssen.

Studienmethodik

Methodisch haben wir auf die Szenario-Planung zurückgegriffen, um die Zukunft in der größtmöglichen Breite zu erfassen. Dabei sind wir von einem Basis-Szenario ausgegangen, das sich vom Status Quo ausgehend ergibt, sollte eine Entwicklung ohne weitere Störungen erfolgen.

Wir haben eine wahrscheinliche Zukunft erschaffen und stellen einen Zusammenhang zu den anderen Szenarien her. Diese haben wir mit makroökonomischen Treibern kombiniert und unsere Erkenntnisse durch Interviews mit Meinungsführern aus Wirtschaft und Wissenschaft ergänzt.

EY-Partnerin Silvia Hernandez und Sebastian Wieczorek, Head of Machine Learning bei SAP, über die Jobs der Zukunft und falsche Angst vor der Automatisierung.

Top-Trends und Unsicherheiten

Wir haben für jedes Land die wichtigsten Trends und Unsicherheiten ermittelt und untersucht, wie sich diese auf die Schlüsselvariablen zur Erklärung des Wirtschaftswachstums auswirken könnten: Sektorgröße, Produktivitätswachstum und gesamtwirtschaftliche Leistung.

EY - Arbeitswelt 2030 Trends und Unsicherheiten

Unsicherheiten

  • Migration
  • Harmonisierung der Rechtsvorschriften
  • Geschwindigkeit der Regulierung
  • Digitale Bildung
  • Zugang zu Kapital
  • Zugang zu Technologie
  • Arbeitskosten
  • Gesellschaftliche Akzeptanz
  • Cybersecurity
  • Einstellung zum Handel

Kernergebnisse für Deutschland

Basis-Szenario – Anzahl der Arbeitnehmer (in Tausend) ausgewählter Sektoren

EY - Arbeitswelt 2030 Basis Szenario

Deutschland ist eine High-Tech-Industrie mit sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften und dem größten Handelsüberschuss der Welt. Mit einem Durchschnittsalter von 46,8 Jahren zählt Deutschland zu den ältesten Bevölkerungen.

61 Prozent der Arbeitnehmer sind in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) beschäftigt. Deutschlands Wirtschaft ist geprägt durch den "Mittelstand", umgangssprachlich als "Hidden Champions" bekannt. Dieser ist weltweit führend in der Bereitstellung von Halbfabrikaten.

Diese Faktoren haben einen maßgeblichen Einfluss auf die globalen Trends für die Zukunft der Arbeit.

Wie lässt sich in Zukunft der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken?

Im Jahr 2030 werden deutschen Unternehmen rund 3,5 Millionen Arbeitskräfte weniger zur Verfügung stehen als heute. Die Problematik der Arbeitslosigkeit wird in den Hintergrund treten. In den Vordergrund rückt die Herausforderung, freie Stellen adäquat zu besetzen.

Unterstützung für Hidden Champions (KMU – kleine und mittlere Unternehmen)

Unabhängig vom konkreten Gang der Entwicklung: In einem Land mit einem voraussichtlich knappen Angebot an Arbeitskräften werden KMU, die sich nicht auf neue Technologien einlassen, Probleme bekommen, Nachfrage und Wünsche ihrer Kunden zu befriedigen.

Deutliche Reduktion der Beschäftigung in der Automobilindustrie

Übereinstimmend kommen alle Szenarien zu dem Ergebnis, dass der Automobilfertigungssektor stark schrumpfen wird.

Die wichtigsten Ergebnisse in Zahlen

EY - Arbeitswelt 2030 Ergebnisse

1.8
Millionen zusätzliche Arbeitskräfte werden bis 2030 für Gesundheits- und Sozialarbeit benötigt.

EY - Arbeitswelt 2030 Ergebnisse

40%
erhöht sich der Anteil des Finanzsektors und des IT-Geschäfts an der Gesamtwirtschaft bis 2030 im Szenario "Big Business Boom".

EY - Arbeitswelt 2030 Ergebnisse

50%
wird die Beschäftigungsrate im Automobilfertigungssektor sinken.

In allen Szenarien werden Sektoren wie Gesundheits- und Sozialwesen, Immobilien, Finanzen und IT insgesamt Arbeitsplätze schaffen. Die Zahlen liegen hier zwischen 1,1 bis 3,8 Millionen.

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Folgen des Arbeitsweltwandels für die Gesellschaft, den Einzelnen und Unternehmen

Auswirkungen auf die Gesellschaft und Regierungen

EY - Arbeitswelt 2030 Auswirkungen auf die Gesellschaft

Der digitale Wandel kann nur mit einer aktiven Beteiligung der Zivilgesellschaft und der Politik gelingen. Bestehende Prozesse und Systeme müssen den Herausforderungen der vierten industriellen Revolution angepasst werden.

Beispielsweise Arbeitslosigkeit und soziale Sicherheit: Hier sollte das Ziel verfolgt werden, Beschäftigte mit neuen Kompetenzen und Qualifikationen auszustatten und sie in Arbeitsfelder zu führen, in denen Jobs vorhanden sind oder entstehen werden.

Auch die Ausbildung/ Qualifikation muss im digitalen Zeitalter neu gedacht werden – von der Schulbildung bis zur kontinuierlichen professionellen Berufsaus- und -weiterbildung.

Die absolute Anzahl von Stellen mit mittlerer Qualifikation wird sinken, während die mit hoher Qualifikation steigen wird. Den davon betroffenen gesellschaftlichen Bereichen steht eine tief greifende Transformation bevor, verbunden mit zahlreichen neuen Aufgaben.

Für neue Herausforderungen müssen neue Regularien geschaffen werden. Private Datensicherheit ist hier eines der wichtigsten Aufgabenfelder. Daten über Nutzerverhalten sind zweifellos wichtig für den Erfolg kommerzieller Produkte. Es muss jedoch für einen ausreichenden Schutz persönlicher Daten gesorgt werden, damit diese höchstsensiblen Informationen nicht in falsche Hände geraten.

Auswirkungen auf den Einzelnen

EY - Arbeitswelt 2030 Auswirkungen auf den Einzelnen

Egal, welches Szenario wir anwenden – Arbeit muss neu gedacht werden. Lebenslanges Lernen und die Fähigkeit, neue Qualifikationen und Kompetenzen zu erwerben, werden essentiell.

Niemand kann sicher sein, dass sein Arbeitsplatz auch noch in der Zukunft existiert. Jeder muss bereit sein, neue Wege zu gehen. Millennials sollten verschiedene Karrierewege erkunden, um unterschiedliche Arbeitsweisen und -Zusammenhänge kennenzulernen.

Die Rolle von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ändert sich. Es geht nicht mehr nur darum, dass der Arbeitnehmer seinen „Job“ macht. Arbeitsprozesse können automatisiert werden.

Der Fokus wird in Zukunft wieder mehr auf menschlichen Fähigkeiten liegen, die nicht von Robotern oder KI ersetzt werden können. Gemeint sind hiermit zum Beispiel Empathie oder Kreativität, vernetztes Denken und die Fähigkeit, andere und sich zu inspirieren.

Auswirkungen für Unternehmen

EY - Arbeitswelt 2030 Auswirkungen für Unternehmen

Unternehmen müssen künftig ihre Fortbildungsetats aufstocken und die Taktung der Fortbildungseinheiten erhöhen, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten mit der jeweils neuesten Technologie vertraut sind.

Die Beschäftigung wird insgesamt gelockert. Es muss sichergestellt werden, dass eine diverse Arbeitnehmerschaft von überall und zu jederzeit an Projekten arbeiten kann. Gleichzeitig werden ungenutztes Potenzial erschlossen und Silos aufgebrochen.

Für etablierte Unternehmen ist es eine große Herausforderung, alte Strukturen aufzubrechen. Dabei ist frühes Handeln erfolgsentscheidend. Bestehende IT-Landschaften können eher auf kurzfristige Optimierungsvorhaben reagieren als auf fundamentale Transformationen. Dies ermöglicht es wendigen Wettbewerbern, Marktanteile gegenüber den langsameren etablierten Akteuren zu gewinnen.

Etablierte Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Raum geben, intern ein Start-up-Umfeld zu simulieren, um zu verhindern, dass sie in alten Geschäftsmodellen und -praktiken gefangen bleiben.

Auch KMU werden mit Hürden bei der Anpassung an Industrie 4.0 und Digitalisierung konfrontiert. Sie sollten in Prozesse investieren, die sich auf die Anpassung an die neuen Technologien richten. Nur so können sie den Wert ihrer Investitionen maximieren und ihre Produktivitätsgewinne schützen.

Unternehmen, die sich in der digitalen Welt schon gut positioniert haben, sollten sich intensiv mit den Konsequenzen technischer Neuerungen auseinandersetze. Sie sollten interne Risikomanagement Prozesse etablieren, bevor eine Fehlfunktion oder ein Leak eine weitaus kostspieligere Reaktion erfordert.

Handlungsempfehlungen

Die Adaption an Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Arbeitswelt ist keine einfache Aufgabe. Sie erfordert eine konzertierte Anstrengung sowohl jedes Einzelnen als auch der maßgeblichen Akteure im öffentlichen und privaten Sektor. Durch Klick auf die Themen erhalten Sie weiterführende Informationen.

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Download der Studienergebnisse

EY - Arbeitswelt 2030
  • Kurzfassung
    • Deutsch (PDF – 484 KB, 8 Seiten)
    • Englisch (PDF – 486 KB, 8 Seiten)
  • Langfassung
    • Englisch (PDF – 2,75 MB, 84 Seiten)

Kontakt

EY - Silvia Hernandez

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Silvia Hernandez
Future of Work Now Leader
Flughafenstraße 61
70629 Stuttgart
Telefon +49 (711) 9881 11003
E-Mail Silvia Hernandez