EY rüstet sich für die Prüfung und Beratung der Zukunft – starkes Wachstum im Geschäftsjahr 2016/2017

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  • EY mit 16 Prozent Wachstum im Geschäftsjahr 2016/2017
  • Akquisitionen in den Bereichen digitale Transformation, Strategie und Human Resources: etventure, OC&C Strategy Consultants GmbH und Kivala-HR
  • EY treibt eigene Digitalisierung voran: Analytics und Automatisierung erhöhen Qualität und Tempo von Prüfung und Beratung
  • Hubert Barth: „Digitalisierung macht den Beruf des Wirtschaftsprüfers attraktiver“

Frankfurt, 15. Januar 2018. Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY baut ihre klassischen Geschäftsfelder um Dienstleistungen wie Strategieentwicklung, Transformation operativer Geschäftsmodelle, Innovationsmanagement und Digitalisierung aus.

Zu diesem Zweck hat EY in den vergangenen Monaten drei renommierte Beratungshäuser akquiriert: Ende Dezember 2017 wurde die Übernahme des Strategieberatungsspezialisten OC&C Strategy Consultants GmbH (OC&C Deutschland) abgeschlossen. Bereits im dritten Quartal 2017 hatte EY den Digitalberater und Company Builder etventure sowie Kivala-HR, einen Spezialberater für die Digitalisierung der Human Resources-Funktion, in das Netzwerk aufgenommen. Zudem ist zu Jahresbeginn der auf produktionsnahe Prozess- und Organisationsberatung spezialisierte Beratungsbereich „Process Excellence“ von Kienbaum Consultants International zu EY gewechselt. Mit den Übernahmen erweitert EY seine Belegschaft um insgesamt 450 Mitarbeiter, davon 23 Partner.

„Mit den aktuellen Zukäufen komplettieren wir unser Beratungsangebot, so dass wir unsere Kunden bei der Strategieentwicklung, der – häufig digitalen – Transformation operativer Geschäftsmodelle sowie den unterstützenden Funktionen wie Personal, IT-Architektur, Risikomanagement, Finanzen, Steuern und Recht umfassend beraten können“, betont Julie Linn Teigland, Regional Managing Partner der Region Deutschland, Schweiz und Österreich.

Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, ergänzt: „Wir wollen für Unternehmen aller Branchen der bevorzugte Partner beim Übergang in eine digitalisierte Wirtschaft sein, und zwar in allen Disziplinen unseres Dienstleistungsangebotes: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Advisory Services. Im vergangenen Geschäftsjahr sind wir entscheidende Schritte gegangen, um dieses Ziel zu erreichen.“

EY treibt eigene digitale Transformation voran – „Digitalisierung macht den Beruf des Wirtschaftsprüfers attraktiver“
Auch für die Digitalisierung des eigenen Prüfungs- und Beratungsmodells will EY die zusätzliche Expertise und Innovationskraft nutzen. Mit Hilfe neuer Technologien und Verfahren wie Data Analytics und Robotics können große Datenmengen aufbereitet und automatisiert verarbeitet werden. Dadurch beschleunigt sich beispielsweise die Abschlussprüfung erheblich, und sie gewinnt gleichzeitig an Qualität. Auch in der Steuerberatung erleichtern digitale Technologien etwa die Aufgabe, Steuerrisiken zuverlässig zu erkennen oder komplexe weltweite Verrechnungspreisgestaltungen transparent zu dokumentieren.

Hubert Barth sieht in der Digitalisierung große Chancen – auch für die Wirtschaftsprüfung: „Da die standardisierten Prüfungsvorgänge künftig durch digitale Technologien erledigt werden, kann sich der Wirtschaftsprüfer voll auf Tätigkeiten konzentrieren, die Sachkenntnis und Urteilskraft verlangen. Der Prüfer der Zukunft wird zusätzlich zu seiner Kompetenz als Bilanzprüfer einschlägiges Informatik-Know-how aufbauen und eng mit IT-Spezialisten zusammenarbeiten, um Anforderungen von Bilanzierungsstandards in IT-Lösungen abzubilden. Das wird die Vielfalt der Aufgaben des Wirtschaftsprüfers weiter erhöhen und den Beruf noch attraktiver machen“, ist Barth überzeugt. Zudem werde die Digitalisierung in der Wirtschaftsprüfung das Problem des Fachkräftemangels entschärfen: „Wir werden künftig weniger und zum Teil anders qualifizierte Arbeitskräfte in der Wirtschaftsprüfung benötigen. Diese Entwicklung kommt uns angesichts sinkender Absolventenzahlen mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung entgegen“, so Barth.

EY mit 16 Prozent Wachstum im Geschäftsjahr 2016/2017
Der Umsatz der deutschen EY-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 1,83 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung um 16,2 Prozent, wobei 2,6 Prozentpunkte auf eine Umstellung der Bilanzierung gemäß BilRUG zurückgehen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres, das am 1. Juli 2017 begann, verzeichnete die deutsche EY-Gruppe ebenfalls ein gutes Wachstum. Weltweit erwirtschaftete EY im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 31,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von rund 8 Prozent in lokalen Währungen.

Die Steuerberatung konnte ihre Position als Marktführer in Deutschland ausbauen und erzielte ein Umsatzplus von 11 Prozent; der Umsatz stieg auf 629 Millionen Euro. Der Bereich trägt 33 Prozent zum Gesamtumsatz von EY in Deutschland bei. Der mit 30 Prozent des Gesamtumsatzes zweitgrößte Geschäftsbereich von EY, die Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung, steigerte seinen Umsatz gegen den Branchentrend ebenfalls um 11 Prozent auf 546 Millionen Euro. Die Transaktionsberatung wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 34 Prozent auf 392 Millionen Euro Umsatz (inklusive Transaction Tax) und trägt damit 19 Prozent zum Gesamtumsatz von EY bei. Die Advisory Services verzeichneten einen Zuwachs von 19 Prozent auf 331 Millionen Euro Umsatz, was einem Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz entspricht.

Wachstumstreiber: Branchenexpertise, Digitalisierung und Nähe zum Mittelstand
Ein wichtiger Treiber für das starke Wachstum ist die Fokussierung von EY auf Schlüsselbranchen. So wurde EY über alle Dienstleistungsbereiche hinweg mit großen Projekten etwa in der Life Science- und Automobilindustrie, bei großen Handelsunternehmen oder im Finanzsektor beauftragt. Bei vielen dieser Projekte steht die Transformation von Geschäftsmodellen und Prozessen im Vordergrund.

Mit der Abschlussprüfung der Commerzbank hat EY im vergangenen Geschäftsjahr zudem ein DAX-Mandat gewonnen. Dank des Gewinns von drei weiteren Abschlussprüfungsmandaten namhafter Banken prüft EY nun fünf der größten zehn Bankengruppen in Deutschland. „Genau wie die Abschlussprüfung verlangt die Transformationsberatung eine tiefe Branchenkenntnis, um die spezifischen Chancen und Risiken beurteilen und mit ihnen umgehen zu können. Unsere Investitionen in Branchenexpertise und in digitales Know-how sowie in entsprechende Technologien zahlen sich aus“, stellt Teigland fest. „Gemeinsam mit den neuen Kollegen von OC&C Deutschland, etventure, Kivala-HR und Kienbaum werden wir weitere Marktanteile gewinnen“.

Im vergangenen Jahr hat EY zudem seine führende Position als Prüfer und Berater mittelständischer Unternehmen erfolgreich behauptet und zahlreiche Abschlussprüfungs- und Beratungsaufträge gewonnen. Im M&A-Geschäft mit mittelständischen Unternehmen führt EY die einschlägigen Rankings klar an und ist auch in diesem Bereich unangefochtener Marktführer. „Wir sind als global integriertes Unternehmen der bevorzugte Prüfer und Berater des gehobenen deutschen Mittelstandes und werden unsere Kunden bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen erfolgreich unterstützen“, betont Barth.

500 neue zusätzliche Stellen geschaffen
EY hat im vergangenen Jahr mehr als 1.500 neue Mitarbeiter eingestellt und damit unterm Strich 500 neue Stellen geschaffen. „Hoch qualifizierte Mitarbeiter aus ganz unterschiedlichen Disziplinen sind die Voraussetzung für den strategischen Ausbau unserer Dienstleistungen. Neben den klassischen Qualifikationen wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater beschäftigen wir vermehrt Mathematiker, Informatiker und Ingenieure“, so Barth. „Die Transformationsberatung erfordert mehr denn je multidisziplinäre Teams mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen.“

 

Geschäftsjahr 01. Juli 2016 – 30. Juni 2017

Umsatz nach Geschäftsbereichen

Geschäftsbereich

2016/2017 in Mio. Euro

Veränderung in %

Steuer- und Rechtsberatung

629

11

Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Beratung

546

11

Transaktionsberatung*

392

34

Advisory Services

331

19

Gesamt

1.828

16


*Inkl. Umsätze von Transaction Tax, die sowohl der Steuerberatung als auch der Transaktionsberatung zuzuordnen sind.

Mitarbeiter

 

2016/2017

Veränderung in %

Mitarbeiter

9.937

5