EY Deutschland steigert Umsatz auf rund 2,0 Milliarden Euro – Investitionen zahlen sich aus

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  • Umsatzwachstum von 8 Prozent
  • Alle Dienstleistungsbereiche tragen zum Erfolg bei – 760 neue Stellen geschaffen
  • Investitionen in digitale Technologien heben Prüfungs- und Beratungsqualität auf höheres Niveau
  • Marktführerschaft in der Steuerberatung gefestigt

Frankfurt, 29. Oktober 2018. Die Gesamtleistung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY in Deutschland ist im Geschäftsjahr 2017/2018 auf 2,0 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 8,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 7,7 Prozent auf rund 2,0 Milliarden Euro. Weltweit erwirtschaftete EY im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 34,8 Milliarden US-Dollar und erzielte damit einen Zuwachs von 7,4 Prozent in lokalen Währungen.

Das Geschäft von EY entwickelte sich in Deutschland über alle Dienstleistungsbereiche hinweg positiv: In der Wirtschaftsprüfung und der prüfungsnahen Beratung steigerte EY seinen Umsatz um 5 Prozent auf 574 Millionen Euro. Die Steuerberatung konnte ihre Position als Marktführer in Deutschland weiter ausbauen und erwirtschaftete einen Zuwachs von 9 Prozent auf 685 Millionen Euro. Die Transaktionsberatung erzielte ein Umsatzplus von 7 Prozent auf 420 Millionen Euro (inklusive Transaction Tax). Die Advisory Services verzeichneten einen Umsatzzuwachs von 9 Prozent auf 362 Millionen Euro.

 

„Wir blicken auf ein weiteres Geschäftsjahr mit einer guten Entwicklung zurück“, stellt Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland, fest. „Alle vier Geschäftsfelder unserer multidisziplinären Praxis – die Wirtschaftsprüfung, die Steuerberatung sowie die Management- und die Transaktionsberatung – sind gewachsen. Das ist eine gesunde Mischung, mit der wir sehr gut aufgestellt sind“.

Massive Investitionen in Technologie und Qualifikation von Mitarbeitern
EY treibt die digitale Transformation der Prüfung und der Beratung voran: Weltweit will EY in den kommenden zwei Geschäftsjahren eine Milliarde US-Dollar in neue Technologien und die Qualifizierung von Mitarbeitern in Bereichen wie digitale Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, Optimierung von Finanzprozessen, Cyber-Sicherheit, Risikomanagement, Managed Services und Software investieren.

Um seinen Kunden Anwendungsbeispiele für neue Technologien und Verfahren in der Prüfung und Beratung zu zeigen und gemeinsam mit ihnen innovative Lösungen zu erarbeiten, hat EY weltweit inzwischen 18 global vernetzte Innovationszentren, so genannte Wavespace Standorte, eingerichtet. Die deutsche EY-Praxis eröffnet im November dieses Jahres einen neuen Wavespace-Standort in Berlin.

Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung: Mandatsgewinne in allen Segmenten
„Neue Technologien und Verfahren wie Data Analytics und Robotics heben die Qualität der Prüfung auf ein neues Niveau“, so Barth. Unter anderem die Vorreiterrolle, die EY bei der Digitalisierung der Abschlussprüfung einnehme, spiegele sich in dem Gewinn zahlreicher Prüfungsmandate wider. Hinzu kamen umfangreiche Aufträge für prüfungsnahe und forensische Dienstleistungen.

So hat die Commerzbank EY mit der Abschlussprüfung beauftragt. Damit prüft EY nun fünf der zehn größten Bankengruppen in Deutschland. Zudem soll EY erneut als Abschlussprüfer von Siemens bestellt werden. Zahlreiche weitere Unternehmen des gehobenen Mittelstandes beauftragten EY darüber hinaus mit der Abschlussprüfung.

Steuerberatung behauptet marktführende Position
Die Steuerberatung von EY hat ihre Spitzenposition in Deutschland gefestigt. Überdurchschnittlich entwickelte sich die Nachfrage nach Beratung bei der grenzüberschreitenden Steuerplanung und -strukturierung sowie bei Unternehmenstransaktionen. „Das wichtigste Thema ist derzeit die Digitalisierung der Steuerfunktion“, so Barth. EY habe die dafür nötigen Kompetenzen in der neuen Geschäftseinheit „Tax Technology & Transformation“ mit mehr als 1.000 Mitarbeitern weltweit gebündelt. Der Markt honoriert die Top-Kompetenz der Steuerberater von EY: So haben EY zahlreiche Unternehmen beispielsweise aus der Automobil- oder der IT-Industrie mit großen Beratungsprojekten beauftragt.

Transaktionsberatung: Neue Strategieberatung als Wachstumstreiber
Die Transaction Advisory Services von EY haben in vielen Bereichen des Marktes eine führende Position. Neu gewonnene große Transformations- und Umstrukturierungsprojekte etwa in der Automobil- und der Life Sciences-Industrie unterstreichen diese Stellung. Mit der Akquisition von OC&C Deutschland Anfang des Jahres hat EY sein Beratungsportfolio im Bereich Strategieberatung weiter ausgebaut. Das Beratungsangebot in der Transaktionsberatung reicht von der Entwicklung von Wachstumsstrategien über die Neugestaltung der Unternehmens- und Finanzstrukturen bis hin zur Begleitung der eigentlichen Transaktion und deren Integration.

Akquisitionen als Teil der Strategie
Im vergangenen Geschäftsjahr hat EY neben OC&C Deutschland (heute EY Parthenon) den Digitalberater etventure sowie Kivala-HR, einen Spezialberater für die Digitalisierung der Human Resources-Funktion, in das Netzwerk aufgenommen. „Wir haben uns vorgenommen, gemeinsam mit den neuen Beraterkollegen weitere Marktanteile zu gewinnen“, betont Julie Linn Teigland, Regional Managing Partner der Region Deutschland, Schweiz und Österreich, „und ich bin überzeugt, dass uns das gelingt“.

So sei unter anderem die Komplettierung des Beratungsangebots ausschlaggebend dafür gewesen, dass EY eine Reihe großer Beratungsprojekte gewonnen hat. EY werde beispielsweise künftig das United Nations Development Programme (UNDP) bei dessen breit angelegter Transformation begleiten – „ein Projekt, in dem die ganze Palette klassischer und innovativer Beratungsdisziplinen gefragt ist“, so Teigland. Zudem werde EY gemeinsam mit EY Parthenon und etventure die AOK PLUS bei der umfassenden Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells zu einem modernen Gesundheitslotsen begleiten.

760 zusätzliche Stellen geschaffen
EY hat im vergangenen Jahr rund 760 neue Stellen geschaffen. „Die Digitalisierung von Prüfung und Beratung und die Transformation von Unternehmen und Geschäftsmodellen erfordern mehr denn je multidisziplinäre Teams mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Neben den klassischen Qualifikationen wie Betriebswirtschaftler, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater stellen wir vermehrt Mathematiker, Informatiker und Ingenieure ein“, erläutert Barth. Dieser Trend werde sich mittelfristig weiter verstärken.

 

Geschäftsjahr 01. Juli 2017 – 30. Juni 2018

Umsatz der deutschen EY-Gruppe nach Geschäftsbereichen

Geschäftsbereich

2017/2018 in Mio. Euro

Veränderung in %

Steuer- und Rechtsberatung

685

8,9

Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung

574

5,2

Transaktionsberatung*

420

7,0

Unternehmensberatung

362

9,3

Umsatz gesamt

1.970

7,7

*Inkl. Umsätze von Transaction Tax, die sowohl der Steuerberatung als auch der Transaktionsberatung zuzuordnen sind.

Mitarbeiter

 

30.06.2018

Veränderung in %

Mitarbeiter

10.705

7,6