5 Minuten Lesezeit 22 Jänner 2020
Planer im Büro

Warum braucht unsere Gesellschaft Unternehmerinnen und Unternehmer?

Von

EY Österreich

Wegbereiter des Wandels

Co-Autoren
5 Minuten Lesezeit 22 Jänner 2020

Gerade in Zeiten weitreichender Umbrüche, wie wir sie momentan nicht zuletzt infolge des digitalen Wandels in so gut wie allen Branchen erleben, hängen der Erfolg unseres Wirtschaftssystems und die zukünftige Wirtschaftsentwicklung in Österreich maßgeblich von der Innovationskraft und vom Pioniergeist der Unternehmerinnen und Unternehmern ab.

EY Österreich: Warum sind Unternehmerinnen und Unternehmer für unsere Gesellschaft wichtig?

Erich Lehner: Entrepreneure sind nicht nur das vielzitierte Rückgrat unserer Wirtschaft, sondern auch die wesentliche Triebfeder für gesellschaftlichen Fortschritt. Sie sind es, die Arbeitsplätze schaffen und Fortschritt durch mutige Entscheidungen vorantreiben. Unsere Gesellschaft braucht diese Persönlichkeiten. Es gibt keinen Bereich der Wirtschaft und der Gesellschaft, in dem Unternehmerinnen und Unternehmer keine essenzielle Rolle spielen. Dabei kommt ihre gesellschaftliche Vorbildwirkung von Entrepreneuren sehr oft zu kurz. Sie zeichnen sich häufig durch Eigenschaften aus, die man sich zum Beispiel nehmen sollte: Charakter, Mut, Führungsstärke, Begeisterungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Überzeugungskraft.

Hat sich das Image von Entrepreneuren in den letzten Jahren verbessert?

Das lässt sich mit einem klaren „Jein“ beantworten. Die erhöhte Aufmerksamkeit für Start-ups und Gründer hat sicher dazu geführt, dass Unternehmertum speziell bei jüngeren Generationen an Attraktivität gewonnen hat. Gerade die „Millenials“ legen großen Wert darauf, mit ihrer Arbeit Sinn zu stiften und Mehrwert zu schaffen. Dazu kommt, dass das Unternehmertum auch ein Versprechen von Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Auf der anderen Seite ist die Wertschätzung für Entrepreneure immer noch nicht so groß, wie es aufgrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung angemessen wäre. Wir müssen in der gesellschaftlichen Entwicklung noch den Schritt gehen, dass „Unternehmer-Bashing“ weniger und die gesellschaftliche Akzeptanz noch mehr wird. Auch auf den Universitäten sollte Entrepreneurship noch stärker in der Vordergrund gestellt werden – und zwar nicht nur auf einem Lehrstuhl, sondern übergreifend.

Warum vergibt EY den Entrepreneur Of The Year Award?

Der Entrepreneur Of The Year Wettbewerb wurde vor über 30 Jahren in den USA und vor 14 Jahren in Österreich gestartet, damit nicht nur die ganz großen Unternehmen, sondern die Unternehmerinnen und Unternehmer selbst geehrt werden. Preise für Unternehmen gibt es viele, aber es ist der Unternehmer oder die Unternehmerin selbst, der oder die eine wichtige Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft spielt. Wir möchten herausragende Unternehmerpersönlichkeiten und damit jene Menschen, von denen die Wirtschaft eines Landes lebt, vor den Vorhang holen. Ein Blick auf unsere Hall of Fame zeigt: Auf der Bühne des EOY wird die Crème de la Crème des österreichischen Unternehmertums ausgezeichnet.

Wir möchten Mitgestalter des gesellschaftlichen Wandels sein und Unternehmen als Partner dabei unterstützen, die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen und Chancen zu nutzen.

Sie haben die Wichtigkeit der Vorbildwirkung angesprochen: Soll der Award dazu beitragen, Unternehmerinnen und Unternehmer als Vorbilder zu positionieren?
Definitiv. Alle Teilnehmer am Wettbewerb sind für uns Leuchttürme. Ob Start-up oder über Generationen entwickeltes Familienunternehmen: Sie alle eint eine beeindruckende Einstellung, Philosophie und Geschichte, die einfach erzählt werden muss. Wir wollen, dass die Geschichten dieser herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten andere inspirieren und motivieren. Neben dieser Außenwirkung hat der Award auch eine ganz starke Wirkung nach innen. Gerade in eigentümergeführten Unternehmen gibt es eine starke Mitarbeiterloyalität. Wenn die Entrepreneure auf die Bühne gerufen werden und der Film über das Unternehmen abgespielt wird, schweißt das alle noch stärker zusammen. Die Mitarbeiter bekommen einen Motivationsschub.

Wie spannen Sie als EY den Bogen zu Entrepreneurship?

Wir haben einen klaren Purpose: Building a better working world. Wir wollen dazu beitragen, dass die Wirtschaftswelt in Österreich auch in disruptiven und volatilen Zeiten erfolgreich ist, bleibt und diese Erfolge ausbauen kann. Wir möchten Mitgestalter des gesellschaftlichen Wandels sein und Unternehmen als Partner dabei unterstützen, die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen und Chancen zu nutzen. Mit diesem positiven, nachhaltigen Bekenntnis zu Wandel, Fortschritt und Mut zum Risiko spannen wir den Bogen zu Unternehmerinnen und Unternehmern.

Welche Vorteile haben Unternehmer durch den Entrepreneur Of The Year?

Bekanntheit, Reflexion und Netzwerk – das sind aus meiner Sicht die größten Vorteile. Finalisten und Preisträger stehen in der Wiener Hofburg sprichwörtlich und in der öffentlichen Wahrnehmung bildlich auf der großen Bühne und können ihre Bekanntheit erheblich steigern. Mit Reflexion meine ich, dass Unternehmer durch den ausführlichen, weltweit einheitlichen Fragebogen für die Bewerbung quasi dazu „gezwungen“ werden, fundamental und strategisch über ihr Unternehmen nachzudenken. Für viele ist das zuerst eine Überwindung, weil es natürlich auch Zeit in Anspruch nimmt, aber es lohnt sich. Wir haben schon ganz oft die Rückmeldung bekommen: „Ich habe endlich wieder einmal strukturiert über Strategie und Vision meines Unternehmens nachgedacht“. Alle Preisträger des EOY werden auch automatisch in das internationale Unternehmernetzwerk von EY aufgenommen. Dieses Netzwerk ist etwas Einzigartiges, weil sich dort alle Mitglieder über alle Landes- und Branchengrenzen hinweg auf Augenhöhe begegnen und ihre Gedanken austauschen können, ohne sich ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen. Dieses globale Netzwerk erfolgreicher Unternehmerpersönlichkeiten hat eine unglaubliche Kraft und einen unschätzbaren Wert: Ich weiß von vielen Beispielen, wo Entrepreneure in ein anderes Land expandiert haben und sich dafür die Unterstützung eines dort ansässigen Mitglieds des EOY-Netzwerks geholt haben. Auch unsere NextGen Academy, ein Programm zur Vernetzung und Weiterbildung von Unternehmensnachfolgern, wird von den Entrepreneuren extrem gut angenommen.

Der Preis hat eine globale Bedeutung. Der EOY bringt auch starke Medienpräsenz mit sich. Die Auszeichnung hilft den Unternehmern auch beim Eintritt in neue Märkte. Wir geben ihnen mit dem EOY Award eine Auszeichnung mit, die es ihnen in Gesprächen und Verhandlungen ein Stück leichter macht. 

Hat der Award eine Wirkung über die Grenzen hinaus?

Der Preis hat eine globale Bedeutung. Als zum Beispiel Josef Zotter als Österreichs Vertreter beim World Entrepreneur Of The Year in Monte Carlo war, haben wir unglaublich viele internationale Presse-Anfragen von Slowakei über Argentinien bis Kanada bekommen. Der EOY bringt auch starke Medienpräsenz mit sich. Die Auszeichnung hilft den Unternehmern auch beim Eintritt in neue Märkte. Wir geben ihnen mit dem EOY Award eine Auszeichnung mit, die es ihnen in Gesprächen und Verhandlungen ein Stück leichter macht. Unser Award ist wie ein Gütesiegel und die Unternehmer schätzen, dass die Marke EY weltweit als Prüfungs- und Beratungsunternehmen bekannt ist. Für uns ist die schönste Auszeichnung, was wir schon von vielen Preisträgern gehört haben: „Das ist der Oscar für Unternehmerinnen und Unternehmer“.

Fazit

Gerade in Zeiten weitreichender Umbrüche, wie wir sie momentan nicht zuletzt infolge des digitalen Wandels in so gut wie allen Branchen erleben, hängen der Erfolg unseres Wirtschaftssystems und die zukünftige Wirtschaftsentwicklung in Österreich maßgeblich von der Innovationskraft und vom Pioniergeist der Unternehmerinnen und Unternehmern ab. Mit dem EY Entrepreneur Of The Year Award werden Österreichs herausragende Unternehmerpersönlichkeiten ausgezeichnet und ihre Erfolgsgeschichten vor den Vorhang geholt.

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