Pressemitteilung

30 Juni 2020 Wien, AT

EY Global IPO Update Q2/2020

WIEN, 30. Juni 2020. Pandemie belastet weltweiten IPO-Markt im zweiten Quartal – aber Aufwärtstrend im Juni

Pressekontakte

Sarah Mauracher

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Österreich

Nina Eggenberger

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Österreich

Verwandte Themen Börsengang (IPO)
  • Weltweites Emissionsvolumen sinkt im zweiten Quartal fast um ein Drittel, Zahl der IPOs schrumpft um 39 Prozent
  • Die stärksten Rückgänge wurden in Europa verzeichnet
  • Kürzere und virtuelle Roadshows ermöglichen Platzierung
  • Weiterer Anstieg der IPOAktivität für die zweite Jahreshälfte erwartet

Wien, 30. Juni 2020. Die weltweite COVID-19-Pandemie hat deutliche Bremsspuren auf den internationalen IPO-Märkten hinterlassen: Das Emissionsvolumen der Börsengänge ging im zweiten Quartal um 32 Prozent auf 41,1 Milliarden US-Dollar zurück, die Zahl der IPOs sank sogar um 39 Prozent auf 186.

Vor allem in Europa und den USA gab es deutliche Rückgänge: In den USA schrumpfte das Emissionsvolumen um 45 Prozent auf 15,1 Milliarden US-Dollar, die Zahl der IPOs ging um 38 Prozent auf 40 zurück. In Europa gab es beim Emissionsvolumen einen Rückgang um 55 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar, während die Zahl der Transaktionen um 60 Prozent auf 22 schrumpfte.

Der chinesische Markt konnte hingegen dem globalen Trend trotzen und – wie schon im ersten Quartal – erneut zulegen: Das Emissionsvolumen stieg in China (einschließlich Hongkong) um 54 Prozent auf 17,9 Milliarden US-Dollar, die Zahl der IPOs kletterte um 28 Prozent auf 92. Damit fand fast jeder zweite Börsengang weltweit im zweiten Quartal in China statt.

Das sind Ergebnisse des aktuellen weltweiten IPO-Barometers der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY.

"Bedingt durch die weltweiten Eindämmungsmaßnahmen gingen die IPO-Aktivitäten im April und Mai wie erwartet zurück,“ sagt Gerhard Schwartz, Partner und Leiter des Assurance-Bereichs bei EY Österreich. „Allerdings haben wir schon im Juni deutliche Erholungszeichen gesehen.“ So lag die Zahl der Börsengänge im April bei 54, im Mai sogar nur bei 43. Im Juni wagten hingegen 89 Unternehmen den Schritt aufs Parkett – von den zehn größten Börsengängen im zweiten Quartal fanden acht im Juni statt. „Die gute Entwicklung in den letzten Wochen zeigt, dass der Markt sehr aufnahmefähig ist und dass gut vorbereitete Unternehmen in den richtigen Sektoren und mit den richtigen Geschäftsmodellen auf Investorenappetit treffen.“ Laut Schwartz stehen derzeit vor allem Technologieunternehmen sowie Pharma- und Biotech-Unternehmen bei Investoren hoch im Kurs.

„Die Erholung der Aktienkurse, eine deutlich niedrigere Volatilität und eine verbesserte Stimmung unter Investoren haben dazu beigetragen, dass sich das Umfeld für Börsengänge in den vergangenen Wochen verbessert hat“, ergänzt Schwartz. „Wir sehen bereits, dass sich die IPO-Pipeline weiter füllt. Börsenkandidaten nutzen die virtuelle Investorenansprache und bereiten sich mit kürzeren Roadshows auf volatile Märkte vor. Es stehen derzeit einige Unternehmen in den Startlöchern, die einen Börsengang in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 oder Anfang 2021 anstreben.“

Die größten Börsengänge finden in China statt

Der Börsengang von Pharma SGP war die viertgrößte Transaktion in Europa im zweiten Quartal. Der größte Börsengang in Europa war die Erstnotiz des niederländischen Kaffeeunternehmens JDE Peet’s, bei dem 2,9 Milliarden US-Dollar erlöst wurden. Weltweit die größte Transaktion war der Börsengang des chinesischen Online-Händlers JD.com, der 3,9 Milliarden US-Dollar einbrachte, gefolgt vom Börsendebüt des chinesischen Internetkonzerns und Onlinespieleanbieters Netease, der 3,1 Milliarden US-Dollar erlöste.

Kein Börsengang in Österreich – jedoch 1.020 neue Anleihen

Im bisherigen Jahresverlauf gab es zwar keine IPOs in Wien, dafür zählt die Wiener Börse im ersten Halbjahr 1.020 neue Anleihen, also mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr. 676 der Neunotierungen stammen von internationalen Kunden. Darunter findet sich die BBVA, die zweitgrößte Bank Spaniens und eine der 50 größten Banken weltweit. Seit März listet sie den Großteil ihrer neuen Anleihen an der Wiener Börse.

- Ende -

EY im Überblick

EY* ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsorganisationen in Österreich. Das Unternehmen beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter an vier Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 160 Millionen Euro. Gemeinsam mit den insgesamt rund 280.000 Mitarbeitern der internationalen EY-Organisation betreut EY Kunden überall auf der Welt.

EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung sowie Transaktionsberatung und Managementberatung.

*Der Name EY bezieht sich in diesem Profil auf alle österreichischen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. Jedes EYG Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen.