Pressemitteilung

2 Dezember 2020 Düsseldorf, DE

Deutsche bleiben zu Weihnachten trotz Corona spendabel – Online-Händler gewinnen Marktanteile

Stuttgart, 02. Dezember 2020. Die Bundesbürger bleiben trotz Coronakrise zu Weihnachten in Geberlaune: Das durchschnittliche Geschenkbudget der erwachsenen Verbraucher liegt in diesem Jahr bei 281 Euro – und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres.

  • Geplante Ausgaben für Weihnachtsgeschenke liegen bei 281 Euro und damit auf Vorjahresniveau
  • Immer mehr Verbraucher wollen in erster Linie online einkaufen – Fachgeschäfte bleiben aber erste Anlaufstelle für Geschenke-Shopper
  • Mehr Geld für Spielwaren, Bücher und Schmuck – weniger Budget für Reisen, Events und Geldgeschenke
  • Keine festliche Stimmung ohne Weihnachtsmärkte: getrübte Vorfreude für Kunden und Problem für den stationären Handel

Die Bundesbürger bleiben trotz Coronakrise zu Weihnachten in Geberlaune: Das durchschnittliche Geschenkbudget der erwachsenen Verbraucher liegt in diesem Jahr bei 281 Euro – und damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Hochgerechnet summieren sich die geplanten Geschenkausgaben deutschlandweit damit in diesem Jahr auf 18,4 Milliarden Euro.

Die Pandemie führt allerdings zu Verschiebungen bei den Shopping-Kanälen: Der Anteil der Bundesbürger, die bevorzugt beim stationären Einzelhandel einkaufen wollen, sinkt im Vergleich zum Vorjahr von 54 auf 42 Prozent, gleichzeitig steigt der Anteil der Verbraucher, die bevorzugt online bestellen von 17 auf 28 Prozent. Und nachdem im vergangenen Jahr durchschnittlich 82 Euro an Internethändler fließen sollten, steigt dieser Wert in diesem Jahr auf 85 Euro.

Auch bei den bevorzugten Geschenken zeigen sich Veränderungen: So wollen die Konsumenten in diesem Jahr deutlich weniger Geld für Events und Veranstaltungsbesuche und für Reisen ausgeben – in Summe sinken die geplanten Ausgaben von 30 auf 13 Euro. Spielwaren, Bücher, Kleidung und Schmuck steigen hingegen deutlich in der Gunst der Schenkenden – die Budgets klettern hier jeweils um mehr als 20 Prozent. 

Am häufigsten verschenken die Deutschen aber nach wie vor Geld: 59 Prozent der Bundesbürger planen, Geld oder Gutscheine zu verschenken – das sind drei Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Allerdings wird an der Höhe des verschenkten Betrags gespart: Das durchschnittliche Budget sinkt von 69 auf 58 Euro.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Basis der Studie ist eine repräsentative Telefonumfrage unter 1.000 erwachsenen Verbrauchern in Deutschland, die im November 2020 durchgeführt wurde.

„Die gute Nachricht ist, dass das Geld trotz der Pandemie und der schwierigen Wirtschaftslage immer noch relativ locker sitzt, von einer tiefen Erschütterung des Konsumentenvertrauens ist nichts zu sehen“, sagt Ev Bangemann, Leiterin des Bereiches Konsumgüter und Handel bei EY. „Allerdings stellt sich die Frage, wo sie ihr Geld ausgeben werden. Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen wächst beim stationären Einzelhandel zu Recht die Befürchtung, dass immer mehr Geld online ausgegeben wird – und dass sich die Konsumenten auch nach dem Abklingen der Pandemie verstärkt für den Einkauf per Smartphone, Tablet oder Computer entscheiden werden.“ Die Befragungsergebnisse zeigten ernstzunehmende Verschiebungen in Richtung Online-Kanal, so Bangemann. „Etliche Verbraucher haben in der Lockdown-Zeit gute Erfahrungen mit dem Online-Shopping gemacht. Wenn die Pandemie einmal überwunden ist, wird die Herausforderung für den stationären Handel darin bestehen, die Kunden mit guten Argumenten von einer Rückkehr in die Läden zu überzeugen.“

Immerhin: Ein wichtiger Faktor, der derzeit aus Sicht der Verbraucher für den Einkauf im Internet spricht, wird nach Abklingen der Pandemie an Bedeutung verloren haben: 62 Prozent der Befragten sagen, dass der Gesundheitsschutz für sie ein Grund für den Online-Einkauf ist – nur die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der Internethändler spielt aus Sicht der Verbraucher mit 63 Prozent eine noch größere Rolle.

Weihnachtsmärkte werden schmerzlich vermisst

Das vorweihnachtliche Shopping in den deutschen Innenstädten wird in diesem Jahr deutlich weniger stimmungsvoll und festlich ausfallen als gewohnt – die meisten Städte verzichten auf Weihnachtsmärkte, auch in den Einkaufszentren wird es spürbar weniger Veranstaltungen geben als in früheren Jahren. 

Sieben von zehn Befragten geben dementsprechend an, dass ihre Vorfreude auf Weihnachten und das vorweihnachtliche Shopping-Erlebnis getrübt ist, angesichts der Einschränkungen, die im Zusammenhang mit Covid-19 für Weihnachtsmärkte und vorweihnachtliche Veranstaltungen in den Städten verfügt wurden. Nur drei von zehn Befragten lassen sich ihre Vorfreude aber nach eigener Aussage nicht nehmen.

„Wir stellen fest, dass die Bundesbürger derzeit sehr viel zielgerichteter einkaufen gehen und zudem versuchen, ihren Einkauf auf möglichst wenige Läden zu konzentrieren“, sagt Bangemann abschließend. „Ein gemütliches Shopping-Erlebnis mit anschließendem Weihnachtsmarktbesuch wird es also nicht geben. In früheren Jahren gaben mehr als 40 Prozent der Bundesbürger an, vorweihnachtliche Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte seien ein zusätzlicher Anreiz für einen Einkaufsbummel in der Stadt oder im Shopping-Center – in diesem Jahr fehlen derartige Impuls für den Innenstadtbesuch.“

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