Pressemitteilung

20 Dezember 2021 Stuttgart, DE

EY mit stabiler Geschäftsentwicklung

Stuttgart, 20. Dezember 2021. Das Geschäft der Prüfungs- und Beratungsge-sellschaft EY entwickelte sich trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie im vergangenen Geschäftsjahr stabil. Im Geschäftsjahr 2020/21, das am 30. Juni endete, verzeichnete EY in Deutschland einen moderaten Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro.

  • Wegen COVID-19-Sondereffekt: Umsatz sank im vergangenen Geschäftsjahr leicht um 1,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro
  • Wirtschaftsprüfung verzeichnete deutlichen Umsatzzuwachs
  • Beratung mit dynamischem Wachstum in der ersten Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres
  • Ausblick: Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich im neuen Geschäftsjahr erwartet

Das Geschäft der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY entwickelte sich trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie im vergangenen Geschäftsjahr stabil. Im Geschäftsjahr 2020/21, das am 30. Juni endete, verzeichnete EY in Deutschland einen moderaten Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Der Rückgang ist auf Sondereffekte wegen der Corona-Pandemie zurückzuführen.* 

Weltweit erwirtschaftete EY im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 39,96 Milliarden US-Dollar und erzielte damit einen Zuwachs von 4 Prozent in lokalen Währungen.

Stark gewachsen ist der Bereich Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung bei EY in Deutschland: Hier stieg der Umsatz um 5,6 Prozent auf 684 Millionen Euro. Die Steuerberatung verbuchte einen Umsatzrückgang von 2 Prozent auf 731 Millionen Euro. Der Umsatz im Bereich Strategy and Transactions ging im Berichtsjahr um 2,8 Prozent auf 370 Millionen Euro zurück. Der Bereich Consulting verzeichnete einen Umsatzrückgang um 11,5 Prozent auf 336 Millionen Euro. Alle Angaben beziehen sich auf die tatsächliche Umsatzentwicklung und sind nicht bereinigt um die Auswirkungen der stark rückläufigen Reisekosten.

Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland, zeigt sich mit der Entwicklung insgesamt zufrieden: „Das erste Quartal des vergangenen Geschäftsjahres war noch von einer deutlichen Zurückhaltung vieler Unternehmen geprägt, seit dem Herbst 2020 hat sich das Blatt jedoch gewendet. EY konnte von der wieder stark zunehmenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen und dem gestiegenen Beratungsbedarf profitieren und die Pandemie-bedingten Rückgänge insgesamt nahezu kompensieren.“

Zudem habe das neue Geschäftsjahr sehr positiv begonnen. „Alle Beratungsbereiche wachsen derzeit dynamisch, teilweise sogar im zweistelligen Prozentbereich. Wir gehen daher für das laufende Geschäftsjahr von einem Gesamtumsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich aus“, so Ahlers.

Gute Auslastung in der Wirtschaftsprüfung und der prüfungsnahen Beratung

Im Zuge der verpflichtenden Prüferrotation haben mehrere DAX-Konzerne EY mit der Abschlussprüfung beauftragt. „Unter anderem aufgrund des Gewinns einer ganzen Reihe von großen Mandaten sind wir in der Wirtschaftsprüfung nachhaltig sehr gut ausgelastet“, so Jean-Yves Jégourel, Co-Vorsitzender der Geschäftsführung von EY in Deutschland. Im Geschäftsfeld der prüfungsnahen Beratung erlebe EY eine hohe Nachfrage nach Beratungsleistungen im Umfeld der Finanzberichterstattung. Gegen Ende des Berichtsjahres sei die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Kapitalmarkttransaktionen ebenfalls stark gestiegen, eine Entwicklung, die auch im laufenden Geschäftsjahr anhalte. Jégourel rechnet daher im Geschäftsfeld Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Beratung trotz der bereits bekannten Mandatsverluste mit einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung.

Steuerberatung behauptet marktführende Position

Die Steuerberatung von EY hat ihre marktführende Position behauptet. Als ein wichtiger Treiber des Geschäfts erwies sich die EY Law, die aufgrund gezielter Investitionen in neue Partner und Teams und bedeutender Mandatsgewinne ein Umsatzwachstum von 67 Prozent erzielte. Stark gewachsen ist auch die steuerliche Beratung bei Unternehmenstransaktionen und Restrukturierungen sowie die Beratung bei der Erstellung weltweiter Steuererklärungen (Global Compliance and Reporting). Dämpfend auf die Umsatzentwicklung der Steuerberatung hat sich die pandemiebedingte Zurückhaltung bei der Entsendung von Mitarbeitenden durch weltweit tätige Konzerne ausgewirkt, wodurch die Nachfrage nach steuerlicher und rechtlicher Betreuung von Entsendeten erheblich zurückgegangen ist – neben den fehlenden Reisekosten ein weiterer Effekt von COVID-19.

„Die Steuerberatung von EY hat ihre Spitzenposition in Deutschland behauptet“, stellt Ahlers fest. „Ich bin zuversichtlich, dass sich die starke Entwicklung zentraler Beratungsfelder wie Transaction Tax oder Global Compliance and Reporting, aber auch von EY Law im laufendenden Geschäftsjahr fortsetzen wird.“

Transformationsberatung: Dynamische Entwicklung nach Corona-Delle

Noch in der ersten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres hat die COVID-19-Pandemie viele Unternehmen veranlasst, geplante Projekte auf den Prüfstand zu stellen, was sich auf die Geschäftsfelder Strategy and Transactions und Consulting ausgewirkt hat. Im Herbst 2020 hat sich der Markt jedoch massiv erholt.

„Nach dem Corona-bedingten Stillstand kehrt das Thema Konzerntransformation mit großer Dynamik auf die Agenda der Unternehmen zurück“, sagt Jégourel. „Viele Unternehmen und ganze Branchen erfinden sich gerade neu“. Hintergrund sei unter anderem die in der Corona-Pandemie gewachsene Erkenntnis, wie anfällig manches Geschäftsmodell und wie notwendig eine stärkere Digitalisierung sei. Hinzu kämen Umwälzungen durch neue Regulierungsvorhaben der Politik wie beispielsweise ambitionierte Vorgaben zur Reduktion des CO2-Ausstoßes. Gefragt sei jetzt die Entwicklung von ESG-Strategien.

Die Strategie- und Transaktionsberater von EY unterstützen Unternehmen etwa bei der grünen Optimierung von Zulieferketten oder bei der Portfoliobereinigung von CO2-intensiven Unternehmensteilen. „Der Transformationsbedarf ist riesig, und es ist sehr viel Geld im Markt, so dass viele Unternehmen über die nötigen Mittel für einen grundlegenden Umbau verfügen“, stellt Ahlers fest. „Folglich erleben wir derzeit einen Transaktionsmarkt wie noch nie“.

Der Bereich Consulting wachse aktuell im zweistelligen Prozentbereich, so Ahlers. „Unsere Kunden starten nach der Corona-Delle neue Projekte oder beleben auf Eis gelegte Vorhaben neu, gleichzeitig fokussieren wir uns im Consultingbereich auf stark nachgefragte Beratungsthemen wie etwa Technology – SAP, Service Now und Analytics – sowie Business Consulting mit dem Themen Digital Finance, Geschäftsprozess-Transformation und Supply Chain-Optimierung“.

2.000 Neueinstellungen geplant

Aufgrund der deutlichen Wiederbelebung des Marktes und der damit verbundenen hohen Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen will EY im laufenden Geschäftsjahr insgesamt bis zu 2.000 neue Mitarbeitende einstellen. Davon wurden seit dem Sommer 2021 bereits 1.300 Neueinstellungen vorgenommen. Dabei erfordere die Digitalisierung von Prüfung und Beratung und die Transformation von Unternehmen und Geschäftsmodellen mehr denn je multidisziplinäre Teams mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten. Neben den klassischen Qualifikationen wie Betriebswirtschaftler, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater stelle EY vermehrt Mathematiker, Informatiker und Ingenieure ein. 

 

*Da die Mitarbeitenden pandemiebedingt deutlich weniger gereist sind, fiel ein Großteil der Reisekosten weg, die den Kunden in Rechnung gestellt und als Umsatz verbucht werden. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz leicht gestiegen.

 

Geschäftsjahr 01. Juli 2020 – 30. Juni 2021

Umsatz der deutschen EY-Gruppe nach Geschäftsbereichen

Geschäftsbereich

2019/2020 in Mio. Euro

2020/2021 in Mio. Euro

Veränderung in %

Wirtschaftsprüfung und
prüfungsnahe Beratung

648

684

5,6

Steuer- und Rechtsberatung

746

731

- 2,0

Strategy and Transactions

381

370

- 2,8

Consulting

380

336

- 11,5

Umsatz gesamt

2.155

2.122

- 1,5

 

Mitarbeitende 

 

Jahresdurchschnitt 2019/20

Jahresdurchschnitt 2020/21

Veränderung in %

Mitarbeitende

11.374

11.478

0,9

       

- Ende -

EY im Überblick

EY ist eine der großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist EY deutscher Marktführer. EY beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiter an 20 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2020/2021 einen Gesamtumsatz von 2,1 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den rund 312.000 Mitarbeitenden der internationalen EY-Organisation betreut EY Mandanten überall auf der Welt.

EY bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Strategy and Transactions, Consulting und Immobilienberatung.