Pressemitteilung

20 Apr. 2021 Zurich, CH

Swiss Biotech-Report: Agilität, Führung und Innovation - Report zeigt hervorragende Branchenleistung

Zürich, 20. April 2021 – Ob in der Entwicklung von Schnelldiagnosetests, neuer Therapiemethoden oder bei der Impfstoffherstel-lung: Die Schweizer Biotechfirmen leisten wertvolle Beiträge zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie. Die forschenden Schweizer Biotechfirmen haben innert Jahresfrist 8% zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigen insgesamt 16'300 Personen.


Ob in der Entwicklung von Schnelldiagnosetests, neuer Therapiemethoden oder bei der Impfstoffherstel­lung: Die Schweizer Biotechfirmen leisten wertvolle Beiträge zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie. Die forschenden Schweizer Biotechfirmen haben innert Jahresfrist 8% zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und beschäftigen insgesamt 16'300 Personen. Erstklassige Patentanmeldungen trugen dazu bei, dass die Schweiz zum zehnten Mal in Folge den Spitzenplatz des Global Innovation Index einnimmt. Die Kapital­investitionen in Schweizer Biotechunternehmen haben sich von 2019 bis 2020 fast verdreifacht und erreichten 3,4 Milliarden Schweizer Franken. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Franken.

Als eines der weltweit führenden Biotech-Zentren war die Schweiz gut positioniert, um internationale Kooperationen zu nutzen und Lösungen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie zu entwickeln. 2020 verzeichnete die Biotech­industrie ein Rekordniveau an Investitionen. Die neueste Ausgabe des Swiss Biotech Report, der heute von der Swiss Biotech Association in Zusammenarbeit mit EY und acht weiteren Partnerorganisationen veröffentlicht wurde, analysiert die Entwicklung der Finanzierung, Fusions- und Übernahmeaktivitäten sowie Kooperationen in der Schweizer Biotechindustrie. Im Bericht werden Schweizer Projekte und Unternehmen hervorgehoben, die sich an der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie beteiligten und ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Produktions­kapazitäten wirksam einsetzten, um in Rekordzeit wirksame Lösungen zu liefern.

Während die Bekämpfung der Covid-Pandemie im Rampenlicht stand (z.B. Klonen des Virus, Diagnostika­entwicklung oder Impfstoffproduktion), vernachlässigten die Schweizer Biotechunternehmen andere Forschungs­bereiche nicht und investierten weiterhin stark in den Ausbau ihrer F&E- und Produktionsinfrastruktur. Investoren steuerten neue Mittel in Rekordhöhe bei, um die vielversprechende Pipeline des Schweizer Biotech-Hubs weiter­zuentwickeln. Insgesamt stiegen die F&E-Investitionen um 10% auf 2,2 Milliarden Schweizer Franken.

Der Swiss Biotech Report betont die wichtige Rolle der Schweiz in der Bekämpfung der Pandemie durch Beiträge der Grundlagenforschung (Erforschung von Struktur und Verhalten des Virus), der Herstellung von Diagnostika (z.B. Roche, Quotient, Ender, MosaiQ, Biolytix) und von Impfstoffen (z. Bsp. Lonza, Bachem, Janssen Cilag) und der Entwicklung neuer Therapeutika (z.B. Humabs Biomed/Vir Biotechnologies oder Molecular Partners/Novartis). Ein weiteres klares Indiz für die Stärke der Schweizer Biotechbranche sind zahlreiche internationale Auszeichnungen, die die bedeutenden Fortschritte der letzten Jahre widerspiegeln.

«Die Pandemie hat die Bedeutung des Biotech- und Pharmasektors klar hervorgehoben. Gleichzeitig sehen wir gewisse Warnzeichen, mussten doch zahlreiche Unternehmen erhebliche Verzögerungen in ihrer Forschungs- und Entwicklungspipeline hinnehmen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die Schweizer Biotechbranche ihre beeindruckende Expansion fortsetzen wird», kommentierte Michael Altorfer, CEO Swiss Biotech Association.

«2020 war eindeutig ein aussergewöhnliches Jahr. Das Interesse der Investoren zeigte sich in einem Rekordniveau an Finanzierungen und der Gründung neuer biotech-spezifischer Investmentfonds wie Pureos Bioventures und Bernina Bioinvest. Es war ermutigend, dass Swissmedic letztes Jahr 42 neuen Medikamenten die Marktzulassung erteilte. Dies sind rund ein Drittel mehr als die 29 Zulassungen im Jahr 2019» ergänzte Jürg Zürcher, Partner und Leiter Biotechnologie Deutschland, Schweiz und Österreich bei EY.

Die wichtigsten Ergebnisse des Swiss Biotech Report 2021

Die Kapitalgeber investierten 2020 insgesamt CHF 3,44 Mrd. in Schweizer Biotechunternehmen – das beste Jahr aller Zeiten. CHF 2,7 Mrd. wurden in kotierte Unternehmen investiert, darunter ADC Therapeutics aus Lausanne mit CHF 470 Mio. (IPO & Follow-on), CRISPR Therapeutics (CHF 940 Mio.), Idorsia (CHF 866 Mio.), Molecular Partners (CHF 80 Mio.) und Basilea (CHF 125 Mio.). Bei den nicht-kotierten Unternehmen konnten VectivBio Holding AG (CHF 135 Mio.), SOPHiA Genetics (CHF 100 Mio.) und das neu gegründeten Unternehmen Noema Pharma (CHF 54 Mio.) die grössten Finanzierungsrunden abschliessen.

Die Schweizer Biotechindustrie erwirtschaftete einen Umsatz von CHF 4,5 Mrd., verglichen mit CHF 4,8 Mrd. im Jahr 2019. Dieser Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf günstige einmalige Ereignisse im Jahr 2019 zurück­zuführen. Dennoch konnten Biotechfirmen, die ihre Produkte/Dienstleistungen vermarkten, auch 2020 ihre Umsätze weiter steigern.

2020 waren Schweizer Unternehmen an einer Vielzahl von Fusionen und Übernahmen sowie Kooperationen beteiligt. Mehrere Schweizer Biotechfirmen wurden durch Pharmafirmen oder andere Biotechfirmen übernommen: Sumitomo Dainippon Pharma investierte USD 3 Mrd. in die strategische Allianz mit Roivant Sciences und die damit verbundene Gründung eines neuen Unternehmens, Sumitovant Biopharma. Genkyotex gab die Übernahme durch Calliditas bekannt und Boehringer Ingelheim erwarb NBE-Therapeutics für EUR 1,2 Mrd. Erfolgreich war die Branche nicht nur an der Finanzierungsfront, sondern auch im Bereich der Kooperationen und Lizenzverein­barungen. 2020 wurden viele erfolgreiche neue Partnerschaften geschlossen, darunter auch die Partnerschaft von BC Platforms mit Dante Labs, um das grösste europäische Labor für Gensequenzierung der nächsten Generation aufzubauen.

Der Swiss Biotech Report 2021

Der Swiss Biotech Report 2021 beleuchtet die wichtigsten Trends, Innovationsfaktoren und Innovationsquellen und berichtet über Themen und Fakten zur Entwicklung der Schweizer Biotechindustrie. Die diesjährigen Schwerpunkte sind Agilität, Führung und Innovation in Zeiten der COVID-19-Pandemie.

Das Swiss Biotech Report 2021 Steering Committee

biotechnet Switzerland, Laura Suter Dick
Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum, Christian Moser
Ernst & Young, Jürg Zürcher
Innosuisse, Johanne Stettler
scienceindustries, Jan Lucht
SIX, Fabian Gerber
Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften, Hans-Peter Meyer
Schweizerischer Nationalfonds SNF, Florian Fisch
Swiss Biotech Association, Michael Altorfer
Switzerland Global Enterprise, Sirpa Tsimal

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Swiss Biotech und die Swiss Biotech Association

Die 1998 gegründete Swiss Biotech Association vertritt die Interessen der Schweizer Biotech-Industrie. Um ihre Mitglieder in einem wettbewerbsintensiven Markt zu unterstützen, setzt sich die Swiss Biotech Association für optimale Rahmenbedingungen und den Zugang zu Talenten, neuen Technologien und finanziellen Ressourcen ein. Die Swiss Biotech Association arbeitet mit zahlreichen Partnern und Life-Science-Clustern weltweit unter der Marke Swiss Biotech™ zusammen, um die Schweizer Biotech-Industrie zu stärken und zu fördern. 

Über die globale EY-Organisation

Die globale EY-Organisation ist eine Marktführerin in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Rechtsberatung sowie in den Advisory Services. Wir fördern mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Dienstleistungen weltweit die Zuversicht und die Vertrauensbildung in die Finanzmärkte und die Volkswirtschaften. Für diese Herausforderung sind wir dank gut ausgebildeter Mitarbeitender, starker Teams sowie ausgezeichneter Dienstleistungen und Kundenbeziehungen bestens gerüstet. Building a better working world: Unser globales Versprechen ist es, gewinnbringend den Fortschritt voranzutreiben – für unsere Mitarbeitenden, unsere Kunden und die Gesellschaft.  

Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.ey.com. 

Die EY-Organisation ist in der Schweiz durch die Ernst & Young AG, Basel, an zehn Standorten sowie in Liechtenstein durch die Ernst & Young AG, Vaduz, vertreten. «EY» und «wir» beziehen sich in dieser Publikation auf die Ernst & Young AG, Basel, ein Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited.