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EY Client Tax Reporting Survey 2025


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Wir präsentieren Survey Highlights in drei zentralen Bereichen: Dienstleistungsangebot, Betriebsmodelle und steuerfachliches Know-how.


Überblick

  • Das Client Tax Reporting entwickelt sich – getrieben durch regulatorische Komplexität, grenzüberschreitende Aktivitäten und Kundennachfrage – zunehmend zu einer zentralen Service-Erwartung.
  • Schweizer Banken nutzen hierfür hybride Betriebsmodelle, die interne Kompetenzen mit Managed Services und Tax Watch Solutions kombinieren, um Qualität und Skalierbarkeit in Einklang zu bringen.
  • Unsere umfassenden Analysen und Erkenntnisse gehen über den Status quo hinaus und zeigen Banken einen klaren Weg zur Unterstützung steuerbewusster Finanzstrategien auf.

Angesichts disruptiver Marktveränderungen müssen Banken ihre Betriebsmodelle neu denken, um technologiegetriebenen Risiken und Chancen, Kundenanforderungen sowie regulatorischen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Speziell im Bereich Client Tax Reporting (CTR) treffen diese globalen Trends auf einen allgemeinen Marktwandel: Während einige wichtige Anbieter ihre Aktivitäten in Europa zentralisieren, migrieren andere vollständig in die Cloud. Gleichzeitig entwickelt sich das CTR angesichts der zunehmend komplexen Steuerlandschaft rasch von einem Premium-Service für Offshore-Bankkunden zu einem unverzichtbaren Standard für exzellenten Kundenservice. Zwar ist die wahrgenommene Qualität oder die Abdeckung des CTR selten ein Pull-Faktor für Kunden, die eine neue Bankbeziehung eingehen. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass Kundinnen und Kunden Banken den Rücken kehren können, die wiederholt fehlerhafte oder verspätete Reports bereitstellen.

Als erfahrener Marktführer im Bereich Tax Managed Services wollte EY Financial Services Tax Switzerland ein besseres Verständnis der wichtigsten Trends im Client Tax Reporting vor dem Hintergrund des umfassenden Wandels der Markt-, Branchen- und Unternehmenslandschaft gewinnen. Ziel der ersten EY Client Tax Reporting Survey in der Schweiz ist es, einen unabhängigen Blick auf die aktuelle Marktlage zu werfen. Eine Kombination aus quantitativen und offenen Fragen ermöglicht ein Benchmarking und eine vertiefte Analyse in drei zentralen Bereichen des Client Tax Reporting:

  • Dienstleistungsangebot
  • Betriebsmodelle
  • Tax Watch Services

Dienstleistungsangebot

Die Banken in der Schweiz richten ihr Client Reporting gezielt auf die Kundennachfrage und die regulatorischen Anforderungen in den verschiedenen Jurisdiktionen aus. Die Antworten auf die Fragen zur Art des Reportings verdeutlichen die Fokussierung auf den Schweizer Markt und zeigen Potenzial für die Geschäftsentwicklung in einer sich wandelnden Steuerlandschaft auf.

Im Fokus unserer Befragung standen die drei wichtigsten Report-Arten, die von Finanzinstituten in der Schweiz angeboten werden:

  • Länderspezifische Steuerreports, die die Steuervorschriften und -formate einer bestimmten Jurisdiktion anwenden, um die Einhaltung lokaler Steueranforderungen zu ermöglichen
  • Generische Reports, die standardisierten Berechnungsmethoden folgen, um indikative Steuerangaben für Märkte ohne länderspezifische Lösung bereitzustellen
  • Simulations-Reports, die potenzielle Steuerergebnisse auf Basis aktueller Bestände und Marktwerte modellieren

Die Finanzinstitute der Schweiz priorisieren derzeit das länderspezifische Client Tax Reporting: 100% der Befragten stellen länderspezifische Reports für die Schweiz bereit. Das generische Client Tax Reporting (angeboten von 63% der Befragten) ist für kleinere aussereuropäische Märkte mit einem geringeren Bedarf an kundenspezifischen Lösungen weiterhin sinnvoll. Obwohl noch nicht flächendeckend verfügbar, entwickeln sich Simulations-Reports zu einer zunehmend geschätzten Dienstleistung – insbesondere für britische Kundinnen und Kunden. Aufgrund steuerrechtlicher Änderungen, unter anderem der Einführung von Kapitalgewinnsteuern auf Finanztransaktionen in Belgien und den Niederlanden, erwarten wir eine steigende Nachfrage in Grossbritannien sowie in weiteren europäischen Märkten.

Die Erweiterung der Länderabdeckung sowie das Angebot von Onshore- oder Simulations-Reports für Niederlassungen oder Tochtergesellschaften ausserhalb der Schweiz erhöhen den Bedarf an spezialisiertem Fachwissen, robusten Qualitätssicherungsprozessen (QS-Prozessen) und effizienten Outsourcing-Modellen.

Betriebsmodelle

Die Banken legen das passende Modell je nach den verfügbaren Ressourcen, dem Reporting-Umfang und ihren strategischen Prioritäten fest. Für das Client Tax Reporting gibt es in der Praxis im Wesentlichen drei Modelle:

  • Bei Inhouse-Lösungen werden Ressourcen und Know-how vollständig durch eigene Vollzeitäquivalente (VZÄ) abgedeckt.
  • Bei Managed Services erstellt ein Outsourcing-Anbieter die Reports und stellt sie dem Finanzinstitut zur Weiterleitung an die Kundschaft bereit.
  • Ein hybrider Ansatz kombiniert interne und externe Ressourcen.

Mehr als zwei Drittel (68%) der Finanzinstitute nutzen für das Client Tax Reporting inzwischen ein hybrides Modell, bei dem interne Ressourcen für Schweizer Reports mit Managed Services für andere Jurisdiktionen kombiniert werden, um ein ausgewogenes Verhältnis aus Kontrolle, Flexibilität und fachlichem Know-how zu erreichen.

Bei internen Modellen dominieren Kernbankensysteme, während Managed Service Provider fundiertes Steuerwissen einbringen und etablierte Technologielösungen wie EasyTax von Regnology oder SaveTax von Tech Mahindra nutzen.

Wir stellen fest, dass die Cloud-Nutzung zunimmt, da führende Anbieter auf cloudbasierte Plattformen migrieren und das Vertrauen in die Schweizer Datenschutzstandards weiter wächst.

Steuerfachliches Know-how

Ein qualitativ hochwertiges Client Tax Reporting erfordert den Zugang zu steuerfachlichem Know-how über eine Vielzahl von Jurisdiktionen hinweg im Rahmen einer robusten Qualitätssicherung. Banken erreichen dies in der Regel durch eine Kombination aus interner Steuerexpertise, externer Steuerberatung und Tax Watch Services.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53%) nutzt aktuell einen Tax Watch Service; bei den Privatbanken steigt dieser Anteil auf 60%. Dies widerspiegelt die höhere Komplexität der steuerlichen Bedürfnisse der HNWI- und UHNWI-Klientel. Institute ohne Zugang zu einem Tax Watch Service setzen in der Regel auf starkes internes Know-how, ergänzt durch externe Beratung und Branchenverbände.
 

Auch für Banken mit interner Expertise bleibt externe Beratung unverzichtbar, insbesondere bei der Abdeckung spezifischer Jurisdiktionen oder bei der Planung neuer Reporting-Module. Kompetenz und Qualität sind klare Differenzierungsmerkmale für Managed Services: 80% der Outsourcing-Nutzer nannten das steuerfachliche Know-how ihres Dienstleisters als wesentlichen Vorteil, im Vergleich zu 28% bei internen Modellen.
 

Da die Steuervorschriften immer komplexer werden und die Reporting-Frequenz europaweit zunehmend über den jährlichen Rhythmus hinausgeht, ist ein einfacher Zugang zu Steuer-Know-how nicht mehr optional, sondern unerlässlich.
 

Für detailliertere Survey-Ergebnisse, Analysen und Erkenntnisse unseres erfahrenen EY Financial Services Tax Teams laden Sie die vollständige Studie herunter:


EY Client Tax Reporting Survey 2025

Die EY Client Tax Reporting Survey 2025 untersucht, wie sich Marktverwerfungen, regulatorischer Druck und die Einführung neuer Technologien auf das Client Tax Reporting bei Schweizer Banken auswirken. Finanzinstitute erhalten Benchmarks, Markteinblicke und praktische Empfehlungen, um sich in einem sich rasch verändernden Steuerumfeld zu behaupten. Die Survey unterstreicht den Wandel hin zu «steuerbewussten» Teams, die das Client Tax Reporting in ganzheitliche Vermögensverwaltungsstrategien integrieren, um Vertrauen zu schaffen und die Kundenbindung zu stärken.


Zusammenfassung

Die Survey zeigt einen Markt im Wandel: Die Endkundennachfrage, der regulatorische Druck und die Einführung neuer Technologien transformieren die Art und Weise, wie Reporting-Services bereitgestellt und bewertet werden.

In diesem Umfeld sehen wir grosses Potenzial für die Finanzinstitute der Schweiz, die sich als «steuerbewusste» Berater positionieren. Insbesondere im Rahmen eines Managed-Services-Modells könnten «steuerbewusste» Dienstleistungen eine attraktive Option für Schweizerische Finanzinstitute darstellen, die der Kundennachfrage nach steuerlicher Unterstützung gerecht werden und gleichzeitig das eigene rechtliche und regulatorische Risiko minimieren möchten.


FAQs


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