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Wie verändert der EU-Deal die Strompolitik der Schweiz?


Erfahren Sie, warum das Stromabkommen mit der EU für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz von zentraler Bedeutung ist und wie sich Unternehmen darauf vorbereiten sollten.


In brief

  • Das neue Stromabkommen Schweiz – EU sichert die grenzüberschreitenden Stromflüsse, schützt die Versorgung und verhindert drastische Einschnitte bei Stromimporten, welche die Netzstabilität gefährden.
  • Die vollständige Marktöffnung bietet allen Konsumenten Wahlmöglichkeiten, fördert den Wettbewerb und treibt Innovationen in den Bereichen erneuerbare Energien, Flexibilitätsdienste und digitale Energielösungen.
  • Die Einbindung in den EU-Markt stärkt die Industrie, senkt die Kosten, unterstützt den Export von Wasserkraft und positioniert die Schweiz als zuverlässige, zukunftsfähige Energiepartnerin.

Die Schweizer Energiepolitik hat einen neuen Meilenstein erreicht. Obwohl die Schweiz bereits physisch und geografisch an das europäische Stromnetz angebunden ist, fehlt für die entscheidende Integration bisher eine Rechtsgrundlage. Dies sorgt für Unsicherheit und führt zu greifbaren Risiken für das Schweizer Stromsystem. Nach Studien der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) über die «System Adequacy» der Schweiz könnten die Importkapazitäten ohne gesetzliche Garantien drastisch sinken – um mehr als 50 Prozent und in Extremszenarien um über 70 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Ein solcher Einbruch der Versorgung würde die Gefahr von Lieferengpässen oder gar flächendeckenden Stromausfällen erhöhen, mit potenziell gravierenden Folgen für die Produktion, kritische Infrastrukturen wie Spitäler und Rechenzentren sowie die Reputation der Schweiz als zuverlässiger Wirtschaftsstandort.

Stromimporte
70%
Potenzieller Einbruch der Importkapazitäten in Extremszenarien

Die Schweiz und die EU haben diese Risiken erkannt und im Dezember 2024 als Teil eines umfangreicheren bilateralen Pakets ein umfassendes Stromabkommen abgeschlossen. Das Abkommen soll die Einbindung der Schweiz in den EU-Markt sicherstellen, die Versorgungssicherheit stärken sowie stabile, kosteneffiziente grenzüberschreitende Stromflüsse gewährleisten. Es sorgt für zukunftsorientierte Rahmenbedingungen, die sowohl die Resilienz des Schweizer Energiesystems als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft stärken.

Stärkung der Versorgungssicherheit und Netzstabilität der Schweiz

Im Kern sorgt das Stromabkommen für die Rechtssicherheit, welche die Schweiz seit Langem braucht. Es sieht grenzüberschreitende Kapazitätsregelungen nach internationalem Recht vor. So können die Nachbarländer auch in Krisenzeiten keine Exportbeschränkungen für Strom in die Schweiz vorschreiben. Damit wird die Versorgungssicherheit der Schweiz unmittelbar gestärkt und die Notwendigkeit reduziert, grosse und kostspielige inländische Stromreserven vorzuhalten.

Das Stromabkommen kann wesentlich dazu beitragen, die langfristige Versorgungssicherheit unseres Landes zu stärken. Dabei sind die effiziente Nutzung der grenzüberschreitenden Transportkapazitäten sowie der Zugang zu internationalen Plattformen für Regelenergie wichtig.

Das Abkommen räumt der Schweiz uneingeschränkten Zugang zum EU-Elektrizitätsbinnenmarkt ein und ermöglicht ihr damit die Teilnahme an Regelenergieplattformen und Märkten für Systemdienstleistungen. Die Einbindung befähigt die Schweiz, Regelenergie kostengünstiger einzukaufen und ihre flexible Wasserkraft zur Stabilisierung des europäischen Netzes beizutragen. Das Resultat ist ein zuverlässigeres, effizienteres und enger vernetztes grenzüberschreitendes Stromnetz, von dem sowohl die Schweiz als auch ihre Nachbarländer profitieren.

Öffnung des Strommarktes: Stärkung der Konsumenten und Förderung der Innovation

Eine der offensichtlichsten Folgen des Stromabkommens wird die vollständige Öffnung des Schweizer Strommarktes sein. Erstmals können alle Konsumenten – auch Haushalte und Kleinunternehmen – ihren Stromlieferanten frei wählen. Gemäss Vernehmlassungsvorlage können Kunden mit einem Jahresverbrauch von weniger als 50 MWh in der regulierten Grundversorgung mit überprüfbaren Preisen verbleiben, zu einem Marktanbieter wechseln oder innerhalb festgelegter Fristen wieder in die Grundversorgung zurückkehren.

Diese Liberalisierung fördert den Wettbewerb und die Innovation im Energiesektor. Die Konsumenten profitieren von einer grösseren Auswahl, einer transparenten Preisgestaltung und der Möglichkeit, Strom nach Herkunft, Nachhaltigkeit oder Tarifflexibilität auszuwählen. Die ElCom hat bereits darauf hingewiesen, dass die bestehende Grundversorgung wenig Schutz vor Preisschwankungen bietet, da die Kunden an ihren lokalen Netzbetreiber und dessen Beschaffungsstrategie gebunden sind. Die Marktöffnung bietet den Konsumenten die Möglichkeit, ihre eigenen Prioritäten zu setzen sowie den Anbieter und Tarif zu wählen, der am besten zu ihnen passt.

Für Energieunternehmen wird die Marktliberalisierung strukturelle Anpassungen zur Folge haben, darunter eine Konsolidierung unter den kleinen Grundversorgern. Sie erschliesst jedoch auch Raum für kreative Geschäftsmodelle. Darüber hinaus werden neue Dienstleistungen wie dynamische Stromtarife, Quartierstrommärkte und lokale Stromgemeinschaften entstehen. Solche Initiativen ermöglichen Bewohnern oder Mietern, in lokale Produktionsanlagen zu investieren und lokal erzeugten erneuerbaren Strom direkt zu verbrauchen, Eigenproduktion mit Speichertechnologien zu kombinieren und sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Mit zunehmendem Wettbewerb wird sich Innovation zum wichtigsten Wettbewerbsvorteil entwickeln und dafür sorgen, dass sich der Schweizer Strommarkt hin zu einem nachhaltigeren, kundenorientierten Modell entwickelt.

Einbindung im EU-Elektrizitätsbinnenmarkt

Über die Wahlmöglichkeiten der Konsumenten hinaus positioniert das Stromabkommen die Schweiz als voll eingebundene Teilnehmerin am EU-Elektrizitätsbinnenmarkt. Die nationale Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid wird vollständig in die europäischen Koordinationsprozesse zum Betrieb des Übertragungsnetzes, zur Sicherheitsüberwachung und zum Krisenmanagement eingebunden. Die Schweizer Stromversorger und Netzbetreiber erhalten zudem Zugang zu EU-Handelsplattformen und -Agenturen, die für die Wahrung der Marktstabilität und -transparenz zentral sind.

Entscheidend ist, dass die Schweiz die Souveränität über ihre Verpflichtungen in der öffentlichen Grundversorgung und das Eigentum an wichtigen Infrastrukturen wahrt. Verteilnetzbetreiber und Versorger können in öffentlichem Besitz bleiben. Dadurch wird gewährleistet, dass das öffentliche Interesse weiterhin die Leitplanke für die Energiepolitik bleibt. Mit dem Abkommen wird auch die gegenseitige Anerkennung der Herkunftsnachweise wiederhergestellt, was der Schweiz wieder ermöglicht, Zertifikate für erneuerbaren Strom mit der EU zu handeln und die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien zu fördern. Eine spezielle Klausel schafft die Voraussetzungen für die künftige Zusammenarbeit in aufstrebenden Sektoren, insbesondere Wasserstoff und erneuerbare Gase, und schafft Perspektiven für eine Vertiefung technologischer und industrieller Partnerschaften.

Rechtsgrundlagen und regulatorische Anpassung

Das Stromabkommen ist in den Grundsätzen der Richtlinie (EU) 2019/944 über gemeinsame Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt verankert – die zentrale Gesetzgebung, welche die Energielandschaft der EU prägt. Die Richtlinie legt den Rahmen für wettbewerbsgeprägte, konsumentenorientierte und nachhaltige Strommärkte in der EU fest.

Obwohl die Schweiz kein EU-Mitgliedstaat ist, wird sie dynamische Anpassungen an die wichtigsten Bestimmungen der Richtlinie vornehmen, um die Vereinbarkeit mit den Regelungen des EU-Marktes zu gewährleisten. Dazu gehört die Einhaltung gemeinsamer Grundsätze für den Netzzugang, die Rechte der Konsumenten und die Markttransparenz. Gleichzeitig bleibt die Schweiz flexibel in wichtigen Bereichen wie Versorgungssicherheit und notwendige Energiereserven, Förderprogramme für erneuerbare Energien und Regulierung der öffentlichen Grundversorgung.

Regulierungsbehörden wie die ElCom werden Aufgaben übernehmen, die mit den nationalen Regulierungsbehörden der EU vergleichbar sind, und den Marktbetrieb, die Transparenz und den Konsumentenschutz überwachen. Etwa 15 bis 20 Schweizer Versorger mit mehr als 100 000 angeschlossenen Kunden werden ihren Netzbetrieb im Einklang mit EU-Standards rechtlich und organisatorisch von anderen Geschäftstätigkeiten wie Erzeugung und Handel entflechten müssen. Diese strukturelle Trennung stärkt den fairen Wettbewerb und sorgt für einen transparenten Zugang zur Netzinfrastruktur.

Wirtschaftliche und industrielle Bedeutung

Das Stromabkommen ist mehr als nur eine technische Abstimmung zwischen den Ländern, es ist vielmehr eine Wirtschaftsstrategie für die künftigen grenzüberschreitenden Netzkapazitäten der Schweiz. Der grenzüberschreitende Stromhandel ist von zentraler Bedeutung, da er insbesondere in den Wintermonaten Importchancen für die Schweizer Industrie sichert und verbessert. Für ein kleines Land wie die Schweiz stellt die Möglichkeit, Strom zu importieren, eine wichtige Schutzmassnahme für die Versorgungssicherheit dar. Zuverlässiger Strom ist ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung, wo Unternehmen investieren. Das Abkommen gewährleistet, dass die Industriestandorte der Schweiz – insbesondere energieintensive Branchen wie Produktion, Chemie und Datenverarbeitung – auf stabile Versorgungsbedingungen und wettbewerbsfähige Strompreise zählen können. Auch auf Netzebene bringt das Abkommen Fortschritte. Die vollständige Einbindung von Swissgrid ins europäische Netz reduziert ungeplante Ringflüsse und verbessert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Krisenintervention. Letztendlich führt dies langfristig zu tieferen Netzkosten. Darüber hinaus kann durch eine bessere Koordination der Bedarf an kostspieligen Reserveinfrastrukturen verringert werden. Für Swissmem, den führenden Verband für KMU und Grossfirmen der Schweizer Technologiebranche, ist das Stromabkommen deshalb ein strategisch wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen, kosteneffizienten und wettbewerbsfähigen Industriestandort Schweiz.

Unsere stromintensiven Industriebetriebe leiden unter deutlich höheren Strom-Netznutzungsentgelten im Vergleich zur europäischen Konkurrenz. Eine ordentliche Integration in den EU-Strombinnenmarkt erzielt dazu eine kostendämpfende Wirkung. Das Stromabkommen ist für uns deshalb dringend notwendig

Mit ihrer formellen Einbindung im EU-Binnenmarkt profitiert die Schweiz von einem effizienteren grenzüberschreitenden Stromhandel und der Möglichkeit, ihre flexible Wasserkraft in europäische Partnerländer zu exportieren. Bei sinkenden System- und Reservekosten dürften sich die Preise für Systemdienstleistungen auf tieferem Niveau stabilisieren. Dies stärkt die Wirtschaft, stützt die Beschäftigung und steigert die Attraktivität des Industriestandorts Schweiz.

Vorbereitung auf das Stromabkommen: Strategien für Schweizer Energieversorger

Mit der Umsetzung des Stromabkommens müssen die Schweizer Energieversorger ihre Strategien anpassen, um in einem liberalisierten und zunehmend digitalen Marktumfeld erfolgreich agieren zu können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Entwicklung einer vorausschauenden Eigentümer- und Geschäftsstrategie, die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung in Einklang bringt.

Energieversorger sollten sich auf die Bedürfnisse der Kunden und die Schaffung innovativer Geschäftsmodelle konzentrieren. Die Konsumenten verlangen zunehmend nachhaltige, transparente und flexible Energielösungen. Energieunternehmen können diesen Erwartungen gerecht werden, indem sie dynamische Tarifstrukturen einführen, die die Eigenversorgung und Möglichkeiten zur Integration der E-Mobilität mitberücksichtigen, neue erneuerbare Energieprodukte inklusive Herkunftsnachweis anbieten und Beratungsleistungen rund um Energieeffizienz, E-Mobilität, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen ausbauen. Die Bereitstellung personalisierter Tools für das Energiemanagement, die auf Automatisierung und Digitalisierung basieren, wird die Effizienz steigern und die Kundenbindung stärken.

Ein starkes Bekenntnis zur Innovation und Integration von Schweizer Lösungen für erneuerbare Energien wird ebenfalls von entscheidender Bedeutung sein. Der Ausbau von Batteriespeichern, Power-to-Gas-Systemen und anderen fortschrittlichen Speichertechnologien kann dazu beitragen, Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig die Dekarbonisierung zu unterstützen. Energieunternehmen, die frühzeitig in diese Technologien investieren, sind am besten positioniert, um sich in einem offenen Markt zu behaupten und sich an Schweizer Nachhaltigkeitsinitiativen im städtischen Bereich zu beteiligen, die zum Erreichen des Netto-Null-Ziels beitragen.

Partnerschaften und Zusammenarbeit als Erfolgsfaktoren

Die Energiewende kann nicht im Alleingang gelingen. Eine branchen- und regionenübergreifende Zusammenarbeit ist unerlässlich. Energieversorger sollten ihre Partnerschaften mit Technologieunternehmen vertiefen, insbesondere in Bereichen wie Smart-Grid-Technologien, digitales Monitoring und Cyber-Resilienz. Die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Städten wird die Entwicklung lokaler Projekte wie intelligente Stadtquartiere, integrierte Mobilitätskonzepte und erneuerbare Mikronetze fördern.

Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gemeindewerke und kantonale Behörden können die Innovation vorantreiben, indem sie Pilotprojekte in den Bereichen Energiespeicher, Wasserstoffnutzung und Integration erneuerbarer Energiequellen unterstützen. Solche Partnerschaften verbinden akademische Forschung mit praktischer Umsetzung und machen die Schweiz zu einem Living Lab für nachhaltige Energielösungen.

Finanzierung und Risikomanagement

Der Übergang zu einem erneuerbaren, vernetzten Energiesystem erfordert umfangreiche Investitionen. Energieversorger und öffentliche Eigentümer müssen robuste Finanzierungs- und Risikomanagementstrategien verfolgen, um die langfristige Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Der Einsatz nachhaltiger Finanzierungsinstrumente wie Green Bonds und nachhaltigkeitsgebundener Kredite kann Kapital anziehen und gleichzeitig ein Bekenntnis zur Umwelt signalisieren.

Die Beteiligung an EU- und nationalen Förderprogrammen für nachhaltige Infrastruktur, Innovation und Forschung wird gleichfalls von entscheidender Bedeutung sein. Gestützt auf eine solide Finanzplanung können Versorger ihre Netze modernisieren, digitale Technologien einsetzen und die Kapazitäten bei erneuerbaren Energien ausbauen, ohne ihre wirtschaftliche Stabilität zu gefährden.

Gemeinsame Verantwortung für die Energiezukunft

Das Stromabkommen verdeutlicht eine grundsätzliche Wahrheit: Die Schweiz kann die Energiezukunft nicht isoliert von ihren europäischen Nachbarländern sichern. Durch die rechtliche und operative Einbettung in den EU-Strommarkt gewinnt sie an Stabilität, Effizienz und Chancen. Der Erfolg hängt jedoch von der proaktiven Anpassung der heimischen Akteure ab – von Politik und Regulierung bis hin zu Kantonen, Gemeinden und Energieversorgern.

Auch die öffentliche Hand spielt als Eigentümerin vieler Versorger eine entscheidende Rolle. Ihre Strategien sollten sich auf die langfristige Dekarbonisierung, die Modernisierung der Infrastruktur, die soziale Verantwortung sowie die Förderung von Innovation und Partnerschaften konzentrieren. So sorgen sie dafür, dass die Energieversorger resilient bleiben und auf veränderte Marktbedingungen reagieren können, während sie gleichzeitig die nationalen Klimaziele vorantreiben und die Kundenorientierung beibehalten.

Ein Meilenstein in der Energiepolitik

Das neue Stromabkommen zwischen der Schweiz und der EU ist ein Meilenstein in der Schweizer Energiepolitik. Es überführt die bestehende physische Einbindung in eine rechtlich abgesicherte Partnerschaft, welche die Versorgungssicherheit, die Markteffizienz und die ökologische Nachhaltigkeit verbessert. Sie ermöglicht Schweizer Konsumenten echte Wahlmöglichkeiten, befähigt Unternehmen zu Innovationen und sorgt dafür, dass die renommierten Wasserkraftressourcen des Landes, bei der Energiewende Europas eine zentrale Rolle spielen.

 

Die Vorteile für die Schweizer Wirtschaft sind strategischer und langfristiger Natur: gesicherter Zugang zu wettbewerbsfähigem Strom, Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und reduzierte Versorgungsrisiken. Den Konsumenten verspricht das Abkommen Transparenz, Flexibilität und neue Möglichkeiten, sich an der Energiewende zu beteiligen. Für Energieversorger ist es Herausforderung und Anreiz zugleich, sich anzupassen, Innovationen voranzutreiben und eine Führungsrolle zu übernehmen.

 

In der sich rasch entwickelnden europäischen Energielandschaft positioniert das Abkommen die Schweiz als vertrauenswürdige und zukunftsorientierte Partnerin. Durch die Kombination von Netzintegration, Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien und Innovationen im Bereich Smart Energy wird das Fundament für eine widerstandsfähige, nachhaltige und wirtschaftlich starke Stromzukunft gelegt. Dadurch sichert die Schweiz ihre Rolle als zukunftsorientierter, kosteneffizienter und wettbewerbsfähiger Industriestandort im Herzen Europas.

Summary

Das neue Stromabkommen mit der EU schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einbindung der Schweiz im europäischen Stromnetz. Es sichert die grenzüberschreitenden Stromflüsse, verhindert Exportbeschränkungen in Krisenzeiten, stabilisiert die Versorgung und vermeidet potenziell dramatische Einschnitte bei Importen. Das Abkommen öffnet den Schweizer Strommarkt vollständig, ermöglicht Konsumenten die Wahl ihres Anbieters und fördert Innovation und Wettbewerb. Im Einklang mit den Bestimmungen des EU-Energierechts, aber unter Wahrung der nationalen Souveränität stärkt das Abkommen die Zuverlässigkeit des Stromnetzes, senkt die Kosten, unterstützt die Industrie und sichert die Position der Schweiz als nachhaltiger, wettbewerbsfähiger Energiestandort in Europa.


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