Pressemitteilung
12 Mai 2026  | Zurich, Switzerland

Ausgaben für Forschung und Entwicklung wachsen weltweit weiter – Schweiz auf Rang 6

Pressekontakt

  • Die Top-500-Unternehmen weltweit steigerten ihre F&E-Ausgaben 2025 um 9,4 Prozent – Umsätze stiegen um 4,7 Prozent
  • Wachstum der F&E-Ausgaben in Nordamerika verdoppelt sich von sechs auf zwölf Prozent
  • Europas Top-Konzerne erhöhen ihre F&E-Ausgaben um rund fünf Prozent trotz stagnierender Gesamtumsätze
  • Zwei europäische Unternehmen – Roche und Volkswagen – zählen zu den Top 10 der F&E-Investoren weltweit; sieben kommen aus den USA, eines aus Südkorea

Zürich, 12. Mai 2026 – Die neueste Ausgabe der Studie «Top 500 F&E»1 des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY in der Schweiz zeigt: Trotz konjunktureller und geopolitischer Unsicherheiten haben die umsatzstärksten Unternehmen der Welt ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) im Jahr 2025 erneut deutlich erhöht. Die F&E-Budgets der 500 Unternehmen mit den höchsten F&E-Ausgaben stiegen weltweit um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während ihre kumulierten Umsätze um 4,7 Prozent zulegten. Während die Umsätze der europäischen Top-Konzerne insgesamt stagnierten (±0 Prozent), erhöhten diese ihre F&E-Ausgaben dennoch um rund fünf Prozent. Noch dynamischer entwickelten sich die Forschungsinvestitionen in Nordamerika (plus zwölf Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum (plus neun Prozent).

Im Jahr 2025 zog das Ausgabenwachstum vor allem bei den US‑Unternehmen wieder kräftig an – von sechs Prozent im Vorjahr auf zwölf Prozent –, während die asiatischen Unternehmen ihren Zuwachs von sieben Prozent auf neun Prozent ausweiteten. Die europäischen Unternehmen wiesen die schwächste Entwicklung auf, hielten den Anstieg ihrer F&E‑Budgets jedoch mit rund fünf Prozent (wie bereits im Vorjahr) stabil.

US‑Unternehmen investieren am meisten in Innovationen – Schweiz auf Rang 6

Im Jahr 2025 investierten die 140 US-Konzerne unter den Top 500 insgesamt 576 Milliarden Euro in Innovationen. Die 126 europäischen Unternehmen im Ranking kamen zusammen auf 238 Milliarden Euro. Im Ländervergleich liegen die USA damit deutlich an der Spitze, gefolgt von China/Hongkong (120 Milliarden Euro) und Japan (90 Milliarden Euro). Dahinter folgen Deutschland (79 Milliarden Euro), Südkorea (40 Milliarden Euro) und die Schweiz (34 Milliarden Euro) auf Rang 6 – wie bereits im Vorjahr. Die Schweiz liegt damit knapp vor Grossbritannien (33 Milliarden Euro), Frankreich (27 Milliarden Euro) und den Niederlanden (26 Milliarden Euro).

Die Dominanz der USA zeigt sich auch bei der F&E‑Intensität, also dem prozentualen Anteil der F&E‑Ausgaben am Umsatz: Während diese Kennzahl bei US-Unternehmen im Durchschnitt auf 9,2 Prozent gestiegen ist, beträgt sie bei den europäischen Unternehmen lediglich 6,7 Prozent. Mit Blick auf einzelne Länder liegen die niederländischen Konzerne auf Rang 1 (9,7 Prozent), gefolgt von den USA. Die 14 erfassten Schweizer Unternehmen brillieren in dieser Hinsicht erneut: Mit einer durchschnittlichen F&E-Intensität von 8,4 Prozent erreicht die Schweiz Rang 3 weltweit. Es folgen Schweden (7,2 Prozent), Deutschland (6,2 Prozent), Grossbritannien (5,9 Prozent) und Frankreich (5,5 Prozent).

Stefan Rösch-Rütsche, Country Managing Partner von EY in der Schweiz, erläutert: «Die 14 erfassten Schweizer Unternehmen unter den Top 500 überzeugen mit einem weltweit gesehen hohen Budget für Forschung und Entwicklung. Das ist ein positives Zeichen für den Innovations- und Forschungsstandort Schweiz und zeigt, dass die Schweizer Konzerne zur Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit bereit sind, unverändert in hohem Masse in F&E zu investieren.»

Technologiekonzerne an der Spitze – sieben US‑Unternehmen unter den Top 10

Sieben Unternehmen in den weltweiten Top Ten der Unternehmen mit den höchsten Innovationsausgaben sitzen in den Vereinigten Staaten. Amazon2 verfügte 2025 über das weltweit grösste Innovationsbudget von umgerechnet 96,2 Milliarden Euro (plus 23 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgt die Google-Muttergesellschaft Alphabet mit Entwicklungsausgaben von 54,2 Milliarden Euro (plus 24 Prozent), vor Meta Platforms (u.a. Facebook, WhatsApp und Instagram) mit 50,9 Milliarden Euro an Forschungs- und Entwicklungsausgaben (plus 31 Prozent). Zwei europäische Unternehmen finden sich ebenfalls in den Top Ten: der Automobilhersteller Volkswagen auf Rang 7 (18,4 Milliarden Euro, plus zwei Prozent) und der Schweizer Pharmakonzern Roche auf Rang 8 (14,3 Milliarden Euro, minus 13 Prozent).

«US-Unternehmen haben ihre Forschungs- und Entwicklungsausgaben erneut stärker erhöht als die europäische Konkurrenz; damit geht die Schere zwischen den USA und Europa weiter auseinander», beobachtet Rösch‑Rütsche. «Innovation ist der Schlüssel für langfristigen Geschäftserfolg. Es sollte daher zu denken geben, wenn amerikanische Konzerne dauerhaft deutlich mehr in Forschung & Entwicklung investieren als europäische», so Rösch‑Rütsche weiter.

Konzerne im Bereich Pharma und Biotechnologie investieren am meisten

Weltweit weisen Pharma- und Biotech-Unternehmen traditionell die höchste F&E-Intensität auf: Im Geschäftsjahr 2025 lag der Anteil der Forschungsinvestitionen am Umsatz dieser Branche im Schnitt bei 15 Prozent. Technologiekonzerne folgen global mit durchschnittlich 10,5 Prozent. In Europa setzen hingegen die Technologieunternehmen die Akzente: Sie erreichen eine durchschnittliche F&E-Intensität von 15,8 Prozent und liegen damit vor Pharma/Biotech (14,7 Prozent), gefolgt von der Automobilindustrie (6,9 Prozent) und dem Gesundheitswesen resp. Medizintechnik (6,8 Prozent). In Nordamerika und Asien bleiben derweil die Pharmakonzerne die unangefochtenen Spitzenreiter in Sachen Forschungsintensität (16,4 Prozent bzw. 13,6 Prozent).

«Der starke Investitionsschub im Bereich Künstliche Intelligenz erhöht vor allem bei Technologieunternehmen die Forschungsintensität spürbar. Gleichzeitig zeigt sich, dass Unternehmen gerade in unsicheren geopolitischen Zeiten Innovation als strategischen Hebel nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern», so Rösch‑Rütsche.

Zwei Schweizer Unternehmen gehören zu den weltweiten Top 100

Insgesamt zwei Schweizer Unternehmen zählen zu den Top 100 Konzernen mit den weltweit höchsten F&E-Ausgaben. Angeführt wird das Schweizer Feld von Roche: Der Basler Pharmakonzern liegt mit F&E-Ausgaben von 14,3 Milliarden Euro auf Platz 8 aller Unternehmen. Unter die Top 100 schafft es zudem Novartis auf Rang 18 mit F&E-Ausgaben von 9,9 Milliarden Euro.

1 Analyse der Forschungs- und Entwicklungsintensität der Top 500 börsennotierten Unternehmen mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung weltweit. Berücksichtigt wurden nur die fortgeführten Aktivitäten der Unternehmen. Banken, Versicherungen und Beteiligungsgesellschaften wurden nicht in die Analyse einbezogen.

2 Amazon macht keine Angaben zum Posten „Ausgaben für Forschung und Entwicklung“. Als Näherungswert werden hier die Zahlen zu Ausgaben für „technology and infrastructure“ verwendet, die allerdings höher ausfallen als die tatsächlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung.


Über die globale EY-Organisation

Die globale EY-Organisation ist eine Marktführerin in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Rechtsberatung sowie in den Advisory Services. Wir fördern mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Dienstleistungen weltweit die Zuversicht und die Vertrauensbildung in die Finanzmärkte und die Volkswirtschaften. Für diese Herausforderung sind wir dank gut ausgebildeter Mitarbeitender, starker Teams sowie ausgezeichneter Dienstleistungen und Kundenbeziehungen bestens gerüstet. Building a better working world: Unser globales Versprechen ist es, gewinnbringend den Fortschritt voranzutreiben – für unsere Mitarbeitenden, unsere Kunden und die Gesellschaft.

Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.ey.com.

Die EY-Organisation ist in der Schweiz durch die Ernst & Young AG, Basel, an zehn Standorten sowie in Liechtenstein durch die Ernst & Young AG, Vaduz, vertreten. «EY» und «wir» beziehen sich in dieser Publikation auf die Ernst & Young AG, Basel, ein Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited.

Angebotsanfrage (RFP) – ausschliesslich für die Schweiz

|

Jetzt einreichen!