Klemens Eiter im Interview | Kurzüberblick
Aichwalder: Klemens, schön, dass du heute bei uns im Podcast bist. Woher kommst du gerade?
Eiter: Ich komme gerade aus dem PORR Tower. Der ist nicht weit von hier, aber es war trotzdem schon ein recht intensiver Tag.
Aichwalder: Du hast mir vorhin erzählt, dass du heute Früh schon sportlich unterwegs warst. Sport, Musik, Bergsteigen – wie bringst du all das mit einer CFO-Rolle unter einen Hut?
Eiter: Ich glaube, es ist wichtig, mehrere Standbeine zu haben. Nicht nur Beruf und Familie, sondern auch Dinge, die einen mental ausgleichen. Die einzelnen Lebensbereiche entwickeln sich nicht immer gleich gut, und wenn ein Bereich gerade herausfordernd ist, helfen andere, Stabilität zu geben. Insgesamt lebt man aus meiner Sicht gesünder und ausgeglichener, wenn man mehrere Schwerpunkte hat.
Aichwalder: Hilft dir diese Vielseitigkeit auch in deiner Rolle als CFO?
Eiter: Absolut. Ohne Sport oder Musik wäre ich in meinem Job nicht so leistungsfähig. Diese Ausgleichsmechanismen helfen, klarer zu denken, Entscheidungen einzuordnen und auch in stressigen Situationen ruhig zu bleiben.
Aichwalder: Die PORR ist mittlerweile im ATX vertreten. Was waren aus deiner Sicht die entscheidenden Faktoren auf diesem Weg?
Eiter: Das Fundament ist operative Exzellenz und eine konsequente Ergebnisverbesserung über mehrere Jahre. Wir haben uns in den letzten vier Jahren unsere Profitabilität kontinuierlich gesteigert und unsere Ergebnisse verdoppelt. In den vergangenen 15 bis 18 Monaten ist der Aktienkurs um rund 150 Prozent gestiegen, gleichzeitig konnten wir die Liquidität unserer Aktie vervierfachen. Irgendwann wird diese Leistung auch vom Kapitalmarkt wahrgenommen.
Aichwalder: Gleichzeitig ist die Bauindustrie aktuell stark unter Druck. Wie abhängig seid ihr von dieser Entwicklung?
Eiter: Entscheidend ist das Portfolio. Wir haben den Wohnbau bewusst stark reduziert, er macht heute nur noch rund acht Prozent unseres Geschäfts aus. Rund 60 Prozent entfallen auf Infrastrukturprojekte. Dazu kommt die starke Nachfrage in Osteuropa, vor allem in Polen und Rumänien, wo viele Projekte durch EU-Förderungen unterstützt werden. Diese Diversifikation macht uns deutlich widerstandsfähiger gegenüber zyklischen Schwankungen.