Governance, Risk & Legal – drei Begriffe, die oft erst dann Aufmerksamkeit bekommen, wenn es bereits zu spät ist. Doch gerade für Start-ups und Scale-ups sind klare Entscheidungsstrukturen, saubere rechtliche Grundlagen und ein frühzeitiges Risikomanagement essenziell, um nachhaltig skalieren zu können.
Sarah Klaffner (BMWET) gibt Einblicke in die regulatorischen Rahmenbedingungen für Gründer:innen in Österreich und erklärt, warum Themen wie geistiges Eigentum, Schutzrechte und klare Governance-Strukturen bereits in einer frühen Phase mitgedacht werden müssen. Sie betont insbesondere die Bedeutung von IP-Schutz, sauber geregelten Urheberrechten bei Software-Entwicklung und der strategischen Absicherung bei Internationalisierung.
Lisa Stadlbauer (BMWET) ergänzt die Perspektive rund um Mitarbeiter:innen-Beteiligung, Talentbindung und strukturelle Anreizsysteme. Themen wie FlexCo, steuerliche Mitarbeiter:innenbeteiligung und Incentivierung sind nicht nur arbeitsrechtliche Details, sondern strategische Faktoren im Wettbewerb um Fachkräfte.
Christian Massoner (EY) bringt die steuerrechtliche Dimension ein: Wer sein Business Model bilanziell und steuerlich nicht vollständig versteht, riskiert existenzbedrohende Folgen. Falsche Umsatzsteuersätze, unerkannte Gebührenpflichten oder ungeklärte Leistungsbeziehungen können sich über Jahre potenzieren. Spätestens vor Skalierung oder Exit müssen diese Themen sauber geklärt sein.
Im Gespräch wird deutlich: Gute Governance bedeutet nicht Bürokratie, sondern Klarheit. Risikomanagement ist kein Bremsklotz für Innovation, sondern deren Absicherung. Und Legal & Tax sind keine Randthemen – sondern Fundament.
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Das Wichtigste auf einen Blick:
- Governance ≠ Bürokratie: Klare Verantwortlichkeiten und Monitoring-Systeme sichern Wachstum.
- IP-Schutz früh denken: Markenrechte, Patente und Urheberrechte strategisch absichern – besonders vor Internationalisierung.
- FlexCo & Mitarbeiter:innen-Beteiligung: Struktur schafft Talentbindung und Skalierungsfähigkeit.
- Business Model verstehen: Steuerliche und bilanzielle Abbildung muss zum Geschäftsmodell passen.
- Typische Risiken: Falsche Umsatzsteuer, ungeprüfte Auslandsexpansion, fehlende Compliance-Strukturen.
- Exit-Vorbereitung: Steuerliche Struktur und Beteiligungsmodelle frühzeitig mitdenken.
- KI in Bewerbungen: Substanz schlägt Floskeln – Authentizität überzeugt Jury-Herzen.
- Praxis-Tipp: Erstellt eine Risikomatrix für die nächsten 12 Monate – drei Risiken, drei konkrete Maßnahmen.