BMF: Automatischer Informationsaustausch über Finanzkonten - Staatenliste veröffentlicht

Neue Staaten im Informationsaustausch: Die aktualisierte Staatenliste wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Am 20.03.2026 wurde die Verordnung des BMF über die Liste von Staaten im Bundesgesetzblatt (BGBl. II Nr. 64/2026) veröffentlicht, welche gem. § 91 Z 2 GMSG zwecks automatischen Informationsaustauschs über Finanzkonten (neben sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten) als teilnehmende Staaten gelten. Die Verordnung nennt diejenigen Staaten, für welche meldende Finanzinstitute im Kalenderjahr 2026 Informationen gem. § 4 GMSG an das zuständige Finanzamt zu übermitteln haben. Diese Verordnung ersetzt die Verordnung vom 30.04.2025 (BGBl. II Nr. 82/2025).

Die zu meldenden Informationen umfassen gem. § 112 GMSG u.a. die Daten der meldepflichtigen Person sowie den Kontosaldo oder -wert. Bei Verwahrkonten erfasst die Meldepflicht Zinsen und Dividenden sowie andere Einkünfte, die mittels der auf dem Konto vorhandenen Vermögenswerte erzielt werden, sowie gegebenenfalls die erzielten Erlöse aus der Veräußerung oder dem Rückkauf von Finanzvermögen. Bei Einlagenkonten umfasst die Meldepflicht die Beträge der Zinsen, die während des Meldezeitraums auf das Konto gutgeschrieben wurden.

Folgende Staaten und Territorien gelten zum Zeitpunkt 31.01.2026 als teilnehmende Staaten i.S.d. § 91 Z 2 GMSG:

Albanien, Anguilla, Antigua und Barbuda, Argentinien, Armenien, Aruba, Aserbaidschan, Australien, Bahamas, Bahrain, Barbados, Belize, Bermuda, Brasilien, Britische Jungferninseln, Brunei Darussalam, Cayman Islands, Chile, China, Cook Islands, Costa Rica, Curaçao, Dominica, Ecuador, Färöer Inseln, Georgien, Ghana, Gibraltar, Grenada, Grönland, Guernsey, Hongkong, Indien, Indonesien, Island, Isle of Man, Israel, Jamaika, Japan, Jersey, Kanada, Kasachstan, Katar, Kenia, Kolumbien, Korea (Republik), Kuwait, Libanon, Macau, Malaysia, Malediven, Marshall-Inseln, Mauritius, Mexiko, Moldau, Montserrat, Nauru, Neukaledonien, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Niue, Norwegen, Oman, Pakistan, Panama, Peru, Ruanda, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Samoa, Saudi Arabien, Senegal, Seychellen, Singapur, Sint Maarten, Südafrika, Thailand, Trinidad und Tobago, Türkei, Turks and Caicos Islands, Uganda, Ukraine, Uruguay, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate und Vereinigtes Königreich.

Die Liste ist um Ruanda, Senegal, Trinidad und Tobago und Uganda ergänzt worden.

Folgende teilnehmende Staaten erfüllen gem. § 91 Z 2 GMSG die Voraussetzungen des § 7 OECD-MCAA (Mehrseitige Vereinbarung über den automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten):

Albanien, Argentinien, Armenien, Aruba, Aserbaidschan, Australien, Barbados, Belize, Brasilien, Chile, China, Cook Islands, Costa Rica, Curaçao, Ecuador, Färöer Inseln, Georgien, Ghana, Gibraltar, Grenada, Grönland, Guernsey, Hongkong, Indien, Indonesien, Island, Isle of Man, Israel, Jamaika, Japan, Jersey, Kanada, Kasachstan, Kenia, Kolumbien, Korea (Republik), Malaysia, Malediven, Mauritius, Mexiko, Moldau, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Pakistan, Panama, Peru, Ruanda, Russland, Saint Kitts und Nervis, Saint Lucia, Saudi Arabien, Senegal, Seychellen, Singapur, Südafrika, Thailand, Türkei, Uganda, Ukraine, Uruguay und Vereinigtes Königreich.

Die Liste ist um Ruanda, Senegal und Uganda ergänzt worden.

Seit 23.03.2022 ist der Informationsaustausch mit Russland aufgrund des Übereinkommens über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen suspendiert.



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