Product Carbon Footprint (PCF) – CO₂-Bilanz für Produkte berechnen

Der Product Carbon Footprint (PCF) macht sichtbar, wo entlang der Produkt-Wertschöpfungskette Treibhausgasemissionen entstehen. Mit einem transparenten PCF zeigen Sie Verantwortung, stärken Ihre Marktposition und können die Ergebnisse nutzen, um gezielt einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir unterstützen Sie bei der Berechnung, Identifikation von Hotspots und beim Erarbeiten von geeigneten Verbesserungsmaßnahmen.

Was EY denkstatt für Sie tun kann

Wir bieten die Berechnung Ihres Product Carbon Footprint nach dem international anerkannten GHG-Protocol und ISO 14067 an.

Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei

  • der Interpretation der Ergebnisse,
  • der Identifikation von Hotspots, also Bereichen mit besonders hohen Treibhausgasemissionen,
  • der Entwicklung gezielter Verbesserungsmaßnahmen für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie.

Was ist der Product Carbon Footprint?

Der Product Carbon Footprint (PCF) zeigt die gesamten Treibhausgasemissionen, die während des Lebenszyklus eines Produkts, einer Produktgruppe oder einer Dienstleistung entstehen – von der Rohstoffgewinnung über Produktion und Transport bis hin zur Nutzung und Entsorgung. Der PCF bewertet somit die Auswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung auf das Klima und bietet die Grundlage für eine nachhaltige Produktstrategie. Der PCF ist nicht zu verwechseln mit dem CCF (Corporate Carbon Footprint), welcher die Treibhausgasemissionen eines gesamten Unternehmens betrachtet.

Was ist ISO 14067?

ISO 14067 ist der ISO-Standard, der die Vorgangsweise und die Methodik zur Berechnung des PCFs festlegt und auf den ISO-Standards 14040 und 14044 (beide befassen sich mit der Erstellung von Ökobilanzen/Life Cycle Assessments) aufbaut. Der Standard beschreibt, wie die Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts systematisch erfasst, berechnet und dokumentiert werden. Damit bietet er Unternehmen und anderen Institutionen eine konkrete Leitlinie und schafft Transparenz sowie Vergleichbarkeit.

Warum ist der PCF wichtig?

Der PCF spielt eine zentrale Rolle für die Nachhaltigkeitsbewertung Ihrer Produkte und findet in verschiedenen Bereichen Anwendung. Zum einen dient die Analyse und gezielte Steuerung des gesamten Produktportfolios als großer Hebel in der Dekarbonisierungsstrategie. Eine Berechnung des Product Carbon Footprints bildet die Grundlage für eine nachhaltige Produktstrategie und ist ein wichtiges Instrument, um die Klimawirkung einzelner Produkte und des gesamten Unternehmens gezielt zu senken.

Für Unternehmen, die im Rahmen der Science Based Targets produktbezogene Emissionsziele verfolgen, ist der PCF ein unverzichtbares Instrument zur Bewertung und Steuerung von Reduktionsfortschritten. Zudem sind PCF-Ergebnisse essenziell für die Nachhaltigkeitsberichterstattung und verhelfen damit zu einer transparenten Kommunikation mit Kund:innen, Geschäftspartner:innen und weiteren Stakeholder:innen.

Somit liefert der PCF die Grundlage für die Identifizierung relevanter Ansatzpunkte:

  • Identifikation von Einsparpotenzialen durch spezifische Analyse von Rohstoff- und Energieverbräuchen
  • Aufzeigen von Emissionshotspots in Ihrer Prozesskette und Ableitung von Reduktionsmaßnahmen
  • Zeigen von Verantwortungsbewusstsein für die Entstehung von Treibhausgasemissionen durch Ihre Produkte über ihren gesamten Lebensweg
  • Wettbewerbsvorteil durch transparente Klimabilanz und emissionsarme Produkte
  • Beitrag zum Erreichen der Klimaziele

Wie ermittelt man den Product Carbon Footprint?

Ein PCF kann für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts berechnet werden (cradle-to-grave), oder nur für einen Teil davon – zum Beispiel bis zum Werkstor (cradle-to-gate). Der Umfang richtet sich nach Ihrem Ziel und der verfügbaren Datenlage.


In 5 Schritten zu Ihrem PCF

  1. Festlegen von Untersuchungsrahmen und Ziel
    Hier wird festgelegt, ob der gesamte Lebensweg betrachtet werden soll oder nur ein Teil davon. Weiters werden das Ziel der Analyse und die sogenannte funktionelle Einheit bestimmt, mit welcher der PCF berechnet wird.

  2. Datenerhebung
    In diesem Schritt werden alle Inputs und Outputs erhoben, die für das Produkt im Untersuchungsrahmen relevant sind.

  3. Sachbilanz
    Die erhobenen Daten werden gesammelt, zusammengeführt und vereinheitlicht.

  4. Bilanzierung der Umweltwirkungen
    In diesem Schritt werden alle Einträge der Sachbilanz mit einem passenden Emissionsfaktor verknüpft, anschließend aufsummiert und damit die gesamtheitlichen Umweltwirkungen erfasst.

  5. Interpretation der Ergebnisse
    Zuerst wird überprüft, welche Parameter das Ergebnis besonders beeinflussen. In einer anschließenden Sensitivitätsanalyse können die Ergebnisse auf ihre Robustheit geprüft werden.

Die Ergebnisse werden entsprechend aufbereitet und dem C-Level als Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestellt.

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FAQ – Häufige Fragen zum PCF


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