Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden.
Die E-Rechnungspflicht kommt – sind Österreichs Unternehmen vorbereitet?
Die EU führt die E‑Rechnungspflicht ein: ViDA‑Richtlinie verstehen • Systeme prüfen • Prozesse automatisieren ➜ Jetzt nachlesen!
Warum sollten sich Unternehmen in Österreich jetzt auf die E-Rechnung vorbereiten?
Auch wenn in Österreich derzeit noch keine generelle Verpflichtung zur E-Rechnung im B2B-Bereich besteht, ist das Thema für heimische Unternehmen bereits jetzt von strategischer Bedeutung. Die Entwicklungen auf EU-Ebene – insbesondere die Einführung der verpflichtenden elektronischen Rechnung ab 01.07.2020 im Rahmen der ViDA-Initiative – sowie die nationale Umsetzung in Deutschland seit 01.01.2025 und anderen Mitgliedstaaten wirken sich zunehmend aus: etwa durch grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen, internationale Konzernvorgaben oder technische Anforderungen von Geschäftspartner:innen.
Wer sich frühzeitig mit den neuen Standards und Prozessen auseinandersetzt, schafft nicht nur Rechtssicherheit, sondern legt den Grundstein für effizientere Abläufe, höhere Datenqualität und eine zukunftsfähige Steuerfunktion. Frühzeitige Vorbereitung ermöglicht es, technologische Optionen gezielt zu bewerten, Automatisierungspotenziale zu heben und die eigene Systemlandschaft strategisch weiterzuentwickeln – bevor national gesetzlicher Druck entsteht.
Was ist eine E-Rechnung?
Eine E-Rechnung ist eine elektronische Rechnung, die nicht nur als PDF oder Scan vorliegt, sondern in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format (z. B. XML) erstellt wird. Dadurch kann sie automatisiert in Buchhaltungssystemen verarbeitet werden. Für Unternehmen bedeutet dies: weniger manuelle Arbeit, höhere Datenqualität und deutlich verbesserte Tax Compliance.
Welche neuen Anforderungen stellt die E-Rechnung an Steuerabteilungen?
E-Rechnungspflichten und Echtzeitmeldungen verändern die Anforderungen an die Umsatzsteuer-Compliance grundlegend. Die Zeiten manueller Eingriffe sind gezählt: Zukünftig müssen steuerlich relevante Daten direkt aus den Systemen heraus in strukturierter Form und nahezu in Echtzeit an die Finanzbehörden übermittelt werden. Manuelle Korrekturen oder nachträgliche Anpassungen sind in diesem Umfeld nicht mehr zulässig – und auch technisch nicht mehr darstellbar. Unternehmen stehen daher vor der Herausforderung, ihre Prozesse vollständig zu digitalisieren und automatisieren. Nur so lassen sich regulatorische Vorgaben zuverlässig erfüllen, Haftungsrisiken minimieren und gleichzeitig Effizienz, Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft nachhaltig steigern.