Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden.
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Wie funktioniert der Background-Check in der Praxis?
Bevor die einzelnen Prüfphasen starten, sind bestimmte rechtliche und organisatorische Voraussetzungen zu erfüllen:
1. Schaffung von notwendigen Grundvoraussetzungen
Um ein PES rechtskonform durchführen zu können, muss die zu prüfende Person über das Screening und damit verbundene datenschutzbezogene Auswirkungen informiert werden. Für Referenznachfragen bei Bildungsinstitutionen ist es zusätzlich notwendig, entsprechende Vollmachten einzuholen.
Wenn bereits bei der Stellenausschreibung auf die Möglichkeit eines PES im Zuge des Bewerbungsprozesses hingewiesen wird, so hat dies bereits einen „reinigenden Effekt“. Denn Personen, die es mit der Wahrheit in ihrem Lebenslauf nicht so ernst nehmen, werden davor zurückschrecken, sich mit frisiertem Lebenslauf zu bewerben.
2. Durchführung der einzelnen Screening-Schritte, die sich am Lebenslauf orientieren
Im Mittelpunkt dieser Phase der Prüfung steht der Berufs- und Bildungsweg der betreffenden Person. Durch Einsicht in Sozialversicherungsdaten und das Firmenbuch können beispielsweise Beschäftigungszeiten, Organfunktionen, Gewerbeberechtigungen und Unternehmensbeteiligungen evaluiert werden.
Letzteres kann etwa für Interessenskonflikte relevant sein. Darüber hinaus kann beurteilt werden, ob angegebene Universitäten durch eine seriöse Stelle akkreditiert sind. Ist dies nicht der Fall, liegt oft der Verdacht nahe, dass es sich um eine sogenannte „Diploma Mill“ handelt – also eine Art „Fake-Universität“, an der keine oder kaum Leistungen erbracht werden und Abschlusszeugnisse käuflich erworben werden können.
3. Durchführung der Screening-Schritte, die über den Lebenslauf hinausgehen
Ein weiterer Vorteil eines PES gegenüber einem traditionellen Einstellungsprozess liegt darin, dass die Überprüfung von Kandidat:innen nicht mit der Verifizierung der im Lebenslauf angegebenen Informationen endet. Stattdessen werden weitere Prüfschritte gesetzt, um ein umfassendes Gesamtbild über die Integrität einer Person zu erhalten. In diesem Prozessschritt werden auch Compliance-Datenbanken abgefragt, die Einträge in Sanktionslisten aufzeigen und politisch exponierte Personen identifizieren (sogenannte „politically exposed persons“ = PEPs).
Auch spezifischere Abfragen, wie etwa eine Bonitätsprüfung, sind möglich. Schließlich wird diese Prüfphase noch durch eine Open-Source-Medien- und Social-Media-Recherche abgerundet, in der weitere Auffälligkeiten sichtbar werden.