Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden.
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Wie gelingt der Einstieg ins Biodiversitätsmanagement?
Um den Anforderungen gerecht zu werden, braucht es eine Biodiversitätsstrategie, die Klima, Entwaldung und Wasser integriert. Ein ganzheitliches Biodiversitätsmanagement umfasst fünf zentrale Schritte:
- Scoping & Gap-Analyse
- Risiken & Chancen, Auswirkungen
- Strategie & Ziele
- Management & Implementierung
- Berichterstattung
Die ersten Schritte zur Umsetzung des Biodiversitätsmanagements sind entscheidend für den Erfolg. Birgit Strasser, Manager bei EY, empfiehlt: „Informieren Sie sich frühzeitig über die kommenden Anforderungen der CSDDD und vergessen Sie nicht, im Zuge Ihrer CSRD-Analysen auch Biodiversitätsaspekte in der Wertschöpfungskette mitzudenken.“ Eine datenbasierte Vertiefung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ist essenziell, um Auswirkungen und Abhängigkeiten zu identifizieren und Risiken und Chancen mithilfe von Sekundärdaten oder Primärdaten (falls vorhanden) zu erkennen. Die Integration von Biodiversitätsrisiken in das Risikomanagement und die ESG-Strategie ist ein weiterer wichtiger Schritt. Unternehmen sollten Hotspots in ihren Lieferketten, Produkten und Standorten identifizieren und priorisieren. Die Teilnahme an Initiativen wie dem TNFD Early Adopter oder dem SBTN Corporate Engagement Program sind darüber hinaus empfehlenswert.
Die Standortanalyse als zentraler Erfolgsfaktor im Biodiversitätsmanagement
Ein wesentlicher Aspekt des Biodiversitätsmanagements ist die ortsspezifische Analyse. Unternehmen müssen ihre wesentlichen Betriebsstandorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität identifizieren und bewerten. Dazu gehören Natura-2000-Gebiete, UNESCO-Welterbestätten, Key Biodiversity Areas (KBAs) und andere nationale Schutzgebiete. Außerdem müssen die Auswirkungen auf die Biodiversität und die Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen messbar gemacht werden. Es gibt eine Vielzahl von Biodiversitäts- und Ökosystemindikatoren, die je nach Sektor und Geschäftsmodell ausgewählt werden sollten. „Eine Herausforderung stellt hier der fehlende allgemeine Konsens zu sektorübergreifenden Indikatoren dar“, erwähnt Lisa Bauer, Senior Consultant bei EY denkstatt. Methoden wie die Analyse von Geoinformationen und ökologische Footprint-Berechnungen sind dabei essenziell und werden durch Vor-Ort-Datenerhebungen und Managementansätze ergänzt.