Die Finanzfunktion der Zukunft – worauf kommt es an?
Entstanden aus zwei etablierten Carsharing-Anbietern, musste SHARE NOW eine leistungsfähige, flexible und harmonisierte Finanzorganisation aufbauen. Und das in rasantem Tempo.
Mobilitätsbedürftige Großstädter wollen vor allem eines: Schnell von A nach B kommen, egal wie und womit – das wurde zumindest lange Zeit angenommen.
Die Popularität des europaweit größten stationsunabhängigen Carsharing-Anbieters SHARE NOW erklärt sich jedoch nicht ohne das Hinzufügen zweier Zutaten zum Erfolgsrezept: hochwertige Autos im Fuhrpark und bedingungslose Einfachheit.
Bei SHARE NOW steht ein Fuhrpark mit attraktiven Modellen bereit – und das ohne große Verwaltungsakte. Der Weg von „Ui, jetzt aber los!“ bis ans Steuer eines Fahrzeugs von SHARE NOW ist bewusst auf maximale Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit ausgelegt: Handy raus, Führerschein validieren, Fahrzeug finden, einsteigen, anschnallen, losfahren. Bezahlt wird bei Ankunft mit dem Smartphone.
SHARE NOW: Jahre der Transformation
Was die Menschen hinter dem Steuer nicht mitbekommen, sind die komplexen technischen Prozesse hinter ihrer User Journey: Immer, wenn sie ein Fahrzeug buchen, Fahrten bezahlen oder Abonnements abschließen, setzen sie technologisch hoch anspruchsvolle Prozesse in Gang, die das Team um Stefan Glebke, Chief Financial Officer (CFO) von SHARE NOW, über Jahre aufgebaut und verfeinert hat.
„Für unsere Kundinnen und Kunden soll unser Service vor allem eines sein: einfach. Der Aufbau und der Betrieb unserer Finanzorganisation waren und sind dies beileibe nicht. Wir hatten für ein junges Unternehmen unserer Art typische, aber auch ganz eigene Herausforderungen zu meistern und laufen heute mit einem eigenständigen, konsolidierten Finanzsystem auf dem neuesten SAP-S/4 HANA-Standard. Ein Team von EY hat uns auf diesem Weg begleitet“, sagt CFO Glebke.
Fakt ist: Hinter der Finanzorganisation von SHARE NOW liegen Jahre der Transformation. Jahre, an deren Anfang eine Hochzeit stand.
SHARE NOW
2019markiert den Anfang des Carsharing-Anbieters SHARE NOW, entstanden aus dem Zusammenschluss von car2go und DriveNow.
Am Anfang stand die bisher größte Carsharing-Hochzeit der Welt
Die Geschichte von SHARE NOW begann 2019, als die bereits existierenden Carsharing-Anbieter car2go und DriveNow fortan gemeinsam als SHARE NOW an den Start gingen. Während die Carsharing-Hochzeit das Geschäft des Autoausleihens weiter boomen ließ, mangelte es in der jungen Ehe in Sachen finanzielle Systemlandschaft, buchhalterische Abläufe und vereinheitlichtes Berichtswesen allerdings noch an Harmonie und Eintracht.
„Wenn bereits am Markt tätige Firmen zusammengehen, treffen zwangsläufig Prozesswelten aufeinander. Für Finanzprozesse wie Buchungssachverhalte, Kontenpläne oder Berichtswesen gibt es dann ad hoc erst einmal keine systemische, automatisierte Lösung, um Synchronität herzustellen, sprich die Buchhaltung zu konsolidieren“, sagt Jos Töller, Partner bei EY, der das Projekt bei SHARE NOW geleitet hat.
Gesucht: eine konsolidierte, leistungsfähige ERP-Lösung
CFO Glebke bat das EY-Team um Vorschläge, wie ein sogenanntes ERP-System (Enterprise Resource Planning) implementiert werden könnte, das alle Einzelteile des komplexen SHARE-NOW-Organigramms in einer technisch leistungsfähigen Lösung und einem konsolidierten Konzernberichtwesen, dem Group Reporting, vereint.
„SHARE NOW wollte die Konsolidierung und Einführung eines neuen ERP-Systems direkt beim Zusammenschluss angehen – gleichzeitig. Das machen nicht viele Unternehmen so, oft wird erst mal abgewartet, wie die neue Organisation zusammenfindet. Das war ein besonderer Anspruch an das Projekt und die dahinter liegende Organisation“, erzählt Projektleiter und EY-Partner Töller.
Es war eine ambitionierte Agenda, die CFO Glebke der hauseigenen Transformation verordnete. Ging es doch nicht nur um car2go und DriveNow in Deutschland, sondern um insgesamt 21 Ländergesellschaften und deren Kontenpläne, verteilt auf 14 Länder.
„Wir wollten es gleich von Anfang an richtig machen. Wir suchten eine intelligente Systemlösung, die uns schnell und effizient aufstellt, gleichzeitig aber flexibel und agil genug bleibt, um mit unserem dynamischen Geschäft mitzuwachsen. Uns war klar, dass sich dieser Anspruch durch Abwarten und Beobachten nicht ändern würde“, sagt Glebke.