Du bist 2019 als Werkstudent gestartet. Wie verliefen deine ersten Jahre – und warum bist du geblieben?
Durch ein Praktikum habe ich früh Einblicke in die Wirtschaftsprüfung bekommen und auch vom berufsbegleitenden Master erfahren. Ich bin dann mit einem klaren Ziel gestartet: Wirtschaftsprüfer zu werden. Gerade in einer Phase, in der viele noch ihren Weg suchen, hat mir das viel Orientierung gegeben. Rückblickend war es ein gutes Gleichgewicht aus Studium, Arbeit und persönlicher Entwicklung – und genau das hat mich gehalten.
Du hast den Audit Excellence Master berufsbegleitend gemacht. Wie hast du Studium und Job kombiniert?
Das Programm war klar strukturiert: Winter bei EY, Sommer an der Uni. Das hat vieles erleichtert, weil organisatorisch alles vorgegeben war. Ich konnte mich voll aufs Lernen konzentrieren und das Gelernte direkt im Job anwenden. Besonders geholfen hat mir der Wechsel zwischen Theorie und Praxis – das hat für Abwechslung gesorgt.
Direkt danach das Wirtschaftsprüferexamen – wie bist du mit dem Druck umgegangen?
Für mich war Balance entscheidend. Ich habe bewusst Zeit für Ausgleich eingeplant – Sport, Musik oder einfach mal Abschalten. Diese Mischung aus Disziplin und bewussten Pausen war für mich der Schlüssel. Ohne körperliche und mentale Balance hätte ich das nicht geschafft.
Heute bist du Manager. Was hat sich verändert?
Einerseits viel: Ich habe mehr Verantwortung und treffe häufiger selbst Entscheidungen – auch gegenüber Mandanten. Andererseits fühlt sich vieles gleich an. Das Team ist geblieben, das Arbeitsumfeld ist vertraut und macht nach wie vor Spaß.
Viele denken, Audit ist monoton. Wie erlebst du das?
Das hängt stark davon ab, wie man arbeitet. Ich bin in unterschiedlichen Projekten und Teams unterwegs, oft auch in verschiedenen Branchen. Natürlich gibt es feste Aufgaben, aber gleichzeitig viel Gestaltungsspielraum. Das macht den Job abwechslungsreicher, als viele denken.
Was motiviert dich, weiterhin bei EY zu bleiben?
Vor allem die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln. Ich habe das Gefühl, auf einem guten Weg zu sein, ohne alles schon vorgegeben zu haben. Diese Offenheit motiviert mich. Gleichzeitig sind es die Kolleginnen und Kollegen, die das Umfeld so positiv machen.
Du machst in deiner Freizeit viel Musik. Was genau?
Ich arbeite mit analogen Synthesizern und lasse mich von verschiedenen Genres inspirieren – von Hip-Hop bis Psychedelic Rock. Das ist für mich ein kreativer Ausgleich zum Job.
Hilft dir diese Kreativität auch im Beruf?
Vielleicht indirekt – zum Beispiel beim Lösen von Problemen oder bei Präsentationen. Vor allem sorgt sie aber für Balance.
Wem würdest du einen Einstieg in der Assurance empfehlen?
Ich glaube, viele würden positiv überrascht sein. Die Vielfalt an Menschen, die Zusammenarbeit im Team und das gemeinsame Verantwortungsgefühl machen den Unterschied aus.