Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden.
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Für Frauen in Nachhaltigkeitsberufen spitzt sich die Lage aufgrund weiterer Faktoren besonders zu. Denn in Ergänzung zu den bereits genannten Herausforderungen sind Frauen mit spezifischen Hürden im Berufsleben konfrontiert, die auf tief verwurzelte geschlechtsspezifische Rollenbilder zurückzuführen sind. So zeigt eine Studie beispielsweise, dass von weiblichen Führungskräften geäußerte Kritik oft weniger akzeptiert wird als von Männern.1 Weiters werden Frauen besonders in Verhandlungen und Entscheidungsprozessen anders bewertet: Während Durchsetzungsstärke bei Männern positiv wahrgenommen wird, erfahren Frauen häufig negative Reaktionen und zögern deshalb, ihre Positionen entschieden zu vertreten und bestimmt zu verhandeln.2 Diesen Situationen sind Nachhaltigkeitsmanagerinnen durch ihre Rollen im besonderen Maße ausgesetzt.
Zunehmende Verantwortung und Komplexität
Gleichzeitig kommt Nachhaltigkeitsmanager:innen eine immer bedeutendere Schlüsselrolle zu, Geschäftsmodelle in Richtung Zukunft auszurichten, was im EU-Raum insbesondere über die Regulatorik gefördert wird. Die verpflichtend einzuhaltenden Anforderungen durch CSRD, CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive) usw. üben zunehmenden Druck aus: Nachhaltigkeitsverantwortliche müssen in einem komplexen regulatorischen Umfeld für Compliance sorgen. Darüber hinaus wird erwartet, aktuelle soziale und ökologische Veränderungen im Blick zu behalten und die Geschäftsmodelle dahingehend weiterzuentwickeln. Dies geht nicht spurlos an ESG-Profis vorüber. Eine aktuelle Studie aus Oxford zeigt, dass mehr als die Hälfte der in Nachhaltigkeit tätigen Personen zu stark belastet und zu wenig unterstützt werden oder im vergangenen Jahr unter Burnout gelitten haben.3
Diese multifaktoriellen Hürden legen dar, dass eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Unterstützungssysteme in der Branche notwendig sind – vor allem für Frauen.