Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten.
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Cybersecurity ist ein immer komplexer werdendes Feld. Unternehmen müssen sich gut vorbereiten. Lesen Sie hier, wie EY Sie dabei unterstützt.
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Man kann nur schützen, was man kennt
Viele Unternehmen investieren kontinuierlich in ihre Cybersicherheit. Dennoch entstehen mit jeder neuen Anwendung, jedem Cloud-Dienst und jedem externen Partner weitere potenzielle Schwachstellen. Wer diese Veränderungen nicht laufend erfasst und bewertet, verliert schnell den Überblick.
Genau hier liegt das Problem: Sieben von zehn Befragten gehen davon aus, dass sich ihre größten Cyberrisiken in Bereichen verbergen, die sie heute nicht vollständig kennen. Gleichzeitig sind nur 45 Prozent überzeugt, dass ihr Verzeichnis aller digitalen Werte vollständig und aktuell ist.
Besonders kritisch sind dabei sogenannte blinde Flecken, etwa wenn Mitarbeiter eigenständig KI-Werkzeuge nutzen oder neue Anwendungen kurzfristig eingeführt werden. Solche Systeme entziehen sich häufig der zentralen Kontrolle und bleiben dadurch länger ungeschützt.
Vernetzte Systeme erhöhen das Risiko
Nicht einzelne Technologien stellen heute das größte Risiko dar, sondern ihre zunehmende Vernetzung. KI-Anwendungen greifen auf Unternehmensdaten zu, tauschen Informationen über Programmierschnittstellen aus und kommunizieren mit Cloud-Diensten sowie externen Partnern. Dadurch entstehen komplexe Abhängigkeiten, die sich mit klassischen Sicherheitskonzepten kaum noch vollständig überwachen lassen.
Besonders deutlich zeigt sich das bei Lieferanten- und Partnernetzwerken. Sie gehören inzwischen zu den am stärksten gefährdeten Bereichen der digitalen Infrastruktur, auch weil sie häufig die blinden Flecken darstellen. Hinzu kommt: 59 Prozent der befragten Unternehmen verfügen nicht über eine umfassende Überwachung ihrer digitalen Werte. Fast jedes zweite Unternehmen segmentiert seine IT-Umgebungen nicht ausreichend. Gelangt ein Angreifer in ein Netzwerk, kann er sich dadurch leichter auf weitere Systeme ausbreiten.
Die Studie zeigt außerdem deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Branchen. Während beispielsweise Banken aufgrund regulatorischer Anforderungen vergleichsweise hohe Transparenz und Sicherheitsreife aufweisen, sind Infrastruktur-, Industrie- oder Life-Sciences-Unternehmen deutlich schwächer aufgestellt. Eines haben jedoch alle Branchen gemein: Mit zunehmender Digitalisierung verschiebt sich Cyberrisiko stärker in operative Prozesse und vernetzte Ökosysteme.
Cyberresilienz wird zum Wettbewerbsvorteil
Cybersicherheit darf deshalb kein nachgelagerter Schritt eines Digitalisierungsprojekts sein. Sie muss von Anfang an mitgedacht werden – insbesondere beim Einsatz von KI. Nur wenn Unternehmen ihre digitalen Werte kennen, Veränderungen kontinuierlich bewerten und Sicherheitsmaßnahmen laufend anpassen, können sie mit der Geschwindigkeit technologischer Innovation Schritt halten.
Drei Handlungsfelder sind dabei besonders wichtig:
- Transparenz schaffen: Unternehmen benötigen einen vollständigen Überblick über ihre Daten, Systeme, Maschinen, KI-Anwendungen und Partnernetzwerke.
- Sicherheit kontinuierlich weiterentwickeln: Neue Anwendungen, Schnittstellen und Geschäftsprozesse müssen laufend überprüft und abgesichert werden.
- Cybersicherheit strategisch verankern: Sicherheit sollte als Voraussetzung für Innovation verstanden werden, nicht als Hindernis.
KI braucht Cyberresilienz
Künstliche Intelligenz eröffnet Unternehmen enorme Chancen. Gleichzeitig verschiebt sie das Kräfteverhältnis zwischen Angreifern und Verteidigern. Wer seine digitale Infrastruktur nicht vollständig kennt, schafft unbeabsichtigt neue Einfallstore.
Die EY Global Cybersecurity Leadership Insights Study 2026 macht deutlich: Erfolgreiche Organisationen und Unternehmen schützen nicht nur ihre wichtigsten Systeme. Sie schaffen Transparenz über ihre gesamte digitale Infrastruktur, schließen Sicherheitslücken frühzeitig und entwickeln ihre Sicherheitsmaßnahmen ebenso dynamisch weiter wie ihre Technologien. So wird Cyberresilienz vom reinen Schutzmechanismus zu einer Voraussetzung für nachhaltige Innovation und langfristigen Unternehmenserfolg.