Holografisches Stadtmodell zeigt leuchtende Gebäude und eine Hand steuert digitale Strukturen aktiv.

Digitalisierungsstudie: Ist die Immobilienwirtschaft bereit für KI?

Unternehmen der Immobilienwirtschaft in Deutschland investieren weiterhin in digitale Transformation. Im Fokus steht zunehmend KI.


Überblick:

  • Die Mehrheit der Unternehmen investiert weiterhin in digitale Transformation. KI wird als zentrales Zukunftsthema der Branche gesehen.
  • Hohe Kosten, technologische Hürden und Fachkräftemangel erschweren den strukturierten Umgang mit Daten.
  • Data Lifecycle Management gewinnt strategisch an Bedeutung, ist aber vielfach noch nicht ausreichend etabliert.

Unternehmen der Immobilienwirtschaft in Deutschland investieren auch weiterhin in die digitale Transformation: Rund zwei Drittel nehmen dafür 1–5 Prozent ihres Jahresumsatzes in die Hand. Derzeit steht besonders die künstliche Intelligenz (KI) im Fokus – 94 Prozent der Immobilienunternehmen erwarten ihre breite Anwendung in der Branche im Laufe der nächsten fünf Jahre. Zentrale Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Besonders fehlende personelle Ressourcen und eine unzureichende Datenqualität behindern die Bemühungen.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Digitalisierungsstudie der Immobilienwirtschaft, die EY-Parthenon und der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. 2025 zum zehnten Mal herausgegeben haben.

EY-Real-Estate-Digitalisierungsstudie 2025

Die zehnte Ausgabe der Digitalisierungsstudie von ZIA und EY analysiert die digitalen Entwicklungen in der Immobilienwirtschaft und befasst sich mit den Herausforderungen im Data Lifecycle Management.

Daten sind der Rohstoff unserer Zeit – ohne sie bleibt jede KI wirkungslos. Wer seine Daten nicht professionell managt, verliert Effizienz, Transparenz und am Ende Wettbewerbsfähigkeit.

Data Lifecycle Management noch nicht ausreichend etabliert

Das Schwerpunktthema der Studie lautet Data Lifecycle Management (DLM). DLM beschreibt den ganzheitlichen Umgang mit Daten über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie hinweg – von der Planung über Bau und Betrieb bis hin zur Veräußerung. Ziel ist es, Daten strukturiert zu erfassen, nutzbar zu machen und effizient auszuwerten, um bessere Entscheidungen zu treffen und Transparenz zu schaffen.
 

 

Der Schlüssel aller Digitalisierungsvorhaben liegt in einer konsequenten Professionalisierung des Datenmanagements – Schritt für Schritt, aber mit klarer Zielrichtung.

Auch wenn 71 Prozent der befragten Unternehmen DLM für relevant halten und 61 Prozent es in ihre Strategien integrieren wollen, steht die Etablierung eines umfassenden DLM noch am Anfang: Hohe Kosten (70 Prozent), technologische Einschränkungen (66 Prozent) und Fachkräftemangel (62 Prozent) werden besonders häufig als Herausforderungen genannt. Zwar gibt es in mehr als der Hälfte der Unternehmen bereits eigene Abteilungen für Datenmanagement, doch nur etwas mehr als ein Drittel überprüft die Praktiken regelmäßig im Rahmen eines DLM.

Fazit

Die Digitalisierung hat die Immobilienwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren unbestreitbar tiefgreifend verändert. Jüngst wurde mit der künstlichen Intelligenz wieder eine enorme Entwicklung in Gang gesetzt, die auch vor der Branche nicht haltmacht. Allerdings bleiben zentrale Herausforderungen bestehen. Ganz oben auf der Liste: das Datenmanagement. Ein umfassendes Data Lifecycle Management – eine professionelle Datenhaltung und -verwaltung über alle Lebenszyklusphasen einer Immobilie hinweg – wird vor diesem Hintergrund immer relevanter. 

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