Wo liegen aus eurer Sicht die größten Hebel?
Ruben:
Häufig in den großen Systemen – zum Beispiel bei Energiequellen oder Produktionsprozessen. Der Wechsel auf erneuerbare Energien kann einen enormen Unterschied machen.
Auch Themen wie Kreislaufwirtschaft werden wichtiger: Produkte so zu denken, dass sie wiederverwendet oder recycelt werden können.
Nachhaltigkeit ist oft ein Spannungsfeld – wie erlebt ihr das?
Kimberly:
Sehr deutlich. Viele sagen, Nachhaltigkeit ist ihnen wichtig. Aber im Alltag spielen Preis und Verfügbarkeit eine große Rolle.
Das sehen wir auch auf Unternehmensseite: Es gibt Zielkonflikte, und nicht jede Entscheidung ist einfach.
Ruben:
Deshalb geht es nicht darum, alles perfekt zu machen. Wichtiger ist, die größten Hebel zu identifizieren und dort anzusetzen.
Oft bringen pragmatische Schritte mehr als einzelne perfekte Lösungen.
Was gebt ihr Unternehmen konkret mit?
Ruben:
Ein erster wichtiger Schritt ist immer: die eigenen Risiken verstehen.
Wo sind meine Standorte besonders betroffen?
Welche finanziellen Auswirkungen könnten entstehen?
Erst auf dieser Basis kann man fundierte Entscheidungen treffen, die die unternehmerische Resilienz stärken.
Kimberly, was nimmst du persönlich aus deiner Arbeit mit?
Kimberly:
Dass Veränderung möglich ist – aber aktiv gestaltet werden muss.
Und dass jede Entscheidung zählt. Das gilt für Unternehmen genauso wie für uns als Einzelpersonen.