Aktienrückkäufe
Aktienrückkäufe sind Transaktionen, bei denen Unternehmen ihre eigenen Aktien am Markt zurückkaufen, um den Aktienwert zu erhöhen, indem sie die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien reduzieren. Der Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments sieht hierin eine mögliche neue Einnahmequelle. Vorbilder sind die Dividendenquellensteuer der Niederlande und die einprozentige Verbrauchsteuer auf den Gesamtwert aller zurückgekauften Aktien in den USA.
European Travel Information and Authorisation System (ETIAS)
Das elektronische Reisegenehmigungssystem wird für visumsbefreite Drittstaatsangehörige verpflichtend, bevor sie in 30 europäische Länder einreisen dürfen. Die Gebühren betragen 20 Euro pro Antrag für 18– bis 70-Jährige.
Russische Vermögenswerte
Russische Vermögenswerte in Höhe von 210 Milliarden Euro sind in der EU eingefroren. Die Erträge fließen bereits zu 95 Prozent in die Europäische Friedensfazilität (EFF) und zu 5 Prozent in die Ukraine-Fazilität.
Fair Border Mechanism
Ziel ist die Bekämpfung von Sozialdumping, indem Unternehmen, die in die EU importieren, eine Abgabe zahlen müssen, wenn Arbeitende in ihrer globalen Lieferkette keinen existenzsichernden Lohn erhalten. Der Vorschlag ist sehr komplex in der Umsetzung, die daher eher unwahrscheinlich ist.
Besteuerung von Kryptowährungen
Der Haushaltsausschuss im Europäischen Parlament erwägt die Einführung einer Steuer auf Kryptowährungstransaktionen. Selbst bei einem niedrigen Steuersatz (z. B. 0,1 Prozent) wäre das Einnahmepotenzial erheblich, da das weltweite Handelsvolumen am Spotmarkt im November 2024 eine Höhe von 2,7 Billionen US-Dollar erreichte. Der Vorschlag ist bisher nicht auf der EU-Agenda, eine Umsetzung daher in nächster Zeit unwahrscheinlich.
Nationale Kraftstoffsteuern
Ein EU‑weiter Zuschlag auf bestehende nationale Kraftstoffsteuern wurde bereits 2016 im Monti-Bericht (High Level Group on Own Resources) ins Gespräch gebracht und im Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments Anfang 2026 erneut aufgegriffen. Die Erhebungskosten wären überschaubar, die Einnahmen könnten bei 11,5 bis 76 Milliarden Euro liegen, aber eine Umsetzung in naher Zukunft ist unwahrscheinlich.
Luftfahrtsteuer
Eine EU-weite Steuer auf Flüge, Tickets, Kerosin oder Sitzplätze hätte ein Einnahmepotenzial von 6 bis 10 Milliarden Euro (Ticketsteuer) oder bis 6,7 Milliarden Euro (Kerosinsteuer). Der Vorschlag stößt auf Widerstand einzelner Mitgliedstaaten.
Abgabe auf Online-Spiele und -Wetten
Der Vorschlag des Haushaltsausschusses zielt auf den wachsenden Markt von Online-Glücksspielen ab. Die EU-weiten Umsätze sollen 2025 zwischen 51 und 55 Milliarden Euro betragen haben. Denkbar wären eine Steuer auf den Umsatz der Dienstleistungen (ähnlich der Digital Services Tax), auf den jährlichen Nettoumsatz, auf Einsätze oder Stücksteuern auf Geräte/Server.