Die internationale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten.
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Was sind typische Stolpersteine im Third-Party-Management?
In der Praxis scheitern Digitalisierungsprojekte oft nicht an der Technologie, sondern an grundlegenden strukturellen Defiziten. Die nachfolgenden sechs Stolpersteine treten besonders häufig auf:
- Unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Governance
Wenn niemand die Gesamtverantwortung für das Third-Party-Management übertragen bekommt, entstehen Lücken. Es braucht eine konzernweite, robuste Third-Party-Management-Strategie unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder, zum Beispiel Compliance, gegebenenfalls Geldwäsche, interner Revision, Risikomanagement und dem „Business“.
- Einführung neuer Software ohne abgestimmte Prozesse
Es wird eine neue Software eingeführt, ohne die zugrunde liegenden Prozesse anzupassen. Das Ergebnis: ineffiziente Workflows und Systeme, die nicht genutzt werden, weil sie nicht in die Praxis beziehungsweise die gelebten Prozesse passen.
- Fehlende Integration
Third-Party-Management wird isoliert betrieben – getrennt von Enterprise Risk Management und ohne Rücksicht auf die Governance-Strukturen. Dadurch fehlen Synergien, Geschäftspartnerrisiken werden nicht ganzheitlich betrachtet.
- Einmalige Due Diligence statt kontinuierlichem Monitoring
Viele Unternehmen prüfen ihre Geschäftspartner nur beim Onboarding. Danach bleibt das Risiko unüberwacht, obwohl sich Geschäftsmodelle, Eigentümerstrukturen oder regulatorische Anforderungen ändern. Weiterhin ist ein „Negative Media“ Screening empfehlenswert, um frühzeitig von medienbekannten Risikoindikatoren zu erfahren.
- Späte Einbindung relevanter Stakeholder
Es empfiehlt sich ein regelmäßiger Austausch mit den unterschiedlichen Stakeholdern, um frühzeitig zukünftige Anforderungen und deren Integration in das Third-Party-Management zu diskutieren.
- Informationsüberlastung statt Risikosteuerung
Digitale Due-Diligence-Prozesse liefern oft eine enorme Menge an Datenpunkten. Für eine strukturierte Auswertung empfiehlt sich daher, eine Priorisierung und Risikoklassifizierungen der Ergebnisse vorzunehmen, die Vor- und Nachteile dieser Klassifizierung regelmäßig zu hinterfragen und die Methodik entsprechend anzupassen.