52 % der Befragten gaben an, dass sie im letzten Betriebsprüfungszeitraum feststellen mussten, dass eine Einigung mit der Betriebsprüfung „günstiger“ ausfällt, wenn das Unternehmen bereit ist oder signalisiert, auf ein Verständigungsverfahren verzichten zu wollen.
56 % der Befragten gaben an, dass die Prüferinnen und Prüfer vermehrt Fragen zu Verrechnungspreissachverhalten stellen und deutlich mehr Unterlagen und Nachweise anfordern als im vorherigen Prüfungszyklus.
66 % gaben an, dass sie im letzten Betriebsprüfungszyklus eine Anpassung der Verrechnungspreise hinnehmen mussten.
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Auf die Frage, ob Maßnahmen unternommen wurden, um Doppelbesteuerung zu vermeiden, gaben die Unternehmen folgende Antwort:
56 % Nein, wir haben die Doppelbesteuerung in Kauf genommen
17 % Ja, durch Beantragung einer unilateralen Gegenkorrektur im anderen Staat
17 % Ja, durch die Beantragung eines Verständigungsverfahrens
11 % Gegen die Anpassung gehen wir (zunächst/vorrangig) auf nationalem Rechtsweg vor (d. h. Einspruch und ggf. Klage)
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Auf die Frage, inwiefern die Unternehmen in Betracht ziehen, die steuerlichen Implikationen (Verrechnungspreisgestaltung) von Reorganisationen/Transformationen durch ein Advance Pricing Agreement (APA) abzusichern, erhielten wir folgende Antworten:
43 % gaben an, dass ein APA eine sinnvolle Option ist, um steuerliche Risiken, die sich aus Reorganisationen/Transformationen ergeben können, zu minimieren, und ziehen daher grundsätzlich diese Option in Betracht.
34 % haben sich bisher noch nicht mit der Möglichkeit der Durchführung eines APA im Zusammenhang mit Reorganisationen/Transformationen beschäftigt.
23 % ziehen die Durchführung eines APA im Zusammenhang mit einer Reorganisation/Transformation für ihr Unternehmen nicht in Betracht.
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Auf die Frage, welche Themen die Unternehmen als zentral im Bereich OTP (Operatives Transfer Pricing Management) in den nächsten drei bis fünf Jahren sehen, erhielten wir folgende Antworten:
78 % zunehmende regulatorische Komplexität (z. B. durch OECD-/UN-Initiativen)
47 % Einfluss der Digitalisierung
38 % steigende Anforderungen an Mitarbeiterprofile und Verfügbarkeit im Arbeitsmarkt
32 % Veränderung des Geschäftsmodells
13 % ESG