Kooperation von EY und SAP

EY und SAP entwickeln innovative, intelligente Lösungen für Ihre digitale Transformation. Unsere technologiebasierten Lösungen helfen, alle Bereiche Ihres Unternehmens intelligenter, widerstandsfähiger und agiler zu machen – von Finanzen über Lieferketten und Risikomanagement bis hin zu Mitarbeitern und Kunden.

Gemeinsam helfen wir Unternehmen, Herausforderungen zu meistern und bessere und schnellere Ergebnisse in der digitalen Wirtschaft zu erzielen.

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Sustainability: A 21st Century Challenge for the CFO

 

Wie kann sich Ihr Unternehmen auf die Geschäfts- und Systemtransformationen vorbereiten, die für eine schöne neue nachhaltige Welt erforderlich sind? Wie verändern sich die Anforderungen von Investoren? Und welche Rolle spielen neue Technologien und Daten als Katalysator der nachhaltigen Transformation? Diese und weitere Fragen werden in der neuen Episode der Financial Excellence Radioserie diskutiert.

 

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Unsere Lösungen

Die Kooperation von EY und SAP Alliance hilft Unternehmen,

  • einen umfassenden Business-first-Standpunkt einzunehmen, um die Bereiche Strategie, Kundenmehrwert, Anwendererlebnisse, Prozesse, Technologie und verbundene unternehmerische Auswirkungen zu beleuchten;
  • die digitale Transformation voranzutreiben und die Geschäftsergebnisse durch innovative, intelligente Lösungen zu optimieren – schnell und mit minimalem Risiko;
  • die Intelligenz, Widerstandsfähigkeit und Agilität zu erlangen, die sie brauchen, um in Zeiten außergewöhnlicher Veränderungen erfolgreich zu sein – durch die Kombination des Transformations- und Branchenwissens von EY mit der fortschrittlichen Technologie von SAP;
  • maßgeschneiderte, sichere und optimierte Cloud-Lösungen zu entwickeln.

Wir helfen Ihrem Unternehmen, agiler und widerstandsfähiger zu werden, Herausforderungen zu meistern und bessere Ergebnisse zu erzielen.

  • Agile Business Finance: Verbesserung der Effizienz der Finanzfunktion

    Den Unternehmen stehen heute immer mehr Finanzdaten zur Verfügung und dennoch wissen die wenigsten, welcher Wert sich hinter ihnen verbirgt und wie sie diesen erschließen können. Es liegt nun also an den Finanzexperten, diese neuen technologischen Instrumente und modernen Geschäftsprozesse zu nutzen. Auf diese Weise erhalten die Verantwortlichen Zugang zu den nötigen Informationen.

    Agile Business Finance nutzt die Möglichkeiten von SAP S/4HANA Finance, um die Effizienz der Finanzfunktion zu verbessern. Gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln und implementieren wir innovative Lösungen für deren geschäftliche Herausforderungen.

    Wir bei EY unterstützen Kunden bei der Implementierung von SAP in der Cloud, indem wir Strategien entwickeln, Transformationen durchführen und eine maßgeschneiderte, sichere und optimierte Cloud-Lösung ermöglichen.

    Es gibt einen Unterschied zwischen dem bloßen Asset Lift und Shift in die Cloud und der Entwicklung und Verwendung einer verbesserten Lösung. Unser systematischer und strategischer Ansatz für die Cloud-Umstellung ist die Quintessenz, um echten Mehrwert zu erzielen.

  • Agile Business Supply Chain: Lieferketten neu erfinden, um Lead-to-Cash-Prozesse zu vereinfachen

    Die Digitalisierung der Lieferkette hat die Fertigungsprozesse revolutioniert. Die Zyklen sind kürzer geworden, Verkaufs- und Lieferkanäle haben sich drastisch vermehrt und bei der Planung von Produkt- und Servicedesigns behandelt man den Endkunden mittlerweile als Einzelkunden. Darüber hinaus zeichnet sich eine Entwicklung ab, nach der die Abläufe in der Lieferkette nach und nach durch Plattformen und Netzwerke beherrscht werden.

    Investitionen in IoT-Hardware – von Sensoren in Produktionsmitteln und Produkten bis hin zu elektronisch gekennzeichneten Artikeln in der Lieferkette – sind nur der Anfang der Wertschöpfungsgleichung. Die größten Wettbewerbsvorteile erzielen Sie, wenn Sie mit Analytics IoT-Daten als Entscheidungsgrundlage aufbereiten, um letztlich unternehmerische Abläufe zu verbessern und den Unternehmenswert zu steigern. Ein Beispiel hierfür sind an Produktionsmitteln angebrachte Sensoren. Sie ermöglichen Schätzungen darüber, wann der Verschleiß einsetzt oder wann Reparaturen erforderlich sind. Dadurch können sowohl Wartungskosten als auch außerplanmäßige Ausfallzeiten reduziert werden. Auch das klassische Bestandsmanagement könnte sich radikal verändern, indem man entsprechende Systeme einsetzt, die Lieferbestellungen automatisch aufgeben und so die Warenlager auffüllen.

  • Agile Tax: End-to-End-Framework auf SAP-Basis zur Transformation der Steuerfunktion

    Agile Tax ist das Framework von EY für umfassende Strategien zur Steuertransformation auf der Basis von SAP-Technologien. Dies spiegelt einen ganzheitlichen Ansatz wider, der den steigenden Berichtsanforderungen Rechnung trägt und signifikanten Mehrwert bringt. Dazu gehören die Schaffung von Effizienzvorteilen im Finanzgeschäftsmodell, die Verbesserung des Steuerrisikomanagements und Kosteneinsparungen durch schneller verfügbare steuerbezogene Informationen.

  • Agile Business People: Basis für strategische Personalentscheidungen

    Häufig kämpfen HR-Teams mit mehreren, fragmentierten Tools, die keinen ganzheitlichen Blick auf ihre gesamte globale Belegschaft zulassen. Der Druck hinsichtlich Compliance, Kosten und Transparenz erfordert eine stärkere Automatisierung, Vereinfachung und Standardisierung von HR-Prozessen. Auch müssen Unternehmen ihre Rekrutierungsprozesse modernisieren, um die Rolle von Online-Kanälen bei der Rekrutierung zu berücksichtigen. Und schließlich braucht es intelligente und gleichzeitig sichere Cloud-Lösungen in Zeiten von vermehrtem Homeoffice.

    EY Agile Business People verbindet unsere führenden Beratungskompetenzen im globalen Personalwesen mit einem bewährten Implementierungsansatz von SAP SuccessFactors und erfahrenen Beratern.

  • Agile Business Risk: Transformation zu einem agilen, widerstandsfähigen und sicheren Unternehmen

    Die Entwicklung der digitalen Wirtschaft führt dazu, dass Menge und Wert von Daten in Unternehmen zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit eines Datenmissbrauchs und das Potenzial, dass dieser ernsthafte Schäden verursacht, sind höher sind als je zuvor. Abteilungen für Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC) haben Mühe, mit den steigenden Cybersicherheitsrisiken Schritt zu halten. Stattdessen sind sie häufig mit isolierten und unkoordinierten Aktivitäten beschäftigt, die die Kosten in die Höhe treiben und nur begrenzt Mehrwert liefern.

    EY Agile Business Risk ist ein digitales Risiko- und Compliance-Angebot, das unsere Expertise in den Bereichen Cybersecurity und SAP kombiniert. Wir kennen die Auswirkungen von Cybersecurity auf die langfristigen Ziele und den Gewinn eines Unternehmens und unterstützen Sie bei der Bewältigung von Cybersecurity-Herausforderungen, insbesondere im Kontext von SAP. Gemeinsam helfen wir Ihnen, zu einer agilen, widerstandsfähigen und sicheren Organisation zu werden.

  • Agiler Business Customer: Nonplusultra im Kundenbeziehungsmanagement

    Das Verbraucherverhalten ändert sich stetig. Im Jahr 2018 wurden weltweit schätzungsweise 2,5 Billionen US-Dollar im Online-Handel ausgegeben, wobei fast jeder vierte Online-Käufer mindestens einmal pro Woche online einkauft. COVID-19 hat dem Online-Handel zusätzlichen Aufwind gegeben. Gleichzeitig steigen die Kundenerwartungen, was sowohl B2C- als auch B2B-Unternehmen dazu veranlasst, sich stärker auf Kundenerlebnisse zu konzentrieren.

    Um mithalten zu können, müssen Unternehmen den Wert, den sie aus digitalen Kanälen gewinnen, maximieren und ihre exponentiell wachsenden Datenpools nutzen, um wertvolle Erkenntnisse über ihre Kunden zu gewinnen. Big Data und Analytics sind der Schlüssel zur Bereitstellung relevanter und wertvoller Kundeninhalte. Dabei müssen Unternehmen zu einer vereinfachten IT-Architektur übergehen, um die Vorteile dieser Technologien voll auszuschöpfen.

    Unsere Lösungen im Bereich EY Agile Business Customer werden durch SAP Hybris Marketing und die Customer Experience Suite ermöglicht – mit dem Ziel, die Wünsche des Kunden, wie Geschäfte gemacht werden sollten, nahezu zu verwirklichen. Ermöglicht wird dies durch signifikante Änderungen der Kundenanwendungen und einen zweckorientierten Ansatz für die Transformation.

    Wir verwenden den EY Agile Marketing Business Calculator, um die aktuelle Situation Ihres Unternehmens zu bewerten und gemeinsam mit Ihnen zu identifizieren, welche Module in jeder Phase der Implementierungs-Roadmap auch implementiert werden sollten.

  • Sustainability Management

    Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit die zentrale Innovationschance ist. Unternehmen und Menschen sind heute mehr denn je motiviert, das Richtige zu tun, zu kooperieren, zu innovieren und den Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu beschleunigen. Gemeinsam können wir für alle Stakeholder langfristigen finanziellen, menschlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

    Unsere multidisziplinären Teams schaffen langfristigen Mehrwert, indem sie Unternehmen helfen, eine nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen. Mit unserer integrierten Lösung EY Sustainability Management and Reporting, basierend auf SAP-Technologie, rüsten Sie Ihr Nachhaltigkeitsmanagement und -Reporting für die Zukunft. Dabei erreichen Sie mehr Prozesseffizienz, Datengenauigkeit und gewinnen wertvolle Einblicke für wichtige Entscheidungsfindungen.

EY ausgezeichnet für den transformativen Mehrwert unserer Kunden

Wir sind stolz darauf, 10-facher Gewinner des SAP Pinnacle Award zu sein. 2021 wurde EY zum Partner des Jahres in den Kategorien “Business Technology Platform“ und „Experience Management“ ernannt.

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The better the question. The better the answer. The better the world works.
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Kopfsache Transformation: Wie Asklepios seine Klinikverwaltung digitalisiert

Die Asklepios Kliniken setzen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltung auf transformative Technologie. Und dabei neue Maßstäbe.

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Wie wird ein Ganzes größer als die Summe seiner Teile?

Zukäufe und schnelles Wachstum erzeugten bei den Asklepios Kliniken eine Vielfalt an Verwaltungssystemen. Das Management reagierte entschieden.

Die Geschichte der westlichen Medizin beginnt mit einem Eifersuchtsdrama. 
Eines Seitensprunges überführt, schickt der Gott Apollon seine hochschwangere Geliebte, eine griechische Prinzessin, in den Feuertod. Ihr gemeinsamer Sohn überlebt und wird vom reumütigen Apollon dazu ausersehen, zum Stammvater der Heilkunde großgezogen zu werden.

Der Name des Kindes: Asklepios.

Bis heute gehen Grundlagen der Chirurgie, der Medizin und gesunder Ernährung auf die griechische Asklepios-Sage zurück. Auf seinen Nachfahren Hippokrates von Kos schwören Ärztinnen und Ärzte bis heute ihren Berufseid.

Ein in Deutschland führender Klinikbetreiber trägt heute den Namen der antiken Sagengestalt und teilt sein Vermächtnis: die Asklepios Kliniken. Gegründet 1985, betreibt Asklepios heute rund 170 Gesundheitseinrichtungen, in denen jährlich mehr als 2 Millionen Menschen behandelt werden.

Krankenhäuser – ein blinder Fleck der Digitalisierung?

Freilich hat der moderne Klinikverband andere Herausforderungen zu meistern als der mythologische Namensgeber, die Digitalisierung der Medizin zum Beispiel. Diese war in der Antike noch kein Thema, befindet sich heute hingegen im Zentrum des Interesses von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. 

Der Innovationsdruck ist vor allem im Kliniksektor hoch. Das Krankenhaus gilt in Deutschland nach wie vor als ein Ort, an dem die Digitalisierung noch nicht ausreichend stattfindet. Vor allem die Verwaltung von Kliniken wird immer wieder als behäbig und verzagt kritisiert. 

Wer nach Digitalisierungsblockaden im Krankenhaussektor fragt, stößt auf wenig überraschende Diagnosen: unzureichende Investitionen, fehlendes Fachpersonal in IT-Abteilungen, mangelnde Datenstandards. 

Für Christian Egle, Leiter Gesundheitswesen bei EY, sind das nur Symptome der wirklichen Digitalisierungsblockade: „Krankenhäuser werden in der Regel modular um Fachbereiche und Gesellschaften erweitert. Oft betreiben diese Einzelgesellschaften eigene Verwaltungen samt eigener Verwaltungssysteme. Mit der Zeit entstehen Flickenteppiche. Standardisierung und Skaleneffekte werden unmöglich. Genau hier müssen Digitalisierungsinitiativen ansetzen: beim inneren, oft historisch entstandenen Durcheinander.“

Wer Synergien, integrierte Steuerung und transformative Anwendungen wolle, so Egle, müsse auf dem Weg der Digitalisierung unweigerlich Strukturen und Prozesse neu denken. 

Asklepios investiert anhaltend in die digitale Transformation

Als einer der ersten Klinikkonzerne im deutschsprachigen Raum haben sich die Asklepios Kliniken auf diesen Weg begeben. Asklepios wird auch in den kommenden Jahren anhaltend hohe Investitionen in die Digitalisierung der eigenen Kliniken tätigen. In den letzten Jahren ist eine Vielzahl digitaler Patientenangebote bereits an den Markt gegangen. 

Im Frühjahr 2019 richtete sich die Digitalisierungsinitiative von Asklepios dann nach innen. Starkes Wachstum der letzten Jahre und verschiedene Unternehmenszukäufe hatten auch hier zu einer komplexen Prozess- und Systemlandschaft geführt. 

Grund genug für das Management, einen entschiedenen Schritt in Richtung Harmonisierung, Vereinheitlichung und Skalierung zu gehen. 

Erster Klinikverbund auf neuestem SAP-Standard

Das Ziel: als erster Klinikverbund im deutschsprachigen Raum das Software-System S/4HANA von SAP in Betrieb zu nehmen – und damit die eigene Verwaltung mit völlig neuen Möglichkeiten der datengetriebenen Planung, Organisation und Materialbeschaffung auszustatten. 

„Wir wollten den Asklepios Kliniken ein neues, hochleistungsfähiges betriebswirtschaftliches Gehirn zur Verfügung stellen. Mit der Technologie von SAP und der Expertise von EY wollten wir für unsere Patienten, Kollegen und Lieferanten alle Möglichkeiten ausreizen, die uns Technologie heute bietet“, sagt Thomas Koschmieder, Programmmanager bei der Asklepios Service IT GmbH. 

Auf dem Weg zum neuen Gehirn notwendig: Aufräumen, Abreißen, Neudenken und Zusammenführen verworrener Strukturen, Prozesse und Datenstandards, die für Klinikverbände typisch sind.

 

Bild des Tomographieberichts auf einem Bildschirm
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Aufräumen, Abreißen, Neudenken

Das Asklepios-Team definierte betriebswirtschaftliche Prozesse grundsätzlich neu – und implementierte die technische Lösung in nur 18 Monaten.

In zwei Transformationswellen sollten alle 170 Gesellschaften von Asklepios auf ein gemeinsames ERP-System (Enterprise Resource Planning) umgestellt werden, angefangen bei den 76 Asklepios-Gesellschaften außerhalb Hamburgs – und das in nur knapp anderthalb Jahren. „IT follows Process“, das war die Maxime, nach der das Team von Henning Schneider, Chief Information Officer (CIO) bei Asklepios, die Veränderungsagenda für die 76 Klinikgesellschaften des ersten Transformationsprojektes gestaltet hat. 

„IT follows Process“

Bevor also nur ein Byte an neuer Software aufgespielt wurde, gingen Koschmieder und Schneider ins direkte Gespräch mit den eingebundenen Fachbereichen wie Einkauf, Finanzbuchhaltung und Controlling. „Ein Großteil unserer digitalen Transformation war ziemlich analog angelegt“, sagt Schneider. „Im direkten Gespräch und in Workshops mit den eingebundenen Bereichen haben wir etablierte, heterogene Strukturen beseitigt, neue Standardprozesse beschrieben und gemeinsam durchdacht. Erst auf dieser Basis wollten wir die technische Lösung umsetzen.“ 

Selbst für einen digitalen Vorreiter wie die Asklepios Kliniken kam das einer Revolution gleich. Waren doch bisher zwei Kern-SAP-Systeme und mehr als 20 Systeme anderer Anbieter in Betrieb – davon zahlreiche ohne Anbindung an die zentrale Buchhaltung. Einheitliche Prozessstandards existierten kaum, Reporting-Daten mussten häufig herausfordernd in das Data Warehouse übergeben oder sogar per Hand in Excel eingetragen werden.

Neun Arbeitspakete, 57 Stunden Endspurt

„Die zentrale Herausforderung war dabei, die Veränderungen in Prozessen, Organisationsweisen und Technologie laufend aufeinander abzustimmen – und die Vorteile der neuen Lösung immer wieder verständlich zu vermitteln“, sagt Koschmieder.

Aufgeteilt in insgesamt neun Pakete arbeiteten bei Asklepios in Spitzenzeiten bis zu 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dem Projekt. Um die Beteiligten früh und stetig an das neue System zu gewöhnen, arbeiteten Koschmieder und Team nach dem Prinzip Agilität: Auf Entwicklungssprints folgten immer wieder Iterationen im laufenden Betrieb bis zur fertigen Lösung.

Nach einem 57-stündigen Zielsprint voller Tests und Abnahmen war es am 20. September 2020 so weit: Um 18.15 Uhr folgte die finale Systemabnahme. Das neue betriebswirtschaftliche Gehirn der ersten 76 Asklepios-Gesellschaften war live, verkabelt und einsatzbereit.

Porträt eines Arztes auf dem Hintergrund der chirurgischen Lampen. Medizin Konzept.
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Ein neues Gehirn für 76 Klinikgesellschaften

Vom neuen Managementsystem der Asklepios Kliniken profitiert nicht nur das Unternehmen. Auch den Patienten soll die Investition dienen.

Für Jos Töller, dessen Team das Asklepios-Projekt seitens EY betreut hat, zeichnet sich die Arbeit für die Asklepios Kliniken vor allem dadurch aus, dass sie sich über Skaleneffekte unmittelbar wirtschaftlich auswirkt: „Viele Verwaltungsaufgaben werden in Unternehmen nicht an jeder Stelle auch gleich ausgeführt. Asklepios hat sich getraut, alles einmal auf null zu setzen und Prozesse einheitlich zu gestalten. Gesammelt auf einer Plattform können dann selbst kleine Verbesserungen große Auswirkungen auf die Effizienz einer Verwaltung haben, zum Beispiel wenn Dateneingaben automatisiert und standardisiert stattfinden.“

 „So entstehen für uns Skaleneffekte, durch die wir zusätzliche Spielräume für Investitionen in medizinische Ausrüstung und unser Personal gewinnen“, sagt Asklepios-CFO (Chief Financial Officer) Hafid Rifi. „Die voranschreitende Implementierung von SAP S/4HANA hilft uns, unsere Finanz- und Logistikprozesse zu vereinheitlichen, sie an End-to-End-Prozessen auszurichten und technologisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Das ist ein essenzieller Schritt hin zur Digitalisierung und Standardisierung all unserer Prozesse im Konzern.“

Das heißt im Umkehrschluss auch: Je mehr Gesellschaften die Plattform nutzen, desto höher ist der Return on Investment in die Transformation der Asklepios-Verwaltung.

„Kosteneinsparungen und effiziente Prozesse sind nur eine Dimension davon, was Asklepios am Ende von seinem Investment in das neue System hat“, sagt Töller. Ein leistungsfähiges Finanzberichtswesen, so der Berater, vereinfacht zum Beispiel Unternehmenszukäufe und verkürzt Integrationszeiten.

Darüber hinaus kann die neue ERP-Plattform auch als Ausgangspunkt dafür dienen, weitere Prozesse im Unternehmen zu digitalisieren, Instandhaltung zum Beispiel oder Bezahlvorgänge gegenüber Kunden. „Über die Kernfunktionen eines ERP hinaus wird Asklepios in vielerlei Hinsicht von der Umstellung profitieren. Drittmarktfähigkeit, neue Geschäftsmodelle, Spiegeleffekte auf andere Bereiche – all das ist nun auf einem völlig neuen Niveau und viel schneller möglich“, fasst Töller zusammen.

ERP-Transformation nur der Anfang

Für die Asklepios-Führung ist die Plattformstrategie eine wesentliche Basis für die Umsetzung einer übergreifenden Idee davon, wie Digitalisierung im Konzern stattfindet. Bis 2022 sollen auch die fehlenden Hamburger Gesellschaften in das zentrale ERP auf SAP-S/4HANA-Basis integriert sein. Alle steuerungsrelevanten Daten werden auf einer zentralen Managementplattform verfügbar gemacht – abrufbar über auch in der Cloud nutzbare Technologie.

Vorhaben, mit denen für CIO Schneider die Reise in Richtung vollends digitaler Krankenhäuser erst beginnt: „Erst durch unsere aktuellen Transformationsprojekte wird es möglich, zukünftige Investitionen in Technologie entlang einer Plattform auszurichten: den Einsatz künstlicher Intelligenz zum Beispiel oder Automatisierung und Business Process Mining. Wir stehen erst am Anfang des Potenzials transformativer Technologie.“

Bereits wenige Wochen nach dem Go-live begann Asklepios damit, die nächsten Transformationsprojekte auf der geschaffenen Plattform durchzuführen – aber nicht generisch und linear, sondern ausgerichtet daran, welche weiteren Anwendungen und Produkte auf der skalierbaren Plattform nun am schnellsten den digitalen Reifegrad der Asklepios Kliniken weiter erhöhen. „Auf der neuen Plattform lassen sich weitere Projekte nun deutlich schneller bewegen und realisieren. Ein solches Vorgehen skizziert auch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG), mit dessen Vorgaben wir unsere Initiativen natürlich in Einklang bringen“, sagt Programmmanager Koschmieder.

Weitere Transformationsprojekte direkt im Anschluss

Im konkreten Fall von Asklepios wirkt sich die Arbeit an Verwaltungsstrukturen auch auf den Pflegebetrieb aus: Der Bedarf an Medikamenten, Atemmasken oder medizinischen Geräten lässt sich nun vor Ort präzise und in Echtzeit planen. Wie viele Plastikhandschuhe werden pro Woche verbraucht? Welche Medikamente werden gerade besonders oft verschrieben und verabreicht? Wo müssen die Lager mit persönlicher Schutzausrüstung bald gefüllt werden? All diese Fragen sind nun datengestützt ad hoc beantwortbar.

„In der Corona-Realität bedeutet ein neues, leistungsfähiges System für uns als Gesundheitsdienstleister: Wir können aktiv verhindern, dass wichtige Bestände an Schutzausrüstungen oder Medikamenten zur Neige gehen, wenn wir sie brauchen. Wir können Warenbestände zentral koordinieren und Bedarf antizipieren. So kommen unsere Investitionen in Technologie und Digitalisierung letztlich auch bei unserem medizinischen Personal und unseren Patienten an“, fasst CIO Schneider zusammen.

Eine klare Digitalstrategie schafft hier einheitliche Strukturen und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Moderne Lösungen und eine agile Organisation sind für Fachkräfte enorm attraktiv. Die neue technologische Plattform erlaubt transformative Anwendungen wie intelligente Automatisierung.

„Richtungsweisende Arbeit“

Mit dem im September 2020 abgeschlossenen Projekt zeigen die Asklepios Kliniken, dass digitale Transformation im Krankenhaussektor schon heute stattfindet und worin genau Mehrwert für Unternehmen, Mitarbeiter und Patienten bestehen kann.

Für EY-Gesundheitsexperte Christian Egle setzt Asklepios mit seiner Initiative Maßstäbe im Krankenhausmarkt: „Eine klare Digitalstrategie schafft hier einheitliche Strukturen und ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Moderne Lösungen und eine agile Organisation sind für Fachkräfte enorm attraktiv. Die neue technologische Plattform erlaubt transformative Anwendungen wie intelligente Automatisierung. Der Blick auf die Asklepios Kliniken ist auch ein Blick in die nahe Zukunft des Gesundheitswesens. Wir sind stolz, mit EY ein Teil dieser richtungsweisenden Arbeit zu sein.“

Digitale Krankenhäuser, Datenanalysen, intelligente Automatisierung – die nächsten Kapitel in der Medizingeschichte scheinen vorverfasst. Eine Geschichte, die fernab jeder Technologie begann, mit einem Kind, aus dem ein reifer Erwachsener wurde: Asklepios.

Zumindest in der Sage.

 

HealthCare Magazin - Gesundheitswesen neu gedacht

Nach vielen Monaten der Belastung durch die Corona-Pandemie entspannt sich aktuell die Situation im Gesundheitswesen. Jenseits der akuten Krise ist nun wieder Zeit, um sich der notwendigen Transformation zu widmen – insbesondere der Digitalisierung. Dafür will das HealthCare Magazin von EY Impulse liefern, um das Gesundheitssystem neu zu denken.

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